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Medizin richtig verabreichen

Medizin richtig verabreichen

Benötigt ein krankes Kind Arzneimittel, kann das Verabreichen der Tropfen, Pillen oder Zäpfchen schon mal schwierig werden. Die Kleinen zeigen deutlich ihren Widerwillen und viele Eltern sind ratlos.

Schließlich wissen sie: Die Medizin muss sein! Zeit, Verständnis und Geduld sind jetzt gefragt! Aber die Eltern sollten auch von Anfang an klarmachen: Es geht nicht anders, es gibt keinen anderen Weg oder Ausreden. Auch wenn die Arznei nicht lecker schmeckt, der Nachwuchs muss sie trotzdem einnehmen. Diskussionen darüber gibt es nicht.

Den Vorteil betonen: Das macht dich gesund!

Kommentare vorneweg zu Geruch oder Geschmack des Medikaments, verkneift man sich deshalb besser. Denn wenn Mama und Papa schon mit gekräuselte Nase sagen: "Oh, der Saft riecht aber merkwürdig", dann wird das Kleine wohl automatisch die Lippen zusammenpressen. Vorteilhafter ist, man richtet das Augenmerk auf die Wirkung, dass das Kind durch die Arznei nämlich schneller gesund wird.

Auch Rituale können die Medikamenten-Gabe unterstützen. Muss ein Kind beispielsweise regelmäßig inhalieren, bekommt es dabei immer vorgelesen. Dann rückt die Medizin in den Hintergrund und der Sohn oder die Tochter freut sich eher auf die Geschichte und ihre Helden.

Augentropfen in den inneren Winkel des Auges träufeln

Doch wie bekommt man Tropfen ins Augenlid, wenn das Kleine die Augen heftig zusammen kneift? Das sei erst einmal nicht schlimm, erklärt Apothekerin Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Dann könne man die Tropfen in den inneren Winkel des Auges geben und wenn die Lider wieder geöffnet werden, fließe der Tropfen automatisch ins Auge hinein. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Mama beispielsweise die Augenlider vorsichtig auseinanderzieht und Papa die Tropfen ins Lid gibt.

Bei den Kleinen: Nasentropfen mit Wattestäbchen verabreichen

Für das Verabreichen von Nasentropfen sollte sich das Kleine am besten auf den Rücken legen. Dann verschließt man ein Nasenloch mit dem Daumen, in das andere lässt man die Tropfen rieseln. Danach wird getauscht. "Bei sehr kleinen Kindern", empfiehlt Erika Fink, "kann man ein Wattestäbchen mit den Nasentropfen tränken und damit vorsichtig die Nasenschleimhaut benetzen."

Zäpfchen an der Spitze eincremen

Bei Zäpfchen ist das Eincremen der Spitze ein Tipp, wie es besser hinein rutscht. Erika Fink warnt aber: "Geben Sie kein halbes Zäpfchen!" Denn wenn vorne die Spitze fehle, tue es weh, so die Apothekerin. Muss das Zäpfchen doch halbiert werden, sollte es deshalb besser in der Länge durchgeschnitten werden.

Arzneisaft sollten Kinder im Stehen schlucken

Grundsätzlich sollten Säfte, wie etwa Hustensaft oder Antibiotika im Stehen gegeben werden. In dieser Haltung funktioniert der Schluckmechanismus am besten und Kinder schlucken die Flüssigkeit schneller herunter. Wird der Saft auf einem Esslöffel gereicht und nicht vollständig geschluckt, könnten die Eltern die Dosis bei der nächsten Medikamentengabe auf zwei Portionen verteilen, schlägt Erika Fink vor.

Unter Umständen kann man den Rest des Saftes auch ausnahmsweise mal mit einem Getränk mischen. Zwar sollten Tabletten generell nur mit Wasser eingenommen werden, weil die Wirkstoffe sonst mit den Inhaltsstoffen von Obstsaft oder Limo reagieren können. Doch im Notfall dürfen sich Eltern so behelfen. Jedoch muss man vorher den Beipackzettel lesen, einige Antibiotika sind zum Beispiel zusammen mit Milch nicht erlaubt! Bei diesen Medikamenten sollten etwa zwei Stunden zwischen Milch- und Medizineinnahme verstreichen.

Sorgfalt ist wichtig: Achten Sie auf eine genaue Dosierung!

Bei der genauen Dosierung der Arzneimittel ist große Sorgfalt wichtig. Immer wieder passieren hier Fehler, weil Eltern die Menge an Medikamenten falsch abmessen. Achten Sie deshalb beim Abfüllen eines Arzneisaftes in den Messbecher darauf, dass Sie genügend Licht haben und nicht im Dunkeln stehen und kontrollieren Sie die richtige Menge besser dreimal. Speziell für Babys gibt es außerdem Einwegspritzen, in die der Saft aufgezogen und in den Mund gespritzt wird. Wenn das Kind aber aufgrund des unangenehmen Geschmacks einen Teil wieder ausspuckt, so muss man das leider als Pech abhaken. Eltern sollten in dieser Situation keinesfalls nach eigenem Ermessen nachdosieren, denn sie wissen ja nicht, wie viel des Wirkstoffs tatsächlich im Mund verblieben ist. Sehr schnell ist die Dosierung dann nämlich zu hoch!

Bei Unsicherheit: Fragen Sie Ihren Kinderarzt!

Eltern sollten sich bei der Medikamentengabe genau an die Anweisungen des Kinderarztes halten. Sind sie unsicher, bringt ein Anruf oder eben ein nochmaliger Arztbesuch schnell Klarheit. Denn bei den Kleinen wirkt die Medizin aufgrund des geringeren Gewichts viel stärker als bei Erwachsenen. "Die Eltern sollten wissen, wie sie die Arznei richtig dosieren und wie oft und lange das Kind sie nehmen muss", betonen auch die Experten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf dem Verbraucherportal Gesundheitsinformation.de Ebenso verrät ein Blick in den Beipackzettel, ob das Medikament zu bestimmten Uhrzeiten, vor oder nach dem Essen oder mit viel Flüssigkeit eingenommen werden muss. Das Institut empfiehlt weiterhin mithilfe eines Klebezettels auf der Verpackung zu notieren, wann das Kind eine Dosis erhalten hat.

Nicht sofort zur Medizin greifen

Alle Eltern wünschen, dass es ihrem Nachwuchs schnell besser geht - viele greifen deshalb aber zu schnell und zu oft zu Medikamenten, die sie möglicherweise noch im Schränkchen aufbewahren. Doch: Nicht immer muss ein Schnupfen mit Arzneimitteln behandelt werden! "Ich beobachte, dass Eltern viel zu häufig Fieberzäpfchen, Schmerzmittel und abschwellende Nasentropfen verabreichen", erzählt der Kinder- und Jugendarzt Ulrich Fegeler aus seinen Erfahrungen. In vielen Fällen ist es aber besser, erst einmal abzuwarten, ob die Beschwerden nicht von ganz allein abklingen - und andernfalls erst dem Arzt einen Besuch abzustatten, bevor man seinem Kind Arzneimittel gibt.

von Sandra Kunze

Zuletzt überarbeitet: Januar 2016

   

 
 
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