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Gesunde Zähne durch
Vorsorge in der Schwangerschaft

Vorsorge in der Schwangerschaft

Gesunde Zähne sind wichtig, das weiß doch jeder. Was viele Frauen nicht wissen: Sie sind auch wichtig für die gesunde und optimale Entwicklung Ihres Babys.

Zahnerkrankungen der Mutter, wie beispielsweise Parodontitis, können sich negativ auf das Wachstum des Babys auswirken und sogar das Risiko einer Frühgeburt erhöhen. Unter Umständen ist eine solche Erkrankungen sogar der Grund, weshalb sich die langersehnte Schwangerschaft gar nicht erst einstellen will. Insofern spielt die richtige Zahnpflege und damit Zahngesundheit bereits lange vor der Geburt für Ihr Kind eine wichtige Rolle.

Zahnkrankheiten können das Ungeborene gefährden

Der Verdacht, dass ein Zusammenhang zwischen Zahnerkrankungen der Mutter und dem Auftreten einer Frühgeburt bestehen könnte, wurde bereits vor Jahrzehnten geäußert. Heute belegen Studien zu diesem Thema: Das Risiko, eine Frühgeburt zu erleiden oder ein untergewichtiges Baby zu bekommen, ist um das Achtfache erhöht, wenn die Schwangere unter unbehandelter Parodontitis leidet. Schuld sind schädliche Substanzen, die über die Blutbahn in den Körper der Mutter und durch die Plazenta auch zum Baby gelangen können. Im Idealfall sollten Sie, schon wenn Sie planen, ein Baby zu bekommen, Zähne und Zahnfleisch bei Ihrem Zahnarzt gründlich unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls behandeln lassen. So sind Sie bestens gerüstet für die Schwangerschaft.

Typische Zahnprobleme in der Schwangerschaft

Auch die Schwangerschaft selbst ist für Zähne und Zahnfleisch eine echte Belastungsprobe. Nicht umsonst hieß es früher "jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn". Ursache dafür ist zum einen die hormonelle Umstellung. Hierdurch lockert sich das Bindegewebe, was auch für das Zahnfleisch gilt, und macht es Bakterien dadurch leichter, in die Tiefe vorzudringen. So kommt es schneller zu Entzündungen im Mundraum. Zusätzlich ist nun die Blutmenge im Körper erhöht, was vermehrtes Zahnfleischbluten mit sich bringt. Die typische Schwangerschaftsübelkeit, unter der viele Frauen in den ersten Wochen leiden, kann ebenfalls den Zähnen schaden. Durch das Erbrechen gelangt immer wieder Säure aus dem Magen an die Zähne und greift sie an. Viele Frauen können aber gerade dann durch den starken Würgereflex nicht richtig Zähneputzen. Zu guter Letzt sorgen typische Schwangerschafts-Essgelüste nach Süßem und Saurem dafür, dass Kariesbakterien und Säuren ein leichteres Spiel haben.
Viele Gründe, die für Zahnprobleme sorgen können, aber nicht müssen. Denn mit der richtigen Pflege und Prophylaxe kostet Sie die Schwangerschaft ganz sicher keinen Zahn!

Dreimal in der Schwangerschaft zur Prophylaxe

Zahnmediziner empfehlen, während der Schwangerschaft möglichst dreimal zur Prophylaxe zu gehen: Einmal im ersten Schwangerschaftsdrittel, um Schäden zu vermeiden, die durch mangelhaftes Zähneputzen oder häufiges Erbrechen entstehen können. Ein weiteres Mal in der Mitte der Schwangerschaft. Nun fühlt sich die werdende Mami meist recht wohl. Die ideale Zeit, nötige Behandlungen durchführen zu lassen, bevor der Bauch zu groß und eine längere Zahnarztsitzung zur Belastung wird. Ein weiteres Mal gegen Ende der Schwangerschaft sowie jederzeit zwischendurch, falls Sie Probleme haben sollten. Informieren Sie Ihren Zahnarzt oder die geschulte Assistenz, die die professionelle Zahnreinigung (PZR) durchführt, wenn Ihnen die Behandlung in Rückenlage am Ende der Schwangerschaft durch den Druck auf die Vena Cava unangenehm ist.

Zahnpflege zuhause

Neben der Behandlung beim Profi, Ihrem Zahnarzt, ist natürlich auch die tägliche und richtige Pflege Ihrer Zähne zuhause ganz entscheidend. Putzen Sie Ihre Zähne weiter wie bisher zweimal täglich, am besten nach den Mahlzeiten. Weil das Zahnfleisch nun sehr empfindlich ist, sollten Sie auf eine weichere Zahnbürste umsteigen. Wenn Sie Erbrechen müssen, sollten Sie direkt danach den Mund mit klarem Wasser oder einer fluoridhaltigen Mundspülung ausspülen. Warten Sie eine halbe Stunde, bevor Sie die Zähne putzen, denn die Magensäure macht den Zahnschmelz kurzfristig sehr empfindlich und heftiges Schrubben kann nun leicht zu Schäden führen.

Gesunde Ernährung - wichtig für Mutter und Kind

Um seinen Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen zu decken, bedient sich das Baby kräftig bei der Mutter. Achten Sie deshalb besonders auf eine ausgewogene, vitamin- und nährstoffreiche Kost. Ansonsten kann es bei Ihnen zu Mangelerscheinungen kommen. Eine gesunde Ernährung mit viel Vitamin C, D und A und Kalzium unterstützt gleichzeitig die Entwicklung gesunder Zähne bei Ihrem Kind, denn diese werden bereits in der achten bis zehnten Schwangerschaftswoche angelegt.

Zahnbehandlungen in der Schwangerschaft

Keine Angst vor dem Zahnarzt - auch nicht in der Schwangerschaft. Er wird Ihnen nun sicher keine Behandlungen zumuten, die man nicht guten Gewissens auch auf die Zeit nach der Geburt verschieben kann. Falls er doch einmal zum Bohrer greifen muss, machen Sie sich bitte keine Sorgen. Die lokale Betäubungsspritze, die er Ihnen gegen eventuelle Schmerzen geben wird, ist für Ihr Baby im Normalfall nicht gefährlicher als der Stress, der im Körper durch unbehandelten Zahnschmerz entsteht.

von Maxi Christina Gohlke

Zuletzt überarbeitet: März 2017

   

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