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| Geschrieben von Eva-J. am 05.02.2012 |
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Re: Lieber Herr Dr. med. Kniesburges !, eine Frage zum Umgang mit Schmerzen, 40SSW-3
Liebe Frau Westerhausen,
vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Bei meiner ersten Geburt ging alles so schnell, dass ich mich nichteinmal im Nachhinein an die einzelnen Phasen, die ich ja selbst erlebt habe, erinnern kann. Es ist nun bei der zweiten Geburt einiges anders. Zum Beispiel habe ich eine stärkere Bindung schon jetzt zu meinem Baby. Bei meinem ersten Sohn musste ich erst nach und nach lernen, ihn lieb zu gewinnen. Ich war ja noch keine Mami vor der ersten Geburt, hatte keine mütterlichen Empfindungen (aus Erfahrung). Ich war sogar so erschöpft nach der ersten Geburt, dass ich mein Baby in dieser ersten Nacht der Shwester mitgegeben habe, trotzdem er geschrien hat und sicher nur meine Nähe gebraucht hätte. Das werde ich mir niemals verzeihen. Mein Trost ist nur, dass ich meinem inzwischen 6-jährigen Sohn jetzt all meine Liebe geben kann und hoffe, dass dieser erste Schreck des Getrenntseins keine bleibenden seelischen Schmerzen im Unterbewusstsein hinterlässt, wie bei mir selbst vor 25 Jahren durch meine Adoption.
Jedenfalls versuche ich, wenn ich am Tag der Entbindung Zeit dazu habe, mich mehr auf mich selbst zu konzentrieren. Auf meinen Körper und die "Zusammenarbeit" meines Körpers mit dem Kind.
Ich möchte nicht mehr teilnahmslos von den Schmerzen überrumpelt auf dem Gebärbett liegen, nach allen "guten Vorsätzen" dennoch in unstillbarem Verlangen nach einem Schmerzmittel schreien und während der Geburt gar nicht wissen, was gerade geschieht.
Einerseits war es in meiner Erinnerung gut, dass alles (auch Schmerzen) rasch vorüber war. Andererseits kann ich mich an fast nichts mehr erinnern.
Alles, was ich vorher gehört hatte: Atemübungen, verschiedene Geburtspositionen, beruhigende Musik etc. konnte ich total vergessen, weil ich gar keine Zeit hatte für so etwas. Gar nicht daran zu denken, eine andere Position einzunehmen, ich war wie gelähmt vor Schmerzen - bis zur Austreibungsphase. Für einen Einlauf war auch keine Zeit mehr.
Ich möchte dieses Mal weniger ertragen als vielmehr aktiv mithelfen.
Darum mache ich mir Gedanken, wie ich - auch in starken Schmerzzuständen - besser zu meinem Körper finden kann und eben nicht verkrampfe und sozusagen nicht mehr nur "ausgeliefert" bin.
Dass also die Voraussetzung geschaffen werden kann, FÜR verschiedene Gebärpositionen oder Atemtechniken, die auch zur Entspannung beitragen können und nicht "nur" dem mechanischen Nutzen dienen.
Nun gut, das wollte ich nur mal als Erklärung für meine seltsam anklingende Frage beifügen.
Sehr schön finde ich natürlich auch die auf diesen Seiten befindlichen Informationen über die einzelnen Phasen der Geburt - Vielen Dank !
Liebe Grüße (morgen ist der errechnete Termin-wird vermutlich wegen Dauerfrost außerhalb von Mamis Bauch überzogen ; )
Eva. |


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