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Re: ehemaliges Frühhchen mit Komplikationen

Meine Tochter kam 27+0, sie war mein erstes Kind. Insofern war ich sehr unerfahren und alles andere als locker. Wir hatten Glueck, es war nichts Groeberes in den 3 Monaten, in denen sie auf der Neo/Intensiv war, und im ersten Jahr hatte sie einen Monitor daheim, weil es manchmal noch Atemaussetzer gab.

Jetzt ist sie 8 1/2, war ein Jahr in einer Vorschulklasse (Ich glaub das ist sowas wie bei euch die Foerderschule) und ist jetzt natuerlich bis auf ein Fluechtlingskind ohne Deutschkenntnisse die aelteste in ihrer Klasse.

Baustellen gab es immer, aber bisher alles nur Verzoegerungen, die sie aufgeholt hat.
ich habe sehr viel gefoerdert, allerdings hab ich bald den Glauben an einige der vorgeschlagenen Therapien verloren und sehr viel in Eigenregie stattdessen gemacht, Pekip, Kinderturnen, Voltigieren, Klavierspielen, Pfadfinder, Judo, weils in Kindergruppen was anderes ist.

Meine beiden Kinder (der juengere ist reif in der 42. Woche gekommen, ist jetzt 6, hat mit der Schule angefangen und ist sehr fit unterwegs) haben mit 2,5 Jahren langsam zu sprechen begonnen. Du siehst, es ist kein Fruehchenproblem, manche sind einfach frueher, manche spaeter dran, und Fruehchen sind fast immer spaeter dran, weil sie noch viele ander Entwicklungen parallel bewaeltigen muessen. Mir hat vor Jahren eine erfahrene Volksschullehrerin (Grundschullehrerin) gesagt, dass sich Fruehchenfolgen noch die ganze Volksschulzeit bemerkbar machen. Also das ist ein langer Prozess, da seid ihr mit 2 Jahren noch recht am Anfang und du musst geduldig sein.
Du schreibst, sie hat gerade Gehen gelernt. Das ist schon ein riesiger Schritt, der sehr viele Voraussetzungen in der Entwicklung benoetigt. Da sind die Ressourcen ausgelastet. Du siehst aber, dass die Entwicklung nie stillsteht, auch wenn es immer wieder Phasen gibt, wo man meint, es geht gar nichts weiter. Es geht aber auch in diesen Phasen sehr viel weiter, aber nicht alles ist so leicht erkennbar wie Gehen lernen und Sprechen lernen. Soziale Elemente, neurologische, Wahrnehmung, Verdauung, Ausscheidungen, .... da gibt es hunderte Dinge, die laufen, ohne dass es von den Fruehfoerderungen wahrgenommen wird, und die aber auch ihren Platz, ihre Mittel und Voraussetzungen und ihre Zeit brauchen. Und vieles davon laeuft parallel, anderes wird hintenangestellt und erst zu einem spaeteren Zeitpunkt in Angriff genommen, je nach Bedarf und Moeglichkeiten. Hetzen nuetzt nichts. Was da ist, kommt, was nicht, kann auch nicht herbeigezaubert werden. Meine Erfahrung ist, es kommt fast alles, aber langsamer. In der 31. Woche ist ein Kind quasi fertig, bis auf die Augen und ein paar kleinere Reifefragen. Wenn es nie irgendein groesseres Sauerstoffproblem oder aehnliches gegeben hat, dann sind die Chancen gut, dass nach und nach alles kommt, was noch fehlt.

Alles Gute,
niki

von niccolleen am 22.09.2017, 8:39 Uhr

 

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