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Warum fremdeln Babys?

Warum fremdeln Babys? Bis etwa zum sechsten, siebten Monat lachen Babys fast jeden an, der sich ihnen freundlich lächelnd nähert. Doch dann beginnen sie, zu vergleichen, indem sie z.B. die Mutter und eine fremde Person abwechselnd betrachten und unter Umständen erstmals zu dem Schluss kommen: "... den - oder die - kenne ich ja gar nicht!"

Und dann geht oft das Heulen los! Vorher dachte das Baby nicht weiter darüber nach ob es jemanden schon länger kennt, oder nicht. Die wichtigste Bezugsperson war die Mutter, die es an der Stimme, am Geruch und am Aussehen erkannte und mit ihr ein warmes Fläschchen oder eine warme Brust, Sicherheit und Geborgenheit verband. Wenn neben Mami noch andere freundliche Gesichter auftauchten, waren sie eine willkommene Abwechslung und immer ein Lächeln wert.

Mit sieben, acht Monaten werden diese Gesichter dann aber genauer betrachtet - miteinander und mit dem Gesicht der Mutter verglichen. Folgt nun die plötzliche Feststellung: "... den - oder die - kenne ich ja gar nicht !", macht sie Angst und verunsichert - womöglich sogar Oma oder den Opa, wenn deren freundliche Annäherungsversuche nun unerwartet mit ohrenbetäubendem Protest quittiert werden. In dieser Phase der Verunsicherungen, hervorgerufen durch eine ganz neue Qualität bewusster Wahrnehmung hat meist nur noch eine Person Babys ganze Sympathie: Mami.

Manche Babys fremdeln sogar beim Papa: Sie fangen an, sich zu versteifen, brüllen und wollen lieber von Mama ins Bett gebracht werden. Denn meist ist Papa voll berufstätig und den ganzen Tag auf Arbeit. Kommt er dann am Abend nach Hause, wird er erst einmal als "fremd" eingestuft. Davon sollten sich die Papas aber nicht beunruhigen lassen, häufig legt sich diese Phase, wenn das Kind begriffen hat, dass Papa immer erst abends nach Hause kommt. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem der Papa wieder mit offenen Armen und strahlenden Augen zu Hause empfangen wird.

Und Mami darf ruhig stolz darauf sein, denn das Lächeln, mit dem sie nun freundlich begrüßt wird, ist ein anderes Lächeln, als das zuvor. Dieses Lächeln ist ein ganz persönlicher Gruß, mit dem es seine Liebe und sein Wiedererkennen ausdrückt.

Wann diese Phase - das "Fremdeln" beginnt, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Der Höhepunkt liegt aber um den achten Monat herum, weshalb man auch von der "Achtmonatsangst" spricht. Während einige Babys bereits mit vier, fünf Monaten erste Anzeichen von Angst Fremden gegenüber zeigen, reagieren andere erst mit einem Jahr ängstlich. Ob früher oder später - nahezu alle Kinder zeigen während dieser Entwicklungsphase (an die Stelle des blinden Vertrauens in Unbekanntes tritt ein Misstrauen vor Neuem) das sogenannte "Fremdeln". Es ist ein völlig natürlicher Vorgang und kann kaum verhindert werden. Erleichtern kann man den Kindern diesen Entwicklungsschritt, indem man sie möglichst früh an den Umgang mit fremden Personen gewöhnt.

Mamis "Schutz" ist wichtig

In dieser Phase ist es für die Kleinen ganz wichtig, dass sie von ihrer Mutter richtig verstanden werden. Sie möchten weder Mamis Nerven auf die Probe stellen noch die Familie an den Rand der Verzweiflung treiben - ihre Angst ist echt. Was sie nun brauchen, ist eine Mami, die zu ihnen hält und sie beschützt. Ein sicherer Hafen, aus dem heraus sich die Welt entdecken lässt, und in den man sich schnell zurückziehen kann, wenn man das Bedürfnis dazu hat. Am Rockzipfel zu hängen hat viel mit "sich festhalten" zu tun. Mamis sollten diese Beschützerrolle, die ihnen von ihrem Kind zugewiesen wird, unbedingt akzeptieren und auf Signale von Berührungsängsten Fremden gegenüber reagieren. Zum Beispiel, indem man für eine "sichere" Distanz zu der betreffenden Person sorgt, ein paar Schritte mit dem Kind zurückgeht, es streichelt, auf den Arm nimmt und beruhigend mit ihm spricht.

Ganz falsch wäre es, Kontakte zu erzwingen (z.B. mit dem Kind auf dem Arm auf die betreffende Person zuzugehen) - sich über die Angst lächerlich zu machen oder zurechtzuweisen. Kinder brauchen Zeit, von sich aus Kontakt aufzunehmen. Gibt man ihnen diese Zeit, beginnen sie meist von ganz allein - aus Mamis sicherer Geborgenheit heraus - zu flirten: den "Fremden" abwechseln verstohlene Blicke zuzuwerfen und schnell wieder wegzusehen.

Sicher ist es für Mütter nicht immer einfach, diese starke Fixierung zu akzeptieren. Doch wenn man erst einmal verstanden hat, wie real die Angst, wie wichtig das Sich-verlassen-können auf Geborgenheit bei der Mutter, auf ihre Liebe und Zuneigung für das Kind ist, nimmt man diese Rolle gern in Kauf - und entwickelt vielleicht sogar ein wenig Stolz darauf. Angst begleitet Kinder durch all ihre Entwicklungsphasen hindurch - von der Geburt bis auf den Schulhof. Ein Säugling in seinem Bettchen schreit oftmals einfach deshalb, weil er sich alleingelassen fühlt und ängstlich ist - ein Krabbelkind, weil Mami aus der Tür geht und es tatsächlich fürchtet, dass sie nicht zurückkommt. Die meisten älteren Kinder haben immer wieder einmal Angst vor dem Einschlafen. Mit dem Vermitteln von Geborgenheit kann man den Kleinen schon viele Ängste nehmen.

Da parallel zum Fremdeln, das - wie gesagt - ganz normal ist, auch die kindliche Neugier an anderen Menschen ständig zunimmt, verliert sich die meiste Angst vor Unbekannten in aller Regel bis zum 15. Lebensmonat weitgehend.

Dennoch bleibt es oft noch während des ganzen zweiten Lebensjahres schwierig, Kinder an fremde Personen - z.B. einen Babysitter - zu gewöhnen. Das sollte Eltern aber nicht davon abhalten, es mit neuen Kontakten immer wieder einmal vorsichtig zu versuchen. Denn haben Kinder in der Fremdelphase nur wenig Gelegenheit, Fremde kennenzulernen (unter Mamis Schutz natürlich), so kann sich das Fremdeln zum Ende des zweiten Lebensjahres noch einmal verstärken.

So kann man den Kleinen helfen

Auslöser für die Fremdel-Anzeichen sind zum einen Angst vor dem Unbekannten, zum anderen - gleichzeitig - die Angst vor der Trennung von der Mutter. Hilfreich kann es deshalb sein, kleine "Trennungen" schon früh zu üben. Besonders geeignet ist das wohl jedem bekannte Guck-Guck-Spiel: Man versteckt sich hinter einer Tür, einer Gardine oder hält sich einfach ein Tuch vor das Gesicht, ruft "guck-guck", kommt aus seinem "Versteck" hervor und sagt "... da !" Nach kurzer Zeit wird das Kind das Tuch selbst wegreißen wollen und sich vergnügt freuen, wenn es Mami "wiederfindet". Hinter einer Gardine oder hinter einem Sessel kann man sich von kleinen Krabblern auch prima "entdecken" lassen. Mit der Zeit kann man solche Spiele ein wenig steigern, indem man für einen Moment die Tür hinter sich zuzieht und vielleicht anlehnt (nicht schließen - das hat etwas "Endgültiges" und kann schnell zu Angst und Schreien führen) bevor man sich wieder zeigt. Spielen sollte man auf diese Weise aber nur, solange die Kleinen Spaß daran haben - und nicht versuchen, die "Grenzen" dessen zu testen, was an Trennung schon möglich ist.

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