Langsam oder lieber alles auf einmal ?

 Biggi Welter Frage an Biggi Welter Stillberaterin der La Leche Liga Deutschland e.V.

Frage: Langsam oder lieber alles auf einmal ?

Hallo, Unsere Tochter (5,5 Monate) wird abgesehen von mittags und den ersten Anfängen von Abendbrei noch voll gestillt. Spätestens an Weihnachten möchte ich abstillen (dafür gibt es verschiedene Gründe). Sollte ich dieses jetzt schon vorsichtig anbahnen indem ich schon mal Flaschenmilch anbiete ? Wie mach ich das am besten ? Oder warte ich bis Weihnachten und ersetze dann mit einem Mal alle verbliebenen Mahlzeiten durch Flasche ? Ich hatte von Anfang an immer eher zu viel Milch, von daher ist auch die Frage welche Methode für mich die beste ist. Vielen Dank für die Hilfe

von Lilamaus81 am 17.11.2016, 14:04



Antwort auf: Langsam oder lieber alles auf einmal ?

Liebe Lilamaus81, Du kannst ganz langsam eine Mahlzeit nach der anderen durch Säuglingsmilch ersetzen. Sobald sich die Brust gespannt anfühlt oder schmerzt, solltest Du entweder gerade so viel Milch ausstreichen, dass die Spannung nachlässt oder (falls die Brust nicht gestaut ist und "nur" schmerzt) die Brust kühlen. Bitte streiche wirklich nicht mehr aus, als unbedingt notwendig, sonst wird die Milchproduktion wieder angeregt. Deine Brust wird sich daran gewöhnen, dass die Nachfrage nicht mehr gegeben ist und die Milchproduktion immer weiter verringern und schließlich ganz einstellen., aber sie braucht etwas Zeit dazu. Es ist auch empfehlenswert, den Salzkonsum während des Abstillens einzuschränken. Es ist nicht notwendig die Flüssigkeitszufuhr einzuschränken, trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Wenn Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. (mehr) hast, besteht kein Handlungsbedarf mehr. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht `schlecht"). Falls Du dich für naturheilkundliche oder homöopathische Mittel zur Unterstützung des Abstillprozesses interessierst, wende dich bitte an einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder eine Hebamme. Besprich mit deiner Kinderärztin/arzt welche künstliche Säuglingsnahrung Du verwenden solltest. Pre Nahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist als Ersatz für die Muttermilch für das gesamte erste Lebensjahr (bis das Kind an normale Kuhmilch gewöhnt werden kann) geeignet. Gegebenenfalls kannst du auch verschiedene Sorten Ersatzmilch anbieten, vielleicht schmeckt deinem Baby eine bestimmte Sorte nicht. Für das komplette Abstillen solltest Du in etwa sechs bis acht Wochen einrechnen, dieser Zeitraum ist realistisch, wenn Du Probleme mit der Brust vermeiden willst und gibt auch dem Kind Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. LLLiebe Grüße Biggi

von Biggi Welter am 17.11.2016



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