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Hastig trinken und Luft schlucken

Frage von schnurpsi  -  25.02.2005
Hallo,

ich mache mir im Moment leichte Gedanken um meinen 5 Tage alten Sohn Jari, er trink von Anfang an super an der Brust, hatte damit keine Probleme, die Milch ist auch sofort eingeschossen, so das Jari immer schon ganug Milch hatte.
Nun mein Problem, er trink immer sehr hastig, muß ihn auch oft aufstoßen lassen, habe jetzt Angst das er dadurch Blähungen bekommt, da Jungs da ja sowieso anfälliger sind.
Kann man da was machen das er nicht so viel Luft schluckt während dem trinken?

Liebe Grüße

Alex

Hastig trinken und Luft schlucken

Antwort von vic04  -  25.02.2005
Hallo, hatte dasselbe Problem bei meiner Tochter.Sie ist jetzt 4 Mon und trinkt manchmal noch sehr hastig. Hab sie immer angelegt bevor sie richtig unruhig war vor Hunger,da trank sie nicht so schnell. Wenn du wartest bis er richtig schreit, ist der Hunger dann zu groß ,da kann es gar nicht schnell genug gehen bei den Mäusen. (war bei mir zumindest so) Eh ich die Signale raus hatte, wann es Zeit zum Stillen ist. Manchmal red ich immer beruhigend auf sie ein, das hilft auch.Ansonsten läßt das alles nach mit der Zeit. Hoffentlich hilft dir das etwas..... Viele liebe Grüße und noch alles Gute!

 
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Hastig trinken und Luft schlucken

Antwort von Biggi Welter  -  25.02.2005
Liebe Alex,

beobachten Sie einmal ganz genau, wie die Stillmahlzeit abläuft:
Verschluckt sich das Baby sehr leicht? Haben Sie den Eindruck, dass die Milch sehr rasch aus der Brust fließt? Fließt dem Kind Milch aus den Mundwinkeln, weil es beim Schlucken nicht nachkommt?
Wenn Sie die obigen Fragen mit "Ja" beantworten können, dann könnte es sein, dass Sie einen sehr starken Milchspendereflex haben und Ihr Kind nicht nach kommt und deshalb viel Luft schluckt.

Bei einem sehr starken Milchspendereflex hat es sich bewährt, das Baby von der Brust zu nehmen sobald die Milch zu fließen beginnt (legen Sie sich eine Windel zum Auffangen der Milch hin) und erst nach ein bis zwei Minuten weiter zu stillen, wenn der Milchfluss etwas nachlässt. Eine weitere Möglichkeit ist das "Berg auf Stillen". Dazu halten Sie Ihr Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als Ihre Brustwarze. Beim Stillen mit dem Rückengriff lehnen Sie sich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützen Sie Ihr Baby von unten mit zwei Kissen in Ihrem Schoß und lehnen sich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück.

Weitere Möglichkeiten bei einem starken Milchspendereflex sind:

erhöhen Sie die Häufigkeit der Stillmahlzeiten. Dadurch verringert sich die Menge der gestauten Milch in den Milchseen und damit die Milchmenge, die während des Milchspendereflexes freigegeben wird. Wenn Sie die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten vergrößern, verschlimmert sich das Problem noch weiter.

bieten Sie nur eine Brust pro Mahlzeit an. Dieser Vorschlag passt nicht zu dem, was üblicherweise gesagt wird. Aber das Ziel ist es die Brust weniger zu stimulieren. Wenn Ihr Baby quengelt und oft trinken möchte, kann es nötig sein, dass Sie ihm mehrere Male diesselbe Brust über einen Zeitraum von zwei bis drei Stunden anbieten, bevor Sie die Seite wechseln Wenn sich die zweite Brust zwischendrin zu voll anfühlt oder spannt, sollten Sie gerade soviel Milch ausstreichen, dass Sie sich wohlfühlen, um die Milchproduktion nicht zu sehr anzuregen.

stillen Sie Ihr Baby wenn es gerade wach geworden ist. Es wird dann eventuell nicht so stark saugen, wie wenn es richtig wach und hungrig ist. Wenn das Baby weniger intensiv saugt, ist häufig auch der Milchspendereflex weniger stark.

versuchen Sie verschiedene Stillpositionen (auch das Berg auf Stillen, dazu halten Sie Ihr Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als Ihre Brustwarze. Beim Stillen im Rückengriff lehnen Sie sich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützen Sie Ihr Baby von unten mit zwei Kissen in ihrem Schoß und lehnen sich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Eventuell kann Ihr Baby auch schon an ihrer Brust trinken während es auf Ihrem Bauch liegt. So könnten Sie im Liegen stillen und das Baby anschließend auf Ihrem Bauch einschlafen lassen.)

lassen Sie das Baby oft aufstoßen.

vermeiden sie den Gebrauch von künstlichen Saugern und Schnuller. Mit dem Schnuller lässt sich ein Baby vielleicht hinhalten, aber es bleibt hungrig. Die Milch wird dann um so mehr mit Macht herausschießen, vor allem je mehr das ausgehungerte Baby kräftig saugen wird.

Falls Ihr Baby eine Flasche oder einen Schnuller bekommt, kann es auch sein, dass es mit dem Wechsel zwischen den beiden Saugtechniken nicht zurecht kommt und nun deshalb an der Brust frustriert reagiert.

In jedem Fall ist es empfehlenswert, dass Sie sich mit einer Stillberaterin in Ihrer Nähe in Verbindung setzen und sich beim Stillen zuschauen lassen. Aus dem, was die Kollegin sieht, kann sie Rückschlüsse ziehen und Ihnen dann gezielte Tipps geben.

Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus.

LLLiebe Grüße
Biggi Welter

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