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Beitrag aus dem Forum:     Medikamente in der Schwangerschaft

Trevilor retard

Frage von Amina  -  03.12.2004
Ich habe jetzt erst die SS festgestellt, bin in der 5. SSW.
Ich nehme Trevilor retard 150mg, mein Neurologe hat gemeint, daß ich das Medikament weiternehmen soll.
Aber jetzt entwickelt sich doch das Gehirn. Außerdem wurde mir von meinem Hausarzt gesagt, daß Trevilor noch sehr neu ist und noch keine Auswirkungen für das Ungeborene ind er Schweangerschaft vorliegen.
Was soll ich tun?
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Amina
Trevilor retard

Antwort von Dr. Paulus  -  06.12.2004
Tierversuche mit Ratten in 11-facher Dosis und Kaninchen mit 12-facher Dosis gegenüber dem humantherapeutischen Bereich ergaben keinen Anhalt für ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko unter Venlafaxin.
Während der klinischen Studien traten 10 Schwangerschaften ein, bei denen eine Exposition zwischen Tag 10 und 60 stattfand. Allerdings liegen nur Informationen über 4 Schwangerschaftsausgänge vor, die jedoch unauffällig erschienen.
Eine neuere prospektiv kontrollierte Multicenterstudie berichtet von 150 Schwangerschaften unter Medikation mit Venlafaxin im ersten Schwangerschaftsdrittel: Neben 7 Schwangerschaftsabbrüchen und 18 Fehlgeburten wurden 125 Neugeborene registriert. Darunter befanden sich zwei Kinder mit einer schwereren Anomalie: 1 x Hypospadie (Harnröhrenfehlmündung), 1 x Neuralrohrdefekt (offener Rücken) mit Klumpfuß. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne problematische Medikation fanden sich keine signifikanten Unterschiede im Schwangerschaftsausgang (Einarson et al 2001).

Uns sind bisher 35 Rückmeldungen nach Exposition mit Venlafaxin in der Frühschwangerschaft bekannt:
3 x Schwangerschaftsabbruch
6 x Spontanabort
22 x unauffälliges Neugeborenes
4 x angeborene Anomalie (3 x Nierenstau, 1 x Trisomie 21)

In unserem kleinen Kollektiv fällt die Häufung von Nierenstörungen auf. Allerdings ist die Aussagekraft bei derart kleinen Fallzahlen noch eingeschränkt.

Erprobtere Antidepressiva wie Amitryptilin, Fluoxetin oder Citalopram wären in der Schwangerschaft grundsätzlich vorzuziehen.

Die kanadischen Gesundheitsbehörden warnen neuerdings vor kindlichen Komplikationen bei der Einnahme von Citalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Mirtazapin, Paroxetin, Sertralin und Venlafaxin sowie Bupropion im letzten Schwangerschaftsdrittel. Atem- und Ernährungsstörungen, Krampfanfälle, Muskelrigidität, Unruhe und anhaltendes Schreien können verlängerten Krankenhausaufenthalt, Beatmung bzw. Ernährung per Sonde erfordern. Es kann sich dabei um direkte unerwünschte Wirkungen der Antidepressiva auf das Neugeborene oder um Zeichen eines Entzugssyndroms handeln. Die kanadische Behörde betont, dass die Behandlung von Depressionen Schwangerer unzureichend durch Studien untersucht ist. Während des dritten Schwangerschaftsdrittels könne jedoch eine langsame Reduktion der Dosis der genannten Antidepressiva ratsam sein. Keinesfalls sollten jedoch Schwangere Antidepressiva ohne ärztliche Anleitung absetzen.
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