Frage: Verständnisfrage Meningokokken- und Pneumokokkenimpfungen

Guten Tag, Professor Heininger, Ich bin etwas verwirrt, vielleicht können Sie mir Folgendes beantworten?: Es heisst doch zum einen, dass eine Titerbestimmung nur sehr bedingt etwas über den tatsächlichen Impfschutz aussagt. Und dass die Menge an Antikörpern im Blut nicht zwingend angibt, wie gut der Körper mit einer Krankheit umgehen kann. Das klingt für mich sehr plausibel. Dennoch wird, zum anderen, behauptet, Konjugatimpfungen wären Polysaccharidimpfungen in der Wirksamkeit weit überlegen, was doch genau durch Titerbestimmungen belegt wird oder? Das scheint mir unlogisch. Auch wenn eine Titerbestimmung die einzige Möglichkeit der Messung ist, dürfte man doch - dem zuvor Gesagten zufolge - solch eine Behauptung nicht aufstellen oder? Stützt sich das Ganze auf Titerbestimmungen, oder ist es tatsächlich so, dass mehr Personen ERKRANKEN, die mit Polysacchariden geimpft wurden? Vielen Dank für Ihre Zeit zur Beantwortung meiner Frage. Mit freundlichen Grüßen.

von sternchen-12 am 27.11.2013, 12:22



Antwort auf: Verständnisfrage Meningokokken- und Pneumokokkenimpfungen

hallo, Der Vorteil der konjugat-Impfstoffe im Vergleich zu den Polisaccharidimpfstoffen liegt vor allem in der unterschiedlichen Stimulation des Immunsystems. Dies lässt sich nicht unbedingt durch Titelbestimmungen zeigen, sondern betrifft andere Aspekte des Immunsystems. Zudem haben Langzeitbeobachtung den besseren Effekt gezeigt. Der Bestimmungen sind nicht die einzige Möglichkeit der Messung einer Immun-Antwort, aber die einzige allgemein verfügbare Methode. Alles Gute.

von Prof. Dr. med. Ulrich Heininger am 27.11.2013



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