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GS-Lehrer bitte zu Hilfe - Vorgangsbeschreibung

Frage von anja1166  -  01.03.2011
Ich brauch mal Hilfe. Tochterkind macht in Deutsch grad das Thema Vorgänge beschreiben. Zuerst hatten sie ein AB, auf dem die Herstellung eines Sandwiches beschrieben werden sollte. Hinweise waren: Präsens - Reihenfolge beachten - unterschiedliche Satzanfänge - und mündlich noch der Hinweis, ein Verb soll enthalten sein..
So weit, so gut.
Nun das nächste AB unter derselben Überschrift "Einen Vorgang beschreiben". "Schau dir die Bilder genau an. Beschreibe, wie man sich bei einem Feueralarm verhalten soll." Dazu Bilder und Satzbausteine der Art "sich zu zweit aufstellen", "Ruhe bewahren", "den Anweisungen der Lehrerin folgen" etc.
Der erste Satz vorgegeben "Bei einem Feueralarm stellen sich alle Kinder zu zweit auf".

So, nun hat Tochterkind ausnahmsweise mal die Aufgabe genau gelesen und beschreibt, wie man sich verhalten soll(!). Das hat sie geschrieben:
"Die Kinder sollen Ruhe bewahren. Jetzt unbedingt den Lehrern zuhören und den Anweisungen folgen. Und Fenster und Türen schließen. Wirklich unbedingt die Fluchtwege einhalten. ...."

Jetzt meine Frage: Das ist doch keine Beschreibung, sondern eine Anweisung, oder? Hätte sie nicht zwingend schreiben müssen: Die Kinder bewahren Ruhe. Sie folgen anschließend den Anweisungen der Lehrer ... "

Oder ist das egal?
(Es ist nämlich abgehakt worden ... und am Do gibt es eine Arbeit zu dem Thema)

GS-Lehrer bitte zu Hilfe - Vorgangsbeschreibung

Antwort von MamaMalZwei  -  02.03.2011
Hallo, bin zwar kein GS-Lehrer, aber diese Vorgangsbeschreibungen sind mir noch in schlechter Erinnerung geblieben.
Das mit den verschiedenen Satzanfängen ist schon okay, aber Du solltest Deinem Tochterkind sagen, dass sie bitte ganze Sätze formuliert...
Lemmi sollte damals beschreiben, wie sich sein Lehrer eine Tasse Tee aufbrüht....
Lass sie sehr ins Detail gehen, also nicht nur: Dann nimmt Herr X einen Teebeutel und hängt ihn in die Tasse, sondern auch, dass er das Wasser aufkocht, den Teebeutel mit Zitronentee nimmt, in die Tasse hängt, umrührt, nach 5 Minuten den Beutel entfernt. War jetzt das Beispiel, das er damals hatte.
Du hast übrigens recht, das Ganze liest sich nachher wie eine Anweisung, eben weil es so ins Detail geht. LG

 
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GS-Lehrer bitte zu Hilfe - Vorgangsbeschreibung

Antwort von zweimam  -  02.03.2011
Die Kinder sollen ja wohl lernen, in der richtigen Reihenfolge, detailliert und interessant (Satzanfänge) zu schreiben.

Da halte ich es wirklich für völlig irrelevant, ob die beschriebene Feuerwehrübung tatsächlich nun eine "lupenreine" Vorgangsbeschreibung oder Anweisung oder was auch immer ist.

GS-Lehrer bitte zu Hilfe - Vorgangsbeschreibung

Antwort von nischnipe  -  02.03.2011
Abgehakt heisst doch eher, dass die Lehrerin nachgeschaut hat, ob die HA überhaupt gemacht wurde. Korrigiert hat sie es ja wohl nicht, denn dann hätte sie es nicht so stehen lassen. Sie hat zwar teils schön die Anfänge variiert, aber sie hat keine vollständigen Sätze formuliert. Das sind wirklich Anweisungen und keine Beschreibungen der Abläufe.

Das ist beschreibend:
Die Kinder sollen Ruhe bewahren. Jetzt MÜSSEN SIE unbedingt den Lehrern zuhören und den Anweisungen folgen. ZUERST SCHLIESST MAN Fenster und Türen. DANN IST WICHTIG, DASS DIE SCHÜLER unbedingt die Fluchtwege einhalten. usw

Ich würde zum Üben mal eine Beschreibung gemeinsam mit ihr machen, d.h. ich würde ihr, nachdem sie einen Satz formuliert hat, Tipps geben und sie dann nochmal eine andere Beschreibung allein machen lassen und die dann mit ihr korrigieren.

GS-Lehrer bitte zu Hilfe - Vorgangsbeschreibung

Antwort von anja1166  -  02.03.2011
"Abgehakt heisst doch eher, dass die Lehrerin nachgeschaut hat, ob die HA überhaupt gemacht wurde. Korrigiert hat sie es ja wohl nicht, denn dann hätte sie es nicht so stehen lassen. Sie hat zwar teils schön die Anfänge variiert, aber sie hat keine vollständigen Sätze formuliert. Das sind wirklich Anweisungen und keine Beschreibungen der Abläufe."

Danke, das bestätigt ja meine Einschätzung. Das mit dem Abhaken war eben Grund meiner Frage. In der Regel wird bei HA von den Lehrern nämlich nicht "nur" abgehakt, sondern auch mit korrigiert bzw. auf Fehler hingewiesen. Die reine Erstellung von HA wird von den Lehrern gar nicht, sondern allenfalls in der OGS abgehakt. Daher kam meine Verunsicherung. Vielleicht hat Tochterkind das aber auch einfach verwechselt, so dass der Haken doch gar nicht von der Lehrerin war.

Und als Übung werden wir heute mal irgendeine Beschreibung machen.

GS-Lehrer bitte zu Hilfe - Vorgangsbeschreibung

Antwort von anja1166  -  02.03.2011
Tochterkind ist in der Hinsicht einfach eine ziemliche Zicke. Bei der notierten Regel "In jeden Satz gehört ein Verb" beharrte sie auf ihrer Variante: "Das sind doch Verben drin". Die Tatsache, dass es aber keine normalen Sätze mit Subjekt+Prädikat (die Begriffe haben sie auch noch gar nicht) sind, war ihr zumindest gestern nicht begreiflich zu machen.

GS-Lehrer bitte zu Hilfe - Vorgangsbeschreibung

Antwort von nischnipe  -  02.03.2011
Ja, das kann ich mir vorstellen. Das ist nicht einfach zu erklären, bin halt auch nicht vom Fach ;-) Aber evtl. meldet sich ja noch eine Lehrerin.
Vielleicht klappt es, indem du ihr sagst, es muss auch außer dem Verb noch eine Person mit in den Satz, die das "Verb" ausführt ?

GS-Lehrer bitte zu Hilfe - Vorgangsbeschreibung

Antwort von Franz Josef Neffe  -  02.03.2011
UNTERricht - manchmal kommt es so deutlich raus wie hier - hat gar nicht die Aufgabe, dass man was "fürs Leben" lernt, es geht einfach darum, dass sich DIE UNTEN nach DENEN OBEN richten müssen. Darüber diskutiert Ihr, das übt Ihr ein und darin, wollt Ihr, soll Euer Kind gut werden.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer drehen sich mir die Zehennägel auf.
Als erstes sehe ich, dass offensichtlich niemand - weder Lehrer noch Eltern - SprachGEFÜHL - wichtig ist. Aus welchem Grund tut Ihr überhaupt, was sie tun??? Hat das was mit Sprache, mit sprachlicher Mitteilung zu tun? Was ist Euer tatsächliches Bedürfnis, das das Kind mitteilen mit seiner Beschreibung soll? Was soll das Kind tun mögen wollen???
Was möchte die Lehrerin tatsächlich von ihm? Was wollen die Eltern? Was will das Kind selbst? Also ich als Kind, wollte vor allem meine Ruhe vor Euch allen Erwachsenen haben. Jeder macht an mir rum und es schaut noch nicht mal einer genau hin, was er damit bewirkt! Ich fände so eine "zickige Schülerin" besonders interessant. Ich würde mit ihr erst mal genau anschauen, was Ihr alle nicht an ihr versteht. Dann würden wir uns anschauen, was Euch treibt, es so zu machen. Und dann würde Euch das Kind bald besser verstehen als Ihr selbst. Dann wirds lustig.
Wenn es dann BESSER mit Euren Talenten umgeht als Ihr, bekommt es mehr EINFLUSS auf Euch als Ihr.
Zuerst erfahren wir aber mal in kleinen Experimenten, wie sie selbst ihre Talente aufrichten, stärken, zum Wachsen bringen, neu orientieren und mit ihnen Probleme lösen kann.
Dann machen wir uns klar, dass man fürs Schreiben zuerst immer einen wichtigen, guten Grund braucht. Meinetwegen schreibe ich, um den Lehrer zu ärgern (oder zu erfreuen). Dann überlege ich mir, ob er mich versteht und wie meine Wirkung ist. So, und jetzt, wenn ich mich gut und stark fühle, schaue ich mir die 3 oder vier Punkte an, auf die es ankommt. Dann setze ich nicht kpnstlich unds formal immer andere Satzanfänge sondern ich fange genau mit dem an, das ich ihm unter die Nase reiben will. Da bekommt selbst so eine langweilige Vorgangsbeschreibung auf einmal Pfeffer. Ich erzeuge eine andere Schwingung, eine andere Atmosphäre. Das eröffnet mir EINFLUSS. Wenn ich mich nur QUÄLE, hat mein Text die Schwingung der QUAL - und dann brauche ich mich nicht zu wundern, wenn ich mit der Note wieder zurückgequält werde.
Überleg es mal! Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe


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