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Fläschchennahrung |
| Geschrieben von lanti am 19.02.2013, 14:27 Uhr. |
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Re: Die große Milch-Verwirrung :)
Hallo,
vorab schon mal in Kurzform: wenn der Kleine mit der Hipp Combiotik Pre Milch gut zurecht kommt und satt ist, würde ich bis zum Ende der Fläschchenzeit (unabhängig davon in welchem Alter das ist) dabei bleiben. Denn welchen Grund sollte es geben umzustellen, wenn so alles gut klappt?
Pre Milch und 1er Milch sind Anfangsnahrungen, die voll vitaminisiert, voll mineralisiert und im Eiweiß voll adaptiert sind. Pre Milch enthält wie Muttermilch nur Laktose während 1er Milch zusätzlich Stärke enthält, die langsamer verdaut wird und länger sättigen soll, was bei sehr großen Trinkmengen hilfreich sein kann (außerdem ist sie sämiger was manchmal eine gute Alternative zu AR Spezialnahrung ist).
Diese Anfangsnahrungen sind als Muttermilchersatz und Hauptnahrungsmittel am besten geeignet und in der Regel die komplette Fläschchenzeit über ausreichend. Sie werden dann halt mit der Zeit durch altersgerechte Beikost ergänzt.
Die Inhaltsstoffe von Folgemilch unterliegen weniger strengen gesetzlichen Vorgaben als die von Anfangsnahrung, so dass man bezüglich der Verwendung von Glucosesirup und Aroma (in Hipp Bio 2 und Combiotik 2 nicht enthalten) gut auf die Zutatenliste achten muss. Hinsichtlich der Zusammensetzung ist Folgemilch kein Muttermilchersatz, sondern eher flüssige Beikost (vorzugsweise gibt man aber ja feste Beikost, die Dein Kleiner ja auch prima annimmt). Der Einsatz von 2er Milch kann im Einzelfall sinnvoll sein, ist es aber nicht generell ab einem bestimmten Alter. 3er Folgemilch würde ich gar nicht geben.
Kindermilch ist ebenso wie andere stark beworbene Kinderprodukte (Kiri, Fruchtzwerge etc.) enthält zum Teil wenig sinnvolle Zusätze und ist überflüssig, wenn das Kind ausgewogen ernährt wird und das strebt man ja eigentlich an (Du zumindest ).
Kuhmilch/Vollmilch ist kommt ohne künstliche Zusätze aus, ist aber im Eiweißgehalt nicht auf die Bedürfnisse von Kindern angepasst. Daher muss man zwar auf die Menge achten (im ersten Jahr bis zu 200 ml im Milchbrei, danach weiterhin nur 200 ml aber ggf. auch in Form anderer Milchprodukte, ab 18 Monaten um die 300 ml pro Tag), kann Vollmilch aber durchaus in eine gesunde Ernährung integrieren.
Welche Milch und Milchprodukte man also ab etwa 1 Jahr gibt, hängt vor allem auch von der Ernährung insgesamt ab.
Wenn der Kleine noch zwei Fläschchen trinkt, würde ich hierfür keine Vollmilch verwenden, weil dadurch vermutlich auch bereits die 200 ml überschritten oder erreicht werden.
Bekommt das Kind eine komplette Portion Vollmilchbrei aus 200 ml Milch oder 200 ml Kuhmilch aus dem Fläschchen, bleibt kein Raum mehr für Joghurt, Käse und Frischkäse etc. - was ich persönlich schade finden würde. Ist es hingegen nur eine halbe Portion z.B. plus Brot oder ein Halbmilchrei oder ein Milchbrei aus Pre Milch, kann man zusätzlich eine entsprechend Kuhmilchprodukte anbieten.
Unabhängig davon würde ich persönlich aus dem Fläschchen immer einen Muttermilchersatz sprich eine Anfangsnahrung geben (es kann phasenweise immer mal sein, dass Beikost abgelehnt und wieder mehr Fläschchen getrunken wird) und ergänzend Vollmilch aus dem Becher, Naturjoghurt mit Obst, Brot mit Käse oder Frischkäse, Milch oder Joghurt im Müsli usw. - allein schon damit das Kind auch diese Nahrungsmittel kennenlernen kann.
Auf Folgemilch und Kindermilch würde ich im Hinblick auf eine möglichst natürliche Ernährungsform nach Möglichkeit komplett verzichten und mich wie beschrieben nur Muttermilch/Muttermilchersatz (zum saugen) plus kleine Mengen Kuhmilchprodukte beschränken.
LG |
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