. Degu

Haltung & Wissen
Ernährung
Krankheiten
Zucht


Haltung & Wissen

Verwandt sind wir mit dem Meerschweinchen, aber auch mit dem Chinchilla ( Hasen? ) und
wir zählen zu der Familie der Nagetiere, denn vor uns ist nichts sicher:-).
Unsere ursprüngliche Heimat liegt in den Hochebenen und Mittelgebirgen Chiles und erst Mitte der 90 er haben wir Einzug in die Heimtierhaltung gefunden.
Wir sind sehr sozial und leben in einer mittelgrossen Gruppe zusammen, deshalb sollte man uns auch in der Heimtierhaltung nicht einzeln halten.
Wir benötigen einen Käfig, der eigentlich nicht gross genug sein kann, mit vielen
Kletter - und Springmöglichkeiten (Äste, Laufrad, Bretter, Häuschen ).
Auch ein Laufrad sollte vorhanden sein, sowie gute Versteckmöglichkeiten sollte unser Heim besitzen.
Alle 1- 2 Wochen sollte man uns zur Fellpflege ein Sandbad ( Chinchillasand ) zur Vergügung stellen.
Die Zimmertemperaturen sollten 15 Grad nicht unterschreiten und unser Käfig muss zugfrei stehen.
Degus können zwischen 4 und 6 Jahre alt werden.


nach oben


Ernährung

Vorsicht ist geboten bei Futter, welches Zucker (Obst) enthält, da wir nicht in der Lage sind größere Mengen davon abzubauen. Schon nach wenigen Monaten können wir an Diabetes erkranken, was leider oftmals erst bemerkt wird, wenn wir zb eine Trübung der Augenlinse haben.
Mittlerweile gibt es im Handel Degufutter, aber auch Meerschweinchen-, Goldhamster- und Chinchillafutter sind geeignet. Allerdings enthält es oft zuviele Sonnenblumenkerne und Nüsse, welche wiederum zur Verfettung führen.
Ansonsten fressen wir gern Tomaten, Zucchini, Broccoli, Salat, Gurke, Wild - Gräser, Kräuter, Kohlrabi, Chicoree, Möhren...und Löwenzahn ist für uns eine willkommene Abwechslung.
Ganz wichtig für unsere Ernährung ist Heu. Dies sollte für uns immer zugänglich sein, denn
wir fressen es nicht nur gern, sondern wir polstern auch unsere Nester damit aus.
Hin und wieder mögen wir ein Stück hartes Knäckebrot oder normales Brot, damit wir unsere Zähne abnutzen können. Ansonsten sollten sich in unserem Heim immer Äste befinden, denn wir knabbern sehr gern daran herum und zum springen eignen sie sich ebenfalls hervorragend.
Ein Futternapf für uns ist eigentlich nicht so das Wahre. Da wir uns in der freien Natur unser Futter hart erarbeiten müssen, kannst auch du es uns einfach in den Käfig streuen.
Frisches Trinkwasser muss uns immer zur Verfügung stehen.


nach oben


Krankheiten

Hin und wieder kommt es zu Rangkämpfen und somit zu Bissverletzungen, welche in der
Regel aber selbst wieder verheilen.
Größere Wunden sollten mit einer antibiotischen Salbe versorgt werden.

Auch wenn uns ein Stück vom Schwanz fehlt können wir uns der Situation anpassen - dennoch, niemals einen Degu am Schwanz hoch nehmen!!!!

Erkältungen kommen leider häufiger vor.
Man bemerkt es an dem häufigen Niesen oder die Augen sind verklebt.
Bitte einen Tierarzt aufsuchen, da meist ein Antibiotika verordnet werden muss.
Die Tiere benötigen in dieser Zeit eine extra Portion Wärme, etwa durch einen Strahler, welchen man in einem gewissen Abstand über den Käfig anbringen kann.

Diabetes ist bei Degus noch nicht therapierbar, deshalb achte bitte auf den Speiseplan!

Kratzt sich der Degu oft oder weist gar kahle Stellen im Fell auf, so deutet dies auf Haut- und Fellparasiten hin.
Bitte den Tierarzt aufsuchen, er wird ein Milbenpulver oder Spray verordnen.

Bei Durchfallerkrankungen reicht man dem Degu ein paar Tage lang nur Heu!


nach oben


Paarung und Zucht

Die Hoden des männlichen Degus befinden sich in der Bauchhöhle, so das man sie nur aufgrund des unterschiedlich großen Abstandes vom After bis zum Geschlechtsteil unterscheiden kann.
Beide Geschlechter haben, wie das Chinchilla auch, so einen kleinen Zipfel.
Bei weiblichen Tieren ist der Abstand deutlich geringer als bei einem männlichen Tier.
Dieser liegt bei wenigen Millimetern, während der bei einem Männchen ca. 1 cm beträgt.
Weibliche Tiere sind schon im Alter von knapp 8 Wochen zeugungsfähig, männliche Tiere
ein paar Wochen später.
Die Tragzeit ist verhältnismäßig lang, sie liegt bei 3 Monaten (85- 93 Tagen).
Die Kleinen kommen schon mit Fell und meistens auch mit geöffneten Augen auf die Welt. Ein Wurf umfasst zwischen zwei und sieben Knirpse, selten sind es mehr.
Männliche Tiere brauchen nicht aus den Käfig genommen werden, sie kümmern sich
ebenfalls um die Kleinen.
Nach 4-6 Wochen können sie von der Mutter getrennt werden.


nach oben


zurück