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Oma und Opa

Oma und Opa - Warum sie für Kinder so wichtig sind

Großeltern sind einfach unersetzlich. Unermüdlich spielen sie mit ihren Enkeln, trösten sie bei kleinen und größeren Kümmernissen, erzählen die spannendsten Geschichten. Sie stehen den Eltern zur Seite, betreuen die Kinder und geben so manche Finanzspritze: Ohne sie würde in vielen Familien einiges nicht laufen.

Die Großeltern können Zeit investieren

"Markus ist bei seiner Oma, während ich im Büro bin!" In etwa der Hälfte aller Familien kümmern sich die Großeltern um die Kinder, wenn Mama arbeitet - zumindest bis die Kleinen in den Kindergarten kommen. Oft ist es ausschließlich Oma und Opa zu verdanken, dass beide Eltern unbelastet arbeiten können. Oder Alleinerziehende in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Bereitwilligkeit der Großeltern, Zeit zu investieren, macht sie zu optimalen Babysittern. Und natürlich die Tatsache, dass sie ihre Enkelkinder lieben.

Sogar Großeltern, die selbst noch berufstätig sind, widmen ihre Freizeit meistens gerne den Enkelkindern. Oder halten Eltern zumindest den Rücken frei, wenn diese mal einen Abend ausgehen oder eine Woche Urlaub zu zweit genießen wollen. Um mit ihren Enkeln zusammen zu sein, nehmen sie manche Unannehmlichkeit auf sich. Ein Stück weit vielleicht auch, weil sie bei den Enkeln nachholen können, was sie bei den eigenen Kindern mitunter versäumt haben, weil Sie zu viel um die Ohren hatten.

Die großelterliche Geduld ist nahezu grenzenlos

"Nochmal vorlesen, nochmal spielen, nochmal erzählen" - Großeltern geben dem Drängen ihrer Enkel meistens gerne nach. So kauft Opa an diesem Nachmittag bereits das siebte Mal in Lisas Kaufladen ein. Übt ein ums andere Mal mit ihr, die Schleifen an den Schuhen zu binden. Und Oma lässt sich überreden, mit Markus dasselbe Bilderbuch immer wieder anzuschauen. Unbelastet von Alltagshektik und Termindruck gelingt es Großeltern, aus einer nahezu unerschöpflichen Quelle der Geduld zu schöpfen. Das macht sie für Kinder so wertvoll. Zu erleben, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden, vermittelt ihnen Geborgenheit und Sicherheit. Ein Bonus für ihre gesamte Entwicklung.

Ihr Erfahrungsschatz lässt sich kaum überbieten

Schlaflose Nächte mit dem Baby, ein trotzendes Kleinkind, eine Erkältung nach der anderen, Kosten über Kosten zu Schulbeginn - es gibt kaum etwas in einem Kinderleben, das die Großeltern nicht ebenfalls erlebt hätten. Vielleicht nicht haargenau so wie Sie und Ihr Kind, aber doch in ähnlicher Form. Sicher, dieser Wissensvorsprung kann nerven. Manchmal würden Sie vielleicht auf all die guten Ratschläge liebend gerne mal verzichten. Versuchen Sie trotzdem locker zu bleiben. Wenn Sie im Umgang mit Ihren (Schwieger-)Eltern ein paar Grundregeln beachten, können Sie von deren Erfahrung durchaus profitieren.

Oma und Opa dürfen Kinder ruhig etwas verwöhnen

Weil sie nicht die volle Verantwortung übernehmen müssen, fällt es Großeltern leichter, unverkrampft an Alltagsprobleme heranzugehen. Mal länger aufbleiben, eine doppelte Portion Nachtisch schnabulieren, beim Aufräumen etwas schlampen - bei Oma und Opa sind die Erziehungsregeln etwas lockerer. Sie dürfen ihre Enkel ruhig gelegentlich so richtig verwöhnen. Für Ihr Kind/Ihre Kinder ist das einfach paradiesisch - und später oft eine besonders schöne Erinnerung an die Kindheit.

Keine Angst! Ihre eigenen Erziehungsbemühungen werden dadurch nicht zunichte gemacht. Ihr Kind wird schnell lernen, zwischen den Zuständigkeiten von Eltern und Großeltern zu unterscheiden. Ohne große Probleme wird es sich den jeweils üblichen Spielregeln anpassen und damit klarkommen.

Sie bieten Zuflucht bei Konflikten

Ihre Sorgen, ihren Kummer können Kinder oft besonders gut bei Oma und Opa loswerden. Bessere Kinderanwälte kann es kaum geben. Sie stellen sich meistens uneingeschränkt hinter ihre Enkel und springen jederzeit für sie in die Bresche. Eltern sehen sich z.B. sich oft in der Pflicht, streng zu werden, wenn ihr Kind etwa etwas kaputt gemacht oder verloren hat. Großeltern dagegen können den kleinen Übeltäter erst einmal trösten und sich bemühen, den Schaden ohne viel Aufhebens gut zu machen.

Größere Distanz zu vielen Dingen und vor allem mehr Abgeklärtheit ermöglichen es den Großeltern oft, die gelassener zu sehen. Nicht gleich eingeschnappt sein, falls Ihr Kind ein Missgeschick oder später eine schlechte Note erst einmal der Oma beichtet. Oft profitieren Eltern und Kinder davon, wenn jemand da ist, der die Wogen glättet. Dann ist es leichter, sachlich über ein Problem zu sprechen.

Großeltern bilden die Brücke zur Vergangenheit

"Opa, erzähl doch noch mal, wie du als Kind zum Milchholen gehen musstest! Und wie das war, als die Mama den ganzen Kuchen runtergeworfen hat!" Von solchen Erzählungen können Kinder gar nicht genug bekommen. Denn sie spannen einen Bogen von ihrem eigenen Leben zur Kindheit von Mama und Papa, Onkel und Tante oder eben der Großeltern. Das ist sehr wichtig für Kinder. Es gibt ihnen Halt und Sicherheit, ihr familiären Wurzeln zu kennen. Zum anderen sind die Erzählungen der Großeltern erlebte Geschichte Und damit eine wunderbare Gelegenheit für Kinder, etwas über das Leben zu lernen.

Dorothee Walzel

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