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| Geschrieben von moechtegernmami am 08.02.2012 |
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Einschlafprobleme bei Kind (12 Monate)
Hallo Frau Schuster,
nach einem gerade wieder mal überstandenen Einschlaf"kampf" wende ich mich verzweifelt an sie. Seit 1 1/2 Monaten hat mein kleiner einjähriger Sohn enorme Probleme, sanft in den Schlaf zu finden.
Bis dahin war das Einschlafen überhaupt kein Problem - noch während des täglichen Einschlafrituals ist er friedlich eingeschlummert. Wenn er nachts aufgewacht ist, ließ er sich sehr leicht durch Schnuller und Kuscheltier wieder beruhigen.
Seit Januar ist alles anders. Er mag zum Einschlafen - wie auch am restlichen Tag - seinen Schnuller nicht mehr und brüllt sich richtig ein, wenn es ans Schlafen geht, genauer gesagt, wenn ich ihn - wie immer - ins Bett gebracht habe und ihm sonst den Schnuller gegeben hätte.
Die Ratschläge, beruhigend auf ihn einzureden, kurz raus zu gehen, dann erst wieder zu kommen, hab ich alle ausprobiert. Bei uns endet das so: sobald ich oder mein Mann wieder ins Zimmer gehen, schreit er sich erst recht in Rage. Genauso ist es, wenn wir noch in seinem Zimmer bleiben - er brüllt sich dann regelrecht ein. Was hilft: rumtragen bis er einschläft oder rausgehen, da er sich alleine schneller beruhigt als wenn man dabeibleibt. Beides ist für mich frustrierend. Die erste Möglichkeit, da ich es bald körperlich nicht mehr schaffe. Außerdem weil mir die Erziehungstipps "Beruhigen Sie Ihr Kind möglichst, in dem Sie es nicht aus seinem Bettchen nehmen" in den Ohren klingeln und mir ein schlechtes Gewissen machen. Die zweite Möglichkeit, da es mir im Herzen weh tut, wenn ich rausgehe und bete, er möge doch bitte, bitte innerhalb von fünf Minuten zu brüllen aufhören, denn länger bin ich absolut nicht gewillt, ihn alleine schreien zu lassen und gleichzeitig weiß ich, wenn ich nach der deadline, die ich mir selber gesetzt habe, wieder rein gehe, beruhigt er sich ja nicht dadurch, dass ich erscheine sondern genau das Gegenteil ist der Fall.
Fast täglich haben wir auch folgendes: ziemlich genau eine Stunde nach dem Einschlafen wird er wieder wach und fängt an zu schreien. Erst wenn er nach diesem erneuten Aufwachen in den Schlaf gefunden hat, schläft er bis zum nächsten Morgen.
Der Mittagsschlaf ist übrigens problemlos. Ich bring ihn in sein Bettchen rauf, bleib noch ein bisschen bei ihm, dann schläft er sehr schnell ein. Meist von 12 - 14:15h. Abends bringe ich ihn dann gegen 19:30h ins Bett. Zwischen 7 und 7:30h wird er morgens dann wach.
Ich sehne mich echt zurück nach den unkomplizierten Zeiten, in denen Schnuller und Stofftier geben, ausgereicht haben, ihn zufrieden zu machen.
Haben Sie einen Tipp für mich, was ich besser machen kann?
Vielen Dank!
Freundliche Grüße von moechtegernmami |


Antworten:
Nachtrag: Einschlafprobleme bei Kind (12 Monate)
Antwort von moechtegernmami am 08.02.2012
was vielleicht noch wichtig für Sie ist, um die Situation besser einschätzen oder verstehen zu können:
Unser derzeitiger Einschlaftrick; Türe offen lassen, sagen, dass ich noch ganz in der Nähe bin und ihn hören lassen, dass ich im Bad Zähne putze, im Elternschlafzimmer rumkrame, etc. dann wieder sagen, dass ich nicht weit weg bin, hift nur beim abendlichen Zubettbringen. Wenn er nach einer Stunde wieder wach wird, hilft auch der Trick nicht mehr.
Zum Einschlafritual gehört eine täglich gleiche Musik (Schlaflieder). |
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Re: Einschlafprobleme bei Kind (12 Monate)
Antwort von Ch. Schuster am 09.02.2012
Hallo moechtegernmami
Bitte versuchen Sie den Mittagsschlaf um ca. 1 Std. durch sanftes Wecken zu verkürzen.
Lassen Sie ihn abends nach dem gewohnten Einschlafritual noch ein wenig in seinem Bett mit weichem Spielzeug spielen, während seine Zimmertür geöffnet bleibt und Sie in Sicht- oder Hörweite Wäsche falten, telefonieren o.Ä.
Ihr Sohn wird dann hoffentlich bald von alleine, weil freiwillig, einschlafen, da er sich nicht unter den Druck des Schlafen-MÜSSENS gesetzt fühlt.
Das häufige Raus- und Reingehen ins Zimmer erzeugt bei den Kleinen Trennungsängste, da sie noch nicht nachvollziehen können, dass Sie auch dann da sind, wenn Sie nicht gesehen/gehört werden.
Liebe Grüße und: bis bald? |
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