 |
Keine Chance für Karies -
die erste Zahnpflege
Endlich sind sie da: Die ersten Zähnchen.
Toll sehen sie aus und werden voller Stolz gezeigt. Doch damit sie möglichst lange schön und gesund bleiben, sollten sie von Anfang an richtig gepflegt werden. |
Mit dem Schutz der Zähne kann gar nicht früh genug begonnen werden. Denn schon vor dem ersten Zahndurchbruch ist ein ausreichendes Mineralienangebot im Blut und in der Körperflüssigkeit von entscheidender Bedeutung für die Bildung widerstandsfähiger Zahnsubstanz. Um einen Mineralienmangel zu vermeiden, wird Kindern die regelmäßige Einnahme von kombinierten Vitamin D- und Fluorid-Tabletten empfohlen. Fluorid ist notwendig zur Knochen- und Zahnbildung und wirkt der Zerstörung der Zähne durch Karies entgegen.
Mit dem Zähneputzen sollte unmittelbar nach dem Zahndurchbruch begonnen werden. Bei den Allerkleinsten reinigt man die Zähne am besten mit einem feuchten Wattestäbchen. Sind schon mehrere Zähne vorhanden, können diese mit einer Kinderzahnbürste geputzt werden. Zahnpasta ist übrigens in der ersten Zeit nicht notwendig.
Zahnärzte empfehlen, die Zähne immer vom Zahnfleisch zur Zahnkrone hin zu putzen. Reinigen Sie zunächst alle Außenseiten der Zähne, dann die Innenseite der vorderen Zähne, die Kauflächen der Backenzähne und anschließend noch die Innenseiten der Backenzähne.
Sicherlich wird es nicht lange dauern und Ihr Kind will die Zahnbürste selbst halten. Lassen Sie es ruhig ein wenig damit herumspielen, sich im Spiegel beobachten oder den Zahnputzbecher ausschütten. Im spielerischen Umgang gewöhnen sich Kinder sehr schnell an die Zahnputzprozedur. Noch wichtiger ist allerdings die Vorbildfunktion der Eltern. Ihr Kind wird Sie nachahmen und es mit der Zeit ganz selbstverständlich finden, dass nach dem Essen die Zähne geputzt werden.
Schöne Theorie, sagen Sie jetzt vielleicht, aber bei uns ist das Zähneputzen ein ständiger Kampf. Lassen Sie es ruhig angehen und machen Sie ein Spiel daraus. Ständiger Zwang und Ermahnungen nehmen dem Kind den Spaß am Ausprobieren. Lassen Sie Ihr Kind einfach mal selbst ausprobieren, was man mit einer Zahnbürste alles machen kann. Lassen Sie es zuhören, wie der Backenzahn beim Putzen klingt. Führen Sie die Zahnbürste gemeinsam über die Zähne.
Bei allem Spaß sollten Sie jedoch auf das Nachputzen bestehen, denn in den ersten Jahren fehlt Kindern das motorische Geschick, um alle Zahnputzbewegungen exakt auszuführen. Die meisten Kindern haben auch nichts mehr gegen das Nachputzen, wenn sie vorher ausreichend Zeit hatten, es selbst zu probieren.
Gehen Sie mit Ihrem Kind auch ruhig schon sehr früh und dann regelmäßig zum Zahnarzt. Da in der Regel noch keine Behandlungen notwendig sind, erlebt es die Atmosphäre dort sehr unbeschwert und gewinnt Vertrauen, das für eventuell später auftretende Zahnprobleme wichtig ist.
Zahnprobleme im Milchgebiss entstehen in erster Linie durch Zucker und Säuren. Doch welches Kind lässt sich schon von Süßigkeiten abhalten. Sie können jedoch den Schaden in Grenzen halten, indem Sie Süßes direkt nach dem Essen - und damit vor dem Zähneputzen - geben. Bei vielen Kindern entsteht Karies auch durch zuckerhaltige Getränke wie gesüßte Kindertees und Säfte, insbesondere wenn sie aus der Nuckelflasche getrunken werden. Durch das permanente Nuckeln wirken die kariesauslösenden Substanzen dauerhaft auf die Zähne ein und beschleunigen die Entstehung von Karies.
Übrigens können auch Sie Karies an Ihr Kind weitergeben. Ein von Ihnen abgeleckter Kinderlöffel oder Schnuller kann die Bakterien aus Ihrem Mund leicht an Ihr Baby übertragen.
Gesunde Milchzähne sind für die etwa ab dem 6. Lebensjahr entstehenden "Erwachsenenzähne" sehr wichtig. Geben Sie dem Karies also keine Chance und schenken Sie Ihrem Kind ein gesundes Lächeln.
|