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Stufen-Ernährungskonzept

Stufen-Ernährungskonzept

Bewährt hat sich bei der Einführung von Beikost das Stufen-Ernährungskonzept. Hierbei wird das Baby schrittweise mit neuen Lebensmitteln vertraut gemacht, damit sich seine Verdauung und sein Geschmack ganz langsam daran gewöhnen können.

Wie funktioniert das Stufen-Ernährungskonzept?

Stufe 1: Beginnen Sie mit einfach zusammengesetzten Produkten, die zunächst nur eine Sorte Gemüse enthalten. Den Start machen Sie zum Beispiel mit Früh-Karotten, Pastinaken oder Kürbis. Die meisten Babys mögen den milden, leicht süßlichen Geschmack und vertragen diese Gemüsesorten gut. Füttern Sie zunächst nur ein bis zwei Löffelchen und steigern Sie die Menge langsam. Beobachten Sie Ihr Baby in den nächsten Tagen. Eine Unverträglichkeit lässt sich zum Beispiel an Verdauungsproblemen erkennen.

Stufe 2: Wenn Ihr Baby das erste Gemüse gut vertragen hat, kann der Gemüse-Brei nach etwa einer Woche durch eine weitere Zutat ergänzt werden. Gut geeignet sind hier Kartoffeln, die neben vielen Nährstoffen und Vitaminen auch hochwertige Kohlehydrate liefern. Um mit Stufe 2 (oder 3) fortzufahren, müssen Sie nicht warten, bis die komplette Milchmahlzeit ersetzt ist.

Stufe 3: Im dritten Schritt können Sie den Gemüse-Kartoffel-Brei nach etwa einer Woche entweder durch ein weiteres Gemüse oder durch Fleisch ergänzen. Auch hier gilt wieder: Beginnen Sie mit der neuen Zutat nur, wenn Ihr Baby die bisherigen gut vertragen hat.

Dieses Stufen-Konzept veranschaulicht Ihnen auch die nachstehende Grafik.

Stufen-Ernährungskonzept

Am besten mittags beginnen

Sinnvoll ist es, dem Baby die erste Beikost mittags zu füttern. Abends sind viele Kinder eher unruhig, und die ungewohnte Nahrung führt dann eventuell zu zusätzlicher Verwirrung. Am besten beginnen Sie vor der Milchmahlzeit, wenn Ihr Baby noch nicht satt ist. Füttern Sie am ersten Tag wirklich nur ein bis zwei Löffel. Anschließen darf es sich dann am gewohnten Fläschchen oder der Brust satt trinken. Nach und nach können Sie dann versuchen, die Gemüsemenge zu erhöhen, wobei die folgende Milchmenge entsprechend weniger wird. Falls Ihr Baby sehr hungrig und ungeduldig ist, können Sie das Ganze auch umdrehen und stattdessen nach der Milchmahlzeit noch ein paar Löffelchen zu geben versuchen.

Lassen Sie sich Zeit

Bei der Beikost-Einführung besteht überhaupt kein Grund zur Eile. Empfohlen wird, irgendwann zwischen dem fünften und Ende des siebten Lebensmonats eine Milchmahlzeit durch Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zu ersetzen. Die Menge dabei wiederum allmählich steigern, bis aus der Milch- eine Breimahlzeit geworden ist. Eine ganze Breimahlzeit entspricht zwischen dem 4. und 7. Monat einem Gläschen mit 190 g. Wenn Ihr Kind es damit nicht so eilig hat, braucht es halt ein wenig länger.

Auch Essen will gelernt sein

Manche Kinder essen vom ersten Tag an den Brei vom Löffelchen, als hätten sie nie etwas anderes getan. Andere verziehen erst einmal das Gesicht und schieben den Brei mit der Zunge wieder hinaus. Wenn Ihr Kind den ersten Gemüse-Brei kategorisch ablehnt, ist es vielleicht einfach noch nicht soweit. Auf keinen Fall sollten Sie es dann zwingen oder überreden. Probieren Sie es einfach in 2 Wochen noch einmal. Machen Sie sich aber generell darauf gefasst, dass anfangs mehr auf dem Lätzchen landen wird als im Mund Ihres Kleinen. Denn schließlich gilt auch beim Essen: Es ist noch kein Meister von Himmel gefallen!

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: Januar 2016

   

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