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Milchnahrung bei Allergien und Unverträglichkeiten

Bei Allergien und Unverträglichkeiten

Haben Kinderärztin oder Kinderarzt festgestellt, dass Ihr Kind unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit gegen Kuhmilch oder einer Allergie gegen Kuhmilcheiweiß leidet, braucht es eine besondere Milch.

Bitte führen Sie so eine Spezialmilch aber nicht eigenmächtig ein. Hier ist unbedingt die Rücksprache mit dem Kinderarzt notwendig. Auch kommen unterschiedliche Nahrungen in Frage, deshalb ist es sehr wichtig, sich mit dem Kinderarzt eingehend zu beraten. Ihr Baby braucht eine Milchnahrung, die genau zu seinen Bedürfnissen passt und vor allem einer Mangel- oder Fehlernährung sicher vorbeugt.

Stillen als Prophylaxe

Gerade für Kinder, die mit einer allergischen Disposition zur Welt kommen und in deren Familie es bereits Fälle von Kuhmilchallergie gibt, ist es besonders wichtig, gestillt zu werden. Muttermilch ist perfekt auf die Bedürfnisse eines Babys angepasst und vom arteigenen Eiweiß her auch am besten verträglich. Der Verdauungstrakt eines Säuglings ist noch nicht ausgereift. Es braucht einige Monate, bis der Darm ausreichend mit "guten" Darmbakterien besiedelt ist und seine Tätigkeit voll aufnehmen kann. Muttermilch ist in dieser Anfangsphase für Babys am besten verträglich und am leichtesten verdaulich. Gerade für Kinder, die erblich bedingt vorbelastet sind, ist Stillen die beste Allergie-Prophylaxe.

Kann ein Kind nicht gestillt werden, bekommt es Säuglingsnahrung. Säuglingsnahrung wird auf Kuhmilchbasis hergestellt. In seltenen Fällen reagieren Kinder darauf jedoch mit Beschwerden. Erkennen kann man Unverträglichkeiten und in sehr seltenen Fällen auch Allergien auf Milcheiweiß u. a. an Bauchschmerzen nach dem Füttern, Hautausschlag, Juckreiz, Ekzeme, Blähungen, Übelkeit oder Erbrechen. Asthmatische Reaktionen treten im Säuglingsalter nur sehr selten auf.

Diagnose vom Facharzt

Besteht der Verdacht, dass ein Baby Säuglingsnahrung nicht verträgt, sollte man zur Diagnosestellung am besten einen allergologisch spezialisierten Kinderarzt aufsuchen. Das Problem bei der Diagnose von Unverträglichkeiten: Haut- und Bluttestungen sind nicht immer eindeutig. Es bedarf deshalb auch der Erfahrung des Arztes zu erkennen, ob eine Allergie oder Unverträglichkeit vorliegt.

Erhärtet sich der Verdacht, dass eine Kuhmilcheiweißallergie vorliegt, versucht man konsequent Kuhmilch in der Ernährung zu vermeiden. Hierzu gibt es für Säuglinge apothekenpflichtige kuhmilchfreie Spezialnahrung, die der Arzt verschreibt. Wichtig zu wissen: Liegt nachgewiesenermaßen eine Unverträglichkeit gegen Kuhmilcheiweiß vor, können Sie keine herkömmliche Säuglingsmilch wie z. B. eine hypoallergene (HA) Säuglingsnahrung füttern.

Bessern sich nach ca. zwei Wochen die Beschwerden, wird in einzelnen Fällen noch eine so genannte Provokation durchgeführt. Das heißt, das Kind erhält unter ärztlicher Aufsicht nochmals die Milch, auf die es allergisch reagiert. Zeigen sich erneut Reaktionen, kann man davon ausgehen, dass die Milch der Auslöser für die Beschwerden ist. Gerade im Hinblick auf den Nährstoffbedarf von Kindern ist es wichtige, nur nach einer eindeutigen Diagnose eine langfristige Umstellung der Ernährung vorzunehmen.

Spezialmilch bei unterschiedlichen Unverträglichkeiten

Spezialnahrungen können aber auch angezeigt sein, wenn Kinder unter allergischen Veranlagung leiden oder unter einer auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten basierenden Neurodermitis.

Ebenso können Spezialnahrungen zum Einsatz kommen, wenn Kinder an einer Fructose- oder Saccharose-Intoleranz leiden, sowie bei bestimmten Erkrankungen des Verdauungssystems. Gerade bei Frühchen ist der Verdauungstrakt noch sehr unreif, deshalb können manche Bestandteile nur schlecht verarbeitet werden. Reift der Darm mit der Zeit aber aus, verschwinden oft auch die Beschwerden.

In diesem seltenen Fall kommen unterschiedliche Nahrungen in Frage, deshalb ist es sehr wichtig, sich mit dem Kinderarzt eingehend zu beraten. Ihr Baby braucht eine Milchnahrung, die genau zu seinen Bedürfnissen passt und vor allem einer Mangel- oder Fehlernährung sicher vorbeugt. Eine herkömmliche HA-Nahrung ist in diesen Fällen nicht geeignet!

Bei Verdacht auf eine Kuhmilchallergie wird der Arzt nicht gestillten Kindern eine Spezialnahrung auf Kuhmilchbasis verschreiben, in der das Eiweiß der Kuhmilch noch weit stärker aufgespalten ist als bei der herkömmlicher HA-Nahrung. Es handelt sich hierbei um therapeutische Spezialnahrungen, die besonderen gesetzlichen Regelungen unterliegen und nur in Apotheken erhältlich sind.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: März 2016

   

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