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Mit dem ersten Kindergartentag
ändert sich Vieles für die Familie. Der Tag wird strukturierter,
es ist mehr los, die Bezugspersonen ändern sich... Für
die Kinder ist das - besonders am Anfang - ein großer
Kraftakt. Ausreichend Schlaf und eine gesunde Ernährung
helfen, die nötige Energie dafür zu bekommen.
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Das Frühstück - die Grundlage für einen
guten Tag
Meistens ist es die Hektik am Morgen, die Kleinen
und Großen den Appetit verdirbt. Dabei ist gerade das
Frühstück so wichtig, um die Energiespeicher wieder
aufzufüllen. Denn während wir schlafen muss unser
Körper arbeiten, um alle Körperfunktionen aufrecht
zu erhalten. Wird die Energie nicht bald wieder nachgefüllt,
bekommen wir das zu spüren: Wir fühlen uns müde,
schlapp und unkonzentriert. Vorrausschauende Mütter stellen
den Wecker etwas früher, damit genügend Zeit fürs
gemeinsame Frühstück bleibt. Ob es dann Brot, Joghurt
oder Müsli gibt, ist reine Geschmackssache. Im Idealfall
ist etwas frisches Obst oder Saft dabei. Und für kleine
Morgenmuffel, die so früh einfach keinen Bissen herunterbringen,
gibt es wenigstens ein Glas Milch, Kakao oder Fruchtsaft.
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Die Kindergartenbrotzeit - gibt Power fürs Spielen
und Toben
Das Frühstück allein reicht nicht
aus, um bis mittags aktiv zu bleiben. Geben Sie Ihrem Kind deshalb
immer eine kleine Brotzeit mit in den Kindergarten, das gibt
Kraft fürs Spielen, Singen, Lernen und Toben. Am besten
ein dünn belegtes Brot und kleingeschnittene Früchte
oder Rohkost. Spezielle Pausensnacks können Sie sich -
genau wie alle anderen Kinderlebensmittel - getrost sparen.
Untersuchungen zeigen: fast alle sind zu süß, zu
fett und zu teuer.
Nicht nur essen, auch trinken ist wichtig. In den meisten Kindergärten
stehen Getränke kostenlos bereit. Wenn nicht, geben Sie
ihrem Kind eine Flasche mit Wasser oder Fruchtschorle mit. Erinnern
Sie ihr Kind auch zuhause regelmäßig daran, etwas
zu trinken. Denn: Bekommt der Körper zu wenig Flüssigkeit,
kann er nicht mehr richtig arbeiten.
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Das Mittagessen - schnell was Gesundes auf den Tisch
Wie ein gesundes Mittagessen für Kinder
aussieht? Gemüse oder Salat sollte immer dabei sein, auch
Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Fleisch ist zwar ein wichtiger
Eisenlieferant, muss aber nicht täglich auf den Tisch kommen,
wenn Ihre Kinder viel Vollkorngetreide essen. Denn auch darin
steckt viel Eisen. Fisch sollte es ruhig ein bis zweimal pro
Woche geben - wegen der ausreichenden Jodversorgung.
Wer denkt, für ein gesundes Mittagessen müsse man
stundenlang in der Küche stehen, der irrt. Bereits in einer
halben Stunde bringen Sie jede Menge Leckeres auf den Tisch:
z. B. Nudeln mit einer Sauce aus frischem, kleingewürfelten
Gemüse, Kartoffeln mit Kräuterquark, Schnitzel mit
Butterkartoffeln und Salat, Fischfilet mit Gemüsereis und
vieles mehr. Halbfertigprodukte und Tiefkühlgemüse
sind zeitsparende Küchenhelfer, auf die Sie nicht verzichten
sollten. Und selbst hin und wieder ein Fertiggericht ist kein
Problem, es lässt sich ja mit einem knackigen Salat, etwas
Rohkost oder ein paar Früchten zum Nachtisch wunderbar
aufwerten.
Wer mittags keine Zeit zum Kochen findet, verschiebt es auf
abends. Ein lecker belegtes Brot - am besten saftig und vollkörnig
- und etwas Rohkost oder Obst zum Knabbern sind ein durchaus
vollwertiger Ersatz.
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Das Abendessen - den Tag gemeinsam ausklingen lassen
Abends ist meist die ganze Familie zuhause.
Das gemeinsame Abendessen kann ein schöner Tagesabschluss
sein, bei dem jeder seine Erlebnisse erzählt und bei dem
die Kinder zur Ruhe kommen. Ein bunt gemischter Brotkorb, am
besten mit vollkörnigen Sorten, Wurst und Käse sowie
reichlich Rohkost, Salat oder Früchte - so sieht ein gesundes
Abendessen aus. Weil zuviel Fett ungesund ist und dick macht,
achten Sie auf den Brotbelag. Bestreichen Sie das Brot nur dünn
mit Butter oder verwenden Sie alternativ Halbfettbutter. In
Käse- und Wurstbelägen versteckt sich das meiste Fett.
Legen Sie deshalb lieber eine Scheibe weniger Wurst und Käse
darauf, und greifen Sie auch mal zu fettarmen Varianten oder
fettreduzierten Sorten. Immer nur Aufschnitt aufs Brot ist langweilig:
Tomaten- oder Radieschenscheiben,
Schnittlauchröllchen, fettarmer Quark mit Kräutern,
Rührei mit Krabben, Erdbeeren... Das sind kalorienarme
und vitaminreiche Alternativen, die auch Kinder begeistern.
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Naschen erlaubt?
Unsere Vorliebe für Süßes ist
angeboren und lässt sich deshalb so schwer unterdrücken.
Experten plädieren dafür, Süßigkeiten nicht
zu verbieten, aber die Menge im Auge zu behalten. Und wer sagt
denn, dass Süßes immer ungesund sein muss? Frische
Früchte der Saison sind zuckersüße Vitaminbomben.
Joghurt und Quark mit Früchten liefern dem Körper
Calcium, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe auf genüsslichste
Weise. Und beim selbstgemachten Eis aus Fruchtsaft oder Fruchtpüree
dürfen Sie Ihren Lieblingen guten Gewissens ein zweites
erlauben.
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Wie viele Nährstoffe brauchen gesunde Kinder?
Fangen Sie nicht an, Kalorien, Vitamine und
Mineralstoffe zu zählen. Das verleidet den Genuss. Kaufen
Sie saisongerecht und abwechslungsreich ein, dann bekommt Ihre
Familie den idealen Nährtstoff-Mix. Wenn Sie sich dann
noch an die drei einfachen Regeln des Forschungsinstituts für
Kinderernährung halten, bleiben Ihre Lieben gesund und
fit.
Das Ernährungsprogramm OptimiX* empfiehlt:
Reichlich:
Obst, Gemüse, Brot, Beilagen, kalorienarme Getränke
(am besten Wasser oder Schorlen)
Mäßig: Milch, Milchprodukte, Fleisch,
Fisch, Ei, Wurst
Sparsam: Koch- und Streichfett, fette Snacks, Süßes
Verbotene Lebensmittel gibt es nicht, die richtige Mischung macht´s.
Beachten Sie, dass viele Lebensmittel, auf denen keine Altersangabe steht, die aber speziell für Kinder unter 3 Jahren angeboten oder an diese beworben
werden, laut einer Studie häufig zu fett oder zu süß sind.
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OptimiX - Empfehlungen für
die Ernährung von Kindern und Jugendlichen, für
2 Euro zuzügl. Versand zu bestellen über das Forschungsinstitut
für Kinderernährung, Dortmund: www.fke-do.de |
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Die Kindheit beeinflusst das Essverhalten - Studienergebnisse
In Deutschland ist bereits jedes 5. Schulkind
und jeder 3. Jugendliche zu dick. Tendenz steigend. Diese alarmierenden
Zahlen gaben in den letzten Jahren immer wieder Anlass, Forschungsprojekte
zum Thema Kinderernährung durchzuführen. Die Ergebnisse
dieser Untersuchungen zeigen, dass es sich lohnt, so früh
wie möglich mit gesunder Ernährung zu beginnen. Denn,
wie heißt es so schön: Was Hänschen nicht lern,
lernt Hans nimmer mehr.
Die Studien der letzten Jahre belegen:
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Essgewohnheiten werden im Kleinkindalter geprägt
und etwa bis zum 10. Lebensjahr gefestigt. Nach dieser Zeit
wird das Ernährungsverhalten zwar durch das Umfeld
beeinflusst und modifiziert: Falsche Gewohnheiten lassen
sich aber nur noch schwer ablegen.
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Für Kindergartenkinder sind die Eltern
das größte Vorbild. Sehen sie, dass Mutter und
Vater gesund essen, so werden sie es - früher oder
später - auch tun.
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Zwanglose Hartnäckigkeit zahlt sich aus:
Auch heikle Kinder akzeptieren letztlich viele Lebensmittel,
wenn sie ihnen regelmäßig, aber ohne
Zwang angeboten werden. Kinder, die zum Essen gezwungen
werden, verlieren in der Regel den natürlichen Bezug
zum Essen.
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Kinder, die mithelfen wissen Bescheid und essen
gesünder: Je früher die Kinder mit in die Essensvorbereitung
mit einbezogen werden, umso besser. Schon Kindergartenkinder
können beim Einkaufen mithelfen, Gemüse putzen,
Saucen rühren, den Tisch decken etc. So erfahren Sie
viel über die Lebensmittel und deren Zubereitung, sehen,
dass Essen mehr ist als gesunde Ernährung und lernen,
mit allen Sinnen zu genießen.
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Übergewichtige Kinder gibt es seltener
in Familien, in denen regelmäßig gemeinsam gegessen
wird. Freiräume dafür zu schaffen, lohnt sich.
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Aus kleinen Pummelchen werden meist dicke Erwachsene.
Kinder, die früh gesund essen und genießen
lernen, werden erst gar nicht dick.
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Übergewicht bekommt keine Chance bei Kindern,
die wenig Fett und Zucker konsumieren, täglich Obst
und Gemüse essen, täglich mindestens eine Stunde
toben oder Sport treiben und weniger als 1 Stunde pro Tag
vor Fernsehen oder Computer verbringen.
Unter Adipositas versteht man schweres Übergewicht. Zur Beurteilung
wird der sogenannte Body Mass Index (BMI) herangezogen, bei dem das
Körpergewicht (in kg) in Relation zur Körpergröße (Quadrat der Körperlänge
in m) gesetzt wird. Bei einem BMI ab 30 wird von Adipositas gesprochen,
während ein BMI ab 25 Übergewicht signalisiert. Die Adipositas kann
mitverantwortlich sein für Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetes.
Christiane Kührt
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