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Schlaf

Der Schlaf Ihres Babys

Ihr Neugeborenes kennt noch keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht. Und sein verhältnismäßig kleiner Magen kann nicht genügend Nahrung aufnehmen, um es für längere Zeit satt zu halten. In der allerersten Zeit ist der Hunger stärker als das Bedürfnis nach Schlaf. Denn Ihr Kleines muss alle paar Stunden essen - Tag und Nacht. Manche Kinderärzte empfehlen sogar, dass Eltern ihr Neugeborenes nicht so lange schlafen lassen sollten, dass größere Pausen zwischen den Mahlzeiten entstehen: Alle drei bis vier Stunden braucht Ihr Baby seine Milch.

Wie lange schläft ein Neugeborenes?

Ein Neugeborenes schläft täglich 16 Stunden oder mehr. Manchmal schläft Ihr Baby vielleicht auch mal drei bis vier Stunden am Stück. Wie alle Menschen, haben auch Babys verschiedene Schlafphasen: Müdigkeit, REM-Phasen (REM = rapid eye movement, schnelle Augenbewegung), leichten Schlaf, Tiefschlaf und extremen Tiefschlaf. Je älter Ihr Kind wird, desto länger werden seine Wachzeiten. Anfangs sind die Drei- bis Vierstunden Schlafphasen für Eltern meist belastend, da sie deren Schlaf stören. Bitte etwas Geduld, das ändert sich, wenn Ihr Kind älter wird und sich besser an den Lebensrhythmus außerhalb des Mutterleibs anpasst.

Wo soll unser Baby schlafen?

In den ersten Wochen ist es den meisten Eltern am liebsten, wenn ihr Baby im Elternschlafzimmer schläft, etwa in einer Wiege oder einem Stubenwagen. Darf das Baby ins Elternbett oder nicht? Das ist umstritten. Unzweifelhaft mögen die meisten Babys die körperliche Nähe, beruhigen sich z. B. leichter. Und stillende Mütter müssen nicht extra aufstehen um ihrem Kind die Brust zu geben.

Dennoch warnen viele Kinderärzte davor, das Kind mit ins Elternbett zu nehmen: Dort kann es leicht zu Überhitzung kommen, da Babys ihre Körpertemperatur vorerst nur schlecht steuern können. Falls Sie einen Stubenwagen bzw. eine Wiege mit Rädern haben, kann Ihr Kleines gut auch tagsüber darin schlafen, etwa in Ihrer Nähe im Wohnzimmer. Haben Sie bereits ein fest stehendes Bettchen, können Sie Ihr Baby vorläufig tagsüber ruhig mal in der Kinderwagen-Tragetasche schlafen lassen, um es in Ihrer Nähe zu haben.

Egal worin Ihr Kind schläft: Achten Sie auf seine Sicherheit. Legen Sie nichts ins Bettchen, das seine Atmung blockieren könnte, also auch keine Kuscheltiere. Damit Ihr Baby sich nicht stranguliert oder verletzt, dürfen keine losen Kordeln oder Schnüre in seiner Nähe sein; auch sollte es nirgends scharfe oder spitze Kanten geben. Ganz sicher gehen Sie beim Kauf eines Bettchens, wenn Sie auf das TÜV- oder GS-Siegel achten.

Wie sollen wir unser Baby im Bett hinlegen?

Legen Sie Ihr Baby zum Schlafen auf den Rücken, empfehlen Kinderärzte. Studien zum Plötzlichen Kindstod deuten darauf hin, dass das Risiko sinkt, wenn ein Baby in einer dieser Positionen schläft. Stützen Sie Ihr Kind im Rücken mit einem zusammengerollten kleinen Handtuch oder einem Keil (im Baby-Fachhandel erhältlich) ab, damit es seine Lage beibehält. Legen Sie Ihr Kind möglichst nicht auf den Bauch. Dabei kommt es leichter zu einer Blockade der Atemwege und die Kleinen, die Ihren Kopf vorerst nur wenig heben können, atmen viel ihrer verbrauchten Atemluft wieder ein. Für Frühgeborene oder Kinder, die sehr viel spucken, können allerdings andere Schlafpositionen günstiger sein. Besprechen Sie das mit Ihrem Kinderarzt.

Wie können wir den Nachtschlaf unseres Babys fördern?

Sie können die biologische Uhr Ihres Babys ganz allmählich auf einen Tag-Nacht-Rhythmus einstellen. Das dauert zwar eine ganze Weile, aber bestimmte Signale helfen Ihrem Kleinen sich an diesen Wechsel zu gewöhnen:

  • Nachts, etwa beim Füttern/Stillen oder Windelwechsel, sollte eine ruhige Atmosphäre herrschen. Dimmen Sie das Licht, sprechen Sie liebevoll mit Ihrem Baby, aber lassen Sie sich nicht zu großartigen Aktivitäten verlocken. So lernt Ihr Kleines, dass die Nacht - anders als der Tag - nicht zum Spielen da ist.
  • Führen Sie bestimmte Bettgeh-Rituale ein.
  • Trösten Sie Ihr Baby, wann immer es unruhig ist. Studien deuten darauf hin, dass Kinder, die tagsüber die nötige Zuwendung bekommen, insgesamt friedlicher sind. Tragen Sie Ihr Kleines herum, schmusen Sie mit ihm, singen Sie ihm Lieder vor - was immer ihm gut tut. Keine Angst vorm Verwöhnen, ein Neugeborenes wird nicht verwöhnt, wenn es all die Aufmerksamkeit bekommt, die es naturgegeben braucht.

Wann muss unser Baby zum Arzt?

Ihr Kind zeigt völlig andere Schlafgewohnheiten als gleichaltrige Babys? Das macht nichts, Schlaf ist selbst im Neugeborenenalter schon eine ganz individuelle Angelegenheit. Solange Ihr Kind die üblichen 16 Stunden ungefähr erreicht, ist alles okay. Zum Arzt sollten Sie mit ihm gehen, wenn Ihr Baby auffallend unruhig ist und wenig bzw. nur in sehr kurzen Etappen schläft. Oder falls Ihr Kleines ein solcher Tief- und Dauerschläfer ist, dass es selbst zum Essen kaum wach genug wird oder kein Interesse daran zeigt. Dann muss geklärt werden, ob eine Erkrankung Ihr Baby so schläfrig macht.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: Februar 2017

   
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