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für Babys und Kleinkinder

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Babys Entwicklung im 1. Lebensjahr
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Ernährung

Die Ernährung Ihres Babys

Ihr Kind ist nun ein bis drei Monate alt. Wahrscheinlich haben Sie inzwischen herausgefunden, welchen Schlaf- und Essrhythmus es derzeit hat.

Derzeit heißt: Was heute gilt, kann morgen schon wieder ganz anders sein. Das ist in diesem Alter völlig normal. Im Laufe der nächsten Wochen werden die Gewohnheiten Ihres Kindes allmählich regelmäßiger und zuverlässiger.

Ob Brust oder Flasche - wenn Ihr Baby sein Essen bekommt, sollte eine liebevolle und entspannte Atmosphäre herrschen. In der sie sich alle beide wohl fühlen. Ihr Kind macht dadurch die schöne Erfahrung, dass es auf dieser Welt rundum gut aufgehoben ist.

Stillprobleme?

Jetzt hatte sich das Stillen so schön eingespielt - und plötzlich läuft etwas schief. Das erlebt fast jede stillende Mutter irgendwann. Der Grund: Ihr Baby wächst und verändert sich ständig. Das heißt auch, dass sein Appetit zunimmt, besonders, wenn Ihr Kind einen Wachstumsschub hat, was oft zwischen der dritten und sechsten Woche ist. Außerdem wird Ihr Kleines wacher und neugieriger. Mit einem Mal ist es leichter abzulenken, reagiert empfindlicher auf Störungen oder trinkt lieber in einer anderen Position.

Aber auch Ihr eigener Zustand spielt eine Rolle. Sind Sie z. B. sehr erschöpft oder gestresst, wirkt sich das auf den Milchfluss aus: Für Ihr Kind wird es mühsamer, satt zu werden. Egal, was genau die Stillkrise ausgelöst hat, bleiben Sie vor allem möglichst gelassen. Sie und Ihr Kind brauchen Zeit und Ruhe, damit das Stillen sich wieder einpendeln kann. Denn das wird es in der Regel recht bald. Am besten, Sie sprechen gleich mit einer Hebamme oder Stillberaterin Ihrer Wahl in Ihrer Nähe. Oder Sie fragen einfach Biggi Welter, die Stillberaterin von Rund-ums-Baby.

Brust und Flasche?

Grundsätzlich kann die so genannte Zwiemilch-Ernährung funktionieren. Das heißt: Ihr Baby wird gestillt, bekommt aber zusätzlich industriell hergestellte Säuglingsmilchnahrung aus dem Fläschchen. Nach wie vor ist es zwar optimal für Ihr Baby, wenn Sie es voll stillen. Aus den unterschiedlichsten Gründen kann es jedoch sein, dass das zu diesem Zeitpunkt nicht mehr klappt. Vielleicht hatten Sie so ausgeprägte Stillprobleme, dass Sie einfach nicht mehr voll stillen möchten. Oder Sie bzw. Ihr Baby waren krank und Sie mussten früher als ursprünglich geplant zur Flasche wechseln.

Wollen Ihrem Kind aber wenigstens ein paar Mahlzeiten an der Brust erhalten, z. B. morgens und abends oder zum Trösten. Nicht zuletzt kann es sein, dass Sie bereits wieder arbeiten und keine Möglichkeit mehr sehen weiter voll zu stillen. Das sollten Sie zur Zwiemilchernährung wissen:

Brust geht vor Flasche. Wann immer möglich legen Sie Ihr Kind erst an, bevor Sie ihm die Flasche anbieten. Das hilft, ebenso wie regelmäßiges Abpumpen, die Milchbildung in Gang zu halten. Zwiemilchernährung kann den endgültigen Abschied vom Stillen bedeuten. Erstens geht die Milchproduktion zurück, wenn Sie Ihr Kind seltener oder kürzer anlegen. Zweitens wird Ihr Baby sich eventuell nicht mehr die Mühe machen wollen an der Brust zu trinken. Das ist schwieriger als das Saugen an der Flasche.

Möchten Sie auf jeden Fall zumindest teilweise stillen, holen Sie sich Rat bei einer Fachfrau, z. B. bei Biggi Welter, der Stillberaterin von Rund-ums-Baby. Hier erfahren Sie auch, wie Sie Milch am besten abpumpen und aufbewahren können.

Geeignet für Ihr Baby sind folgende Milchnahrungen: Produkte mit der Silbe "Pre" im Namen. Sie sind stärkefrei und können nach Bedarf gefüttert werden. Das ist gerade bei Zwiemilchernährung praktisch. Sie können Ihrem Baby auch Milch geben, die im Namen die Zahl "1" trägt. Da sie eine Reihe von Kohlenhydraten enthält (z. B. Stärke), müssen Sie mit der Tagesmenge jedoch genau aufpassen, damit Ihr Kleines nicht zu viel bekommt. Falls Ihr Kind als allergiegefährdet gilt (etwa, weil ein Elternteil eine Allergie hat), wird empfohlen, ihm - nach Absprache mit dem Kinderarzt - HA-Nahrung zu geben. "HA" steht für "hypoallergen". Das Eiweiß der Kuhmilch wurde aufgespaltet um die Gefahr einer allergischen Reaktion zu senken. Wenn Sie unsicher sind, was und wie viel Sie Ihrem Baby geben sollen, fragen Sie Ihren Kinderarzt.

Was soll unser Baby essen?

Bis zum vollendeten vierten Lebensmonat, besser noch einen Monat darüber hinaus, braucht Ihr Kind nur (Mutter-)Milch. Ihr Kleines ist vorläufig viel zu jung um vom Löffel zu essen. Es kann z. B. die nötigen Bewegungen mit der Zunge noch gar nicht machen. Außerdem ist sein gesamter Verdauungstrakt noch nicht ausgereift; alles außer Milch würde ihn überfordern und die Entstehung von Nahrungsmittel-Allergien begünstigen. Es gibt jedoch eine Nahrungs-Ergänzung, die Ärzte für alle Babys empfehlen: Vitamin D.

Dieses Vitamin ist unentbehrlich für die Kalziumverarbeitung im Körper und damit für den Knochenbau bzw. die gesunde Skelettentwicklung. Ein Mangel führt zu weichen und fehlgestalteten Knochen (Rachitis). Vitamin D kann der Körper grundsätzlich selbst herstellen, bei Erwachsenen gibt es daher kaum Mangelerscheinungen. Für die Herstellung von Vitamin D benötigt der Körper jedoch bestimmte Dosen Tageslicht, und zwar auf der bloßen Haut. In unseren Breitengraden müssen Babys jedoch überwiegend gut eingemummelt werden. Außerdem dürfen Sie noch nicht in die direkte Sonne. Daher besteht die Gefahr eines Vitamin-D-Mangels. Üblicherweise bekommen daher alle Babys ab der 2. Lebenswoche zwei Jahre lang Vitamin-D-Präparate verschrieben. Meist in Kombination mit Fluorid zur Kariesvorbeugung. Am besten lösen Sie die Tablette vorerst mit etwas abgekochtem Wasser auf einem Löffel auf und träufeln die Mischung seitlich in die Backentasche Ihres Kindes.

Isst mein Baby genug?

Diese Sorge wird Ihnen jetzt mit jeder Woche weniger drängend erscheinen. Sie sehen ja, dass Ihr Baby wächst und gedeiht, seine Backen runder und voller werden. Vermutlich müssen Sie bald nach der nächsten Windelgröße Ausschau halten. Und die süßen Neugeborenenstrampler sind schon wieder aussortiert. Falls Sie sich dennoch fragen, ob Ihr Kind genug trinkt, gibt es ein paar einfache Möglichkeiten, das zu überprüfen: Macht Ihr Baby in 24 Stunden sechs bis acht Windeln nass? Sieht seine Haut prall und rosig aus, wirkt es grundsätzlich zufrieden? Falls es das Fläschchen bekommt: Isst es die vom Hersteller empfohlene und nach dessen Angaben hergestellte Tagesmenge? Dann ist vermutlich alles in bester Ordnung. Wiegen Sie Ihr Kind ruhig einmal die Woche (nackt), wenn Sie das möchten. Babywagen können Sie z. B. in Apotheken ausleihen. Aber ersparen Sie sich und Ihrem Kind ständiges Wiegen; es sei denn, der Arzt hat es angeordnet. Faustregel: Pro Woche nimmt ein Baby im ersten Lebenshalbjahr um die 150 Gramm zu.

Mögliche Zeichen, dass ein Baby tatsächlich zu wenig bekommt:

  • Seine Haut sieht auch einige Wochen nach der Geburt noch immer runzlig aus, sein Gesicht rundet sich nicht.
  • Das Baby scheint immer hungrig zu sein. Das kann z. B. bei sehr schläfrigen Kindern passieren, die an der Brust nur kurz saugen und bald wieder wegdösen. Diese Kinder trinken dann insgesamt zu wenig. Und sie bekommen überwiegend die durststillende, etwas dünnere Milch, die zuerst aus der Brust kommt, aber nur wenig von der sättigenden, nährstoffreicheren Milch, die erst nach ein paar Minuten fließt.


Fragen Sie Ihren Kinderarzt, wenn Sie unsicher sind. Er sieht viele Babys, kann leichter beurteilen, ob mit Ihrem Kind gewichtsmäßig alles in Ordnung ist. Falls Sie Stillprobleme haben, sollten Sie sich unbedingt sofort Rat bei einer Expertin holen. Oder Sie fragen einfach unsere Stillberaterin bei Rund-ums-Baby.

Übrigens: Eltern können Ihr Baby mit Fläschchennahrung auch überfüttern. Bei moderner Pre-Nahrung ist das zwar praktisch ausgeschlossen. Bei anderer Milchnahrung kann es jedoch passieren, wenn die Dosierung nicht genau eingehalten wird.

Zu viel bekommt Ihr Kleines eventuell, wenn Sie folgende Anzeichen bei ihm beobachten: täglich sechs bis acht Mal lockerer bis wässriger Stuhlgang, ihr Baby spuckt öfters nach einer vollständigen Mahlzeit (mehr als eine kleine Portion, wie sie beim Bäuerchen mitkommen kann). Sprechen Sie mit ihrem Arzt, auch um andere Ursachen auszuschließen.

Lästige Koliken

Vielen Babys bleiben sie zwar erspart. Andere erwischen die so genannten Dreimonatskoliken dafür umso schlimmer: Die Kleinen leiden unter Blähungen und Bauchweh. Auslöser ist vermutlich das noch unausgereifte Verdauungssystem junger Säuglinge. Daher wächst sich das Problem meist mit etwa drei Monaten aus und die Beschwerden verschwinden. Typischerweise werden die Kinder gegen Nachmittag quengelig, weinen viel. Sie ziehen die Beinchen an und strecken sie gleich wieder, sehen sichtlich unglücklich aus. Für Eltern ist es meist sehr belastend, wenn ihr Baby so geplagt ist. So können Sie ihm helfen:

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nach dem Trinken wirklich sein Bäuerchen macht.
  • Auch beim Stillen und Fläschchengeben immer wieder kurz pausieren und das Baby aufstoßen lassen.
  • Falls Ihr Baby die Flasche bekommt: Das Saugerloch darf nicht zu groß sein, damit Ihr Kind nicht zu hastig trinkt, sich verschluckt und dabei viel Luft erwischt. Schütteln Sie das Fläschchen bei der Zubereitung nicht zu stark, sonst bilden sich Luftblasen, die Ihr Baby mit trinkt.
  • Falls Sie stillen und Ihre Brust so voll ist, dass beim Stillbeginn Milch herausspritzt: Streichen Sie ein paar Tropfen von Hand aus, bevor Sie Ihr Kind anlegen. Sonst verschluckt es sich leicht und erwischt dabei viel Luft. Tragen Sie ihr Kleines bäuchlings auf Ihrem Unterarm (Fliegergriff); das wärmt und massiert seinen Bauch, wirkt entspannend. Außerdem kann Ihr Kleines gut umherschauen.
  • Massieren Sie sanft den nackten Bauch Ihres Babys, indem Sie im Uhrzeigersinn darüber streichen. Lindernde Kräutertees tun gut. Geben Sie Ihrem Baby ein Fläschchen mit Fenchel- oder Kümmeltee. Bei Stillkindern kann es allerdings sein, dass Sie kein Fläschchen akzeptieren. Dann drängen Sie Ihr Kleines nicht dazu.
  • Fragen Sie Ihren Kinderarzt, ob er zu homöopathischen Mitteln oder entblähenden Tropfen rät. Letztere können Sie einem Flaschenkind dann übrigens mit in die Milch tun. In einzelnen Fällen können auch Ernährungsfehler oder ernstere Probleme hinter den Beschwerden eines Babys stecken. Zur Abklärung sollten Sie daher auf alle Fälle zum Kinderarzt gehen. Auch die Milchnahrung sollten Sie nur umstellen, wenn der Arzt Ihnen dazu rät. In aller Regel ist das nicht nötig.

Spucken

Dass ein Baby nach einer Mahlzeit mal erbricht, kann durchaus vorkommen. Vielleicht hat Ihr Kind einfach nur zu viel Luft erwischt oder es musste husten und dabei kam etwas Milch mit. Das passiert auch mal beim Bäuerchen machen, wenn der Magen sehr voll ist. Bleibt es bei einem einmaligen oder gelegentlichen Vorfall, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Den Arzt anrufen bzw. mit Ihrem Kind in die Praxis fahren sollten sie jedoch, wenn:

  • Ihr Baby innerhalb von sechs Stunden mehrmals erbricht
  • die Milch schubweise oder im Schwall kommt
  • Ihr Kleines erschöpft oder ängstlich wirkt
  • zum Erbrechen Durchfälle hinzukommen und/oder
  • Fieber über 38 Grad auftritt.


In diesen Fällen braucht Ihr Baby unbedingt ärztliche Hilfe. Denn Säuglinge und kleine Kinder trocknen sehr schnell aus, das kann lebensgefährlich werden. Der Arzt wird die Ursache des Erbrechens (etwa eine Magen-Darm-Infektion, eventuell aber auch ein Atemwegs-Infekt) zu klären suchen und eine entsprechende Therapie beginnen. Meist müssen vor allem Flüssigkeit und Salze ersetzt werden. Dabei hilft Glukose-Elektrolytlösung, die Ihr Baby im Fläschchen bekommen kann. Ist der Flüssigkeitsverlust bereits sehr stark, muss ein Kind jedoch eventuell in die Klinik und an den Tropf.

Essen auf Tour

Vermutlich werden die Ausflüge und Spaziergänge mit Ihrem Kind allmählich etwas länger ausfallen. Oder Sie machen wieder Besuche bei Freunden und entfernt wohnenden Verwandten. Falls Sie nicht stillen, bedeutet das auch: Sie müssen alles fürs Fläschchen dabei haben. Denn ein fertig angerührtes Fläschchen sollten Sie nicht warm halten, etwa über Stunden im Isobehälter transportieren. Zwar wird moderne Säuglingsmilchnahrung keimfrei hergestellt. Doch in der angerührten Milch können sich Krankheitserreger rasant vermehren.

Tipp: Füllen Sie für unterwegs frisch abgekochtes Wasser in eine saubere Thermoskanne. Das abgemessene Milchpulver können Sie direkt im Fläschchen transportieren. So klappt die Zubereitung im Handumdrehen. Wenn Sie länger, z. B. einen ganzen Tag über weg sind, nehmen Sie allerdings besser eine Vorratspackung Pulver samt Messlöffel sowie Ersatzfläschchen und -sauger mit. Wasser können Sie dann ja auch im Haushalt Ihrer Freunde/Verwandten abkochen (übrigens bekommen Sie heißes Wasser z. B. auch im Zug- oder Autobahnrestaurant und im Flugzeug).

Denken Sie dann auch daran, dass Sie zusätzliche Flaschen und Sauger brauchen. Übrigens: Auf Reisen müssen Sie keinen Dampfsterilisator mitschleppen. Sie können Sauger, (Plastik-) Flasche und Zubehör nach dem Reinigen auch einfach zehn Minuten lang in einem Topf mit klarem Wasser auskochen.

Weitere Tipps für Touren mit Babys.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: Februar 2017

   
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