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Kinderarzt Dr. Posth

Dr. Rüdiger Posth - Entwicklung von Babys und Kleinkindern

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Antworten von Dr. Posth zum Stichwort: Großeltern
Frage:   Betreuung durch Omas?

Sehr geehrter Dr. Posth,

aus Neugier habe ich mich in Ihrem Suchlauf über Fremdbetreuung informiert. Ich werde die ersten 3 Jahre nicht arbeiten, um ihm eine Krippe o.ä. zu ersparen.
Allerdings wohnen beide Omas in der Gegend, die ihn auch schon beide allein betreut haben. Natürlich gab es nie Komplikationen, nur große Freude wenn ich zurück war. Mein Sohn hat sich vor ein paar Wochen selbst abgestillt, lässt sich von meiner Mutter besser zum Mittagsschlaf hinlegen als von mir, deshalb hatte ich nie das Gefühl es könnte ihm schaden. Nun haben mich Ihre Ratschläge zu dem Thema total verunsichert. Im Sommer wollte ich es einführen, dass jede Oma einen „Tag“ bekommt- ihren Enkel also jede 1x die Woche für 3-5 Stunden zu bespaßen. Ich dachte, dass würde auch ihm gut tun.
Was ist denn Ihre Meinung dazu? Leider beziehen sich Ihre Ratschläge im Suchlauf fast ausschließlich auf Fremdbetreuung durch KiTa/TaMu.

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, Großeltern gelten nicht als Fremdbetreuung, sofern sie von früh auf mit in die Familie integriert sind. Aber es gibt auch ganz andere Verhältnisse zu Großeltern, so dass ich hier nicht für alle Fälle immer dasselbe sagen kann. In der Regel aber sind vor allem die Großmütter als Unterstützer der jungen Familie bei den Kleinkindern sehr beliebt und von Natur aus auch gut geeignet, sich in die Betreuung mit einzuschalten. Früher fiel vor allem dieses Verwandschaftsverhältnis unter den Begriff Großfamilie.
Ihr Vorstellung hinsichtlich der Betreuung Ihrer Kinder ist also voll und ganz zu unterstützen. Und Sie haben ja auch schon selbst gemerkt, wie gut Ihr Sohn mit seiner Großmutter auskommt.
Was das Thema Fremdbetreuung angeht, lege ich sehr viel wert auf die Qualität des Angebots, die grundsätzlich bindungstheoretische Aspekte mit berücksichtigen sollte, um mögliche Verhaltensstörungen von Vornherein auszuschließen. Das ist leider noch viel zu wenig der Fall. Viele Grüße

 
Frage:   Ab wann Betreuung durch Oma für mehrere Tage?

Hallo,

unser Sohn (15 Monate) wurde bisher noch nie fremdbetreut, da dies auch nicht notwendig war. Nun habe ich mich gestern angeregt mit einer Bekannten unterhalten, die meinte, dass wir klammern würden. Diese Bekannte gibt ihren Sohn (ebenfalls 15 Monate) regelmäßig seit der Geburt für mehrere Tage zu beiden Omas. Dies geschah schon früh über das Wochenende und nun war der kleine Knirps sogar eine Woche bei der einen Oma, dann 3 Tage zuhause und dann wieder eine Woche bei der anderen Oma. Hinzu kommt noch, dass die Omas nicht direkt in der gleichen Stadt, sondern einmal 100 km und einmal 350 km entfernt wohnen. Ich finde dies sehr schlimm, zumal mir die Bekannte erklärte, dass ihr Sohn die eine Oma gar nicht toll findet und sogar vor ihr wegläuft... Außerdem soll der kleine Knirps mit den Zähnen knirschen (Ausdruck für Stress?). Was halten Sie von so einer Fremdbetreuung und ab wann könnte man ein Kind getrost zu einer Vertrauensperson abgeben?
Viele Grüße und DANKE!

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, innerhalb der Familie ist Fremdbetreuung (dann ein wenig in Anführungszeichen) nicht so sehr eine Frage des Alter, als eine der Umgangsformen in der Familie. Viele Mütter beanspruchen Mithilfe ihre eigenen Mütter mehr oder weniger von Anfang an. Oder die Großmütter bieten sich an, weil sie ein neues Aufgabengebiet sucht. Das ist von der Sache her richtig und gute Großmütter sind gute Ersatzbezugspersonen. Es gibt Studien, die zeigen, dass die Großmütter mütterlicherseits häufig und besser in das Bindungsgeschehen einbezogen sind als Großmütter väterlicherseits.
Wohnen die Großeltern aber weit weg, und mag das Kind seine Großeltern nicht, dann muss man natürlich ein bisschen vorsichtig sein und u.U. auch die Kriterien der allgemeinen frühen Fremdbetreuung anwenden. Großeltern können auch zu richtig Fremden werden, wenn sie sich gar nicht richtig in die neue Familie mit einbringen. Viele Grüße

 
Frage:   Schlafen bei den Großeltern

Hallo, unser Kleiner ist 17 Monate und hat bisher 2x bei den Großeltern geschlafen (sonst immer daheim). Beim 1x war er 13 Monate und das 2x vor 1 Woche. Beides hat super geklappt.Er ist unter der Woche immer mal wieder stundenweise aber unregelm. dort.
Wir haben nun überlegt ihn ev. öfter dort schlafen zu lassen. Ist es besser eine Regelmäßigkeit einzuführen (z.b. alle 6 Wochen) oder ist es für die Kleinen ok, wenn es nur 2x im Jahr soweit ist? Wir sind uns da sehr unsicher. In unserem Freundeskreis gibt es viele, die ihre Kinder 1-2x/Monat bei den GE übernachten lassen. Wir würden das ca. alle 6 Wochen in Anspruch nehmen. Er lässt sich von der Oma gut beruhigen und liebt sie sehr.
Gibt es etwas auf das man achten sollte?
Vielen Dank schon mal! LG

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, Großeltern sind in der Regel Ersatzbezugspersonen, auch wenn sie eher selten für ihre Enkel da sind. Die Kinder erleben die vertraute Umgangweise zwischen ihren Eltern als den Hauptbezugspersonen und den Großeltern und übernehmen diese Vertrautheit auch für sich selbst. Dafür müssen die Großeltern aber, wenn sie dann da sind, auch sehr liebevoll und einfählsam mit ihren Enkeln umgehen. So haben die Großeltern also einen natürlichen Vorteil. Den können sie aber auch verspielen, wenn sie sich gar nicht engagieren.
Wie oft dann ein Großeltern-Enkel-Kontakt zustande kommt, und ob und wie oft die Kinder bei den Großeltern auch übernachten, hängt von den Umständen ab und dem Vertrauen, das die Kinder ihren Großeltern entgegenbringen. Eine absolute Zahl ist in diesem Zusammenhang erscheint mir unangebracht zu sein. Viele Grüße

 
Frage:   Grosseltern

Ich habe ein Problem mit meinen Eltern und frage mich ob ich meine Kinder ihnen noch anvertrauen kann. Meine Eltern möchten jedem ihren Willen aufzwängen , sie haben das mit mir als Kind so gemacht und ich wäre fast daran zerbrochen. Und nun versuchen sie es bei meinen Kindern. Leider ist keine Besserung in Sicht, denn beide Elternteile sind von ihrem Tun absolut überzeugt und haben keine Einsicht. Dazu kommt noch dass meine Mutter sie mit subtilen Bemerkungen wie z.B. schau mal wie gut das Mädchen Fahrrad fahren kann, kannst du das auch so gut? in ihrem Selbstvertrauen schwächt. Leider habe ich das Gefühl dass der Umgang meiner Eltern besonders mit meiner fast 3 jährigen Tochter gar nicht gut tut. Nach jedem Treffen , wobei sie ein paar Stunden mit meinen Eltern alleine war, ist sie für kurze Zeit sehr weinerlich, anhänglich und scheu . Was wir von ihr in der Form nicht kennen. Der Kontakt zu meinen Eltern war nie sehr gut , wären Treffen in unserer Anwesenheit besser ?

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, das Thema uneinsichtige Großeltern kommt leider häufiger vor als man denken möchte. Die Pädagogik früherer Zeiten war düster bis rabenschwarz. Nicht umsönst spricht man noch von "schwarzer Pädagogik". Nun kann man großzügig sagen, die Eltern haben es ja nicht besser gewußt. Das mag sein, Informationen über Psychologie und Pädagogik waren eigentlich nur "Eingeweihten" zugänglich und wurden in der Öffentlichkeit nicht oder höchst selten diskutiert. Jeder machte es so, wie er es wieder von seinen Eltern mitbekommen hatte und das genügte offenbar den meisten. Niemand dachte darüber nach, daß das Aufziehen und Erziehen von Menschen die wichtigste und verantwortungsvollste Aufgabe und Tätigkeit im Leben eines Menschen überhaupt ist. Selbst heute denken viele Menschen noch nicht darüber nach, daß alles, was an Persönlichkeit und Verhalten beim erwachsenen Menschen eines Tages in Erschienung tritt, ein Großteil dessen ist, was die Eltern, Erzieher(innen) und Mitmenschen in der Kindheit hineingepflanzt haben. Das ist eine unbequeme Erkenntnis, die deswegen von einigen Fachkundigen wiederum heftig bestritten wird: Was nicht sein darf, das nicht sein kann.
Zurück zu Ihren Eltern. Erklären Sie Ihnen, das ihre Erziehungszeit vorüber ist. Sie haben ihre Chance gehabt und wie gut oder schlecht auch immer genutzt. Jetzt sind Sie selbst dran und Ihre Kinder sind Ihre Kinder! Das ist ein Generationenparadigma, dem sich alle Großeltern unterwerfen müssen, wenn die eigenen Kinder Eltern geworden sind und ihre Elternschaft in voller Verantwortung ausüben. Viele Grüße

 
Frage:   Nur im Beisein der Mutter schwierig

Hallo Herr Dr. Posth,
gibt es eine Erklärung dafür, dass (Klein-)Kinder bei den Großeltern (die sie sehr gut kennen) sehr viel "umgänglicher" und weniger "schwierig" sind, dh. deutlich weniger Wutanfälle, Quängeleien, Einschlafprobleme u.ä. Generell weniger Widerstand gegen das was vorgeschlagen, besprochen oder gesagt wird. Ist das ein Einzelfall oder ein bekanntes Phänomen?? Ich finde es als Mutter gerade sehr deprimierend und bekomme das Gefühl, alles falsch anzupacken. So ist es hier aber grundsätzlich, nicht nur vereinzelt beobachtetet . Und es liegt def. auch nicht daran, dass die Großeltern alles durchgehen lassen oder erlauben würden, die Kinder sonstwie "erpressen", auch nicht strenger als wir Eltern o.ä. Der Kleine (2) schreit in meinem Beisein zB recht viel, ständig passt ihm etwas nicht. Mit den Großeltern scheint es hingegen viel weniger Reibung zu geben (wenn ich tatsächlich nicht präsent bin). Sollte mir das weiterhin zu denken geben oder ist daran etwas erklärbaresDANK

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, in gewisser Weise ist es sogar normal, dass Kinder bei ihren Großeltern weniger Widerstand entwickeln und anpassungswilliger sind als bei ihren Eltern. Ausnahme wäre, dass die Großeltern die Elternrolle übernehmen (müssen). Die Eltern sind sozusagen der Entwicklungsprellbock für die Kinder. Das heißt, die rasante Entwicklung braucht ihre Steuerungen, Weichen und Bremsen, um nicht vom Kurs abzukommen. Dafür müssen die Eltern sorgen, aber das erzeugt Reibung. Sie kennen das von Zügen, die in Kurven quietschen und über Weichen rattern. Sie packen also nichts falsch an, jedenfall nicht in diesem Sinne.
Großeltern haben den Charme, nicht wirklich erziehen zu müssen. Sie können sich immer leicht mit dem Kind verbünden und seine Wünsche und Bedürfnisse großzügig erfüllen. Was Sie da feststellen, ist ein normales Generationenprinzip, das für das Kind seine gute Auswirkungen hat. Viele Grüße

 
Frage:   Heimweh nach der Oma wie können wir das ändern?

Hallo, unser 17 Mt alter Sohn liebt seine Großmutter so sehr, dass wir ihm im Moment nicht mehr zu genügen scheinen. Wir können uns noch so sehr bemühen, nach wenigen Minuten beginnt er nach ihr zu weinen und läuft zur Türe (sie wohnt im selben Haus). Es gibt Tage, an denen er fast krank erscheint. Meine Mutter beschäftigt sich sehr liebevoll mit ihm, kommt aber selbst dabei zu nichts und ist auch immer sehr erschöpft danach. Sie bietet ihm ein derartiges Unterhaltungsprogramm, dass er manchmal nur noch staunend zuschaut. Es belastet mich, weil unser Kind jetzt tagsüber ohne Oma sehr unglücklich ist und es immer komplizierter wird, ihn zu beschäftigen. Wenn die Großeltern nicht da sind, oder wir wegfahren, haben wir keine Probleme. Da sieht er wieder, dass seine Eltern eigentlich auch ganz witzig sind.
Vater wird sehr geliebt und war Loslösungsvorbild.
Hört das wieder auf? Oder müssen etwas ändern?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, was manchen Großmüttern schwerfällt, aber im Umgang mit ihren Enkel-n(innen) wichtig ist, ist die maßvolle Zuwendung. Eine Großmutter sollte nicht versuchen, in Konkurrenz zur Mutter zu treten, oder diese gar ausstechen wollen. Sie sollte eigentlich im Status einer Ersatzbezugspersonen verbleiben, es sei denn, die leibliche Mutter ist krank oder fällt komplett aus. Es ist natürlich leicht für eine Großmutter, durch viele Vergünstigungen und ein Verwöhnprogramm attraktiver für das Kind zu erscheinen, als es die Eltern sind.
Die Eltern tragen natürlich auch weiter die Haupterziehungslast und müssen Regeln aufstellen und deren Einhaltung durchsetzen. Dadurch wird es also schnell zu einem ungleichen Wettbewerb zwischen Eltern und Großeltern. Er sollte gar nicht erst stattfinden. Das einzusehen fällt vielen Großeltern nicht leicht, aber man muss dann mit ihnen darüber sprechen. Viele Grüße

 
Frage:   Betreuung durch Oma unproblematisch?

Hallo Dr. Posth,am 27.02. hatte ich Ihnen unter dem o.g. Betreff geschrieben+habe zur Ihrer Antwort einige Rückfragen:An Loslösung in Richtung Opa hatte ich auch schon gedacht.Kann das auch der Fall sein,wenn der Opa keinerlei pflegerischen Tätigkeiten (füttern, anziehen, wickeln) übernimmt u. das vom Kind auch nicht akzeptiert würde+auch zuhause keine Bevorzugung des Vaters bzw. Ablehnung meiner Person ersichtlich ist?Und wie gehen wir in der Wiederannäherungskrise damit um,wenn der Kleine verstärkt nicht so gerne zu Oma möchte,ich aber arbeiten muss?Zum Thema Mittagsschlaf:als er nicht geschlafen hat,hat er bis 17.30 gut gelaunt durchgehalten und ist mir dann aus dem Arm eingeschlafen.Zuhause schläft er aber noch immer 1,5-2,5 Std. mittags + schläft ohne Probleme ein,so dass ich schon denke, dass er den Schlaf noch braucht.Was könnte sonst die plötzlichen Einschlafprobleme bei den Großeltern ausgelöst haben?Und ab wann würden sie eine Übernachtung dort befürworten?Danke!

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, der Großvater kann auch ein Loslösungsvorbild sein, da er ja die väterliche Bindungsschiene vertritt. Aber er wird nicht so stark verinnerlicht werden, da er nur als Ersatzbezugsperson fungiert. Also braucht er auch keine pflegeintensiven Aufgabe übernehmen. Die Wiederannäherungskrise wird ohne die Verfügbarkeit der Mutter nur durch gewisse Vermeidungsstrategien des Kindes schadlos zu überstehen sein. D.h. wenn der Wunsch nach Erneuerung schon z.T. abgelegter Bindungsmuster kommt, wird er unterdrückt. ein Teil kann vielleicht mit der Großmutter ausgelebt werden, aber auch hier gilt, die Großmutter ist eigentlich nur eine Ersatzbezugsperson. Unsere Gesellschaft entfernt sich Schritt für Schritt immer weiter weg von gesunden familiären Bindungsstrukturen. Ihr ist das offensichtlich nicht bewusst, und so wird auch keinerlei Rücksicht darauf genommen. Da tut noch viel Aufklärung Not. Viele Grüße
PS. Übernachten bie den Großeltern dann, wenn die Großeltern zunächst einmal das Kind in seiner vertrauten Umgebung hüten können, während die Eltern fort sind. Dann wäre der nächste Schritt der Mittagsschlaf bei den Großeltern, und erst dann kann man die Übernachtung wagen.

 
Frage:   Bindung vorhanden?

Guten Morgen Dr. Posth,
Tochter, genau 2 Jahre, wird seit halbem Jahr zwei Tage/Woche von Oma, die sie von klein auf regelmäßig sieht und akzeptiert. Mittlerweile sind wir aber soweit, dass sie zig Mal am Tag nach Oma fragt und auch zu ihr fahren möchte. Großmutter mischt sich, wenn ich anwesend bin, überhaupt nicht ein, hält sich zurück, spielt aber, wenn Tochter das möchte, natürlich gerne mit ihr. V. freut sich, wenn ich von Arbeit komme, möchte dann aber doch bei Oma bleiben, ich musste aber bis jetzt zumindest anwesend sein. Dieses WE hat sich mich dann nachdem ich sie nach Mittag abholen wollte, heimgeschickt und sie möchte bei Oma schlafen. Abends schlafen will sie nur zu Hause. Ansonsten ist sie ein sehr fröhliches Kind, zeigt mir ihre Zuneigung, ist seit über einer Woche auf eigenen Wunsch tags und nachtsüber trocken, fängt sich an vermehrt für Gleichaltrige zu interessieren? Mich irritiert vor allem ihre Zuneigung zu Oma, die sie mir auch zeigt. Vielen Dank für Einschätzung

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, Großeltern sind bei Kleinkindern beliebte Ersatzbezugspersonen. Dabei rangieren die Großmütter vor den Großvätern und die Großeltern mütterlicherseits vor denen väterlicherseits. Ausnahmen bestätigen wieder einmal die Regel. Ihre Tochter befindet sich mitten in der Loslösungsphase (s. gezielter Suchlauf), da ist neben dem Vater jede Vorbildperson zur Loslösung dem Kind recht. Dass sie weiterhin eine sichere Bindung zu Ihnen als Mutter hat, zeigt sich u.a. darin, dass sie sich richtig freut, wenn sie Sie nach der kurzen Trennung wiedersieht.Für dasil ist, wird sich noch beweisen. Für das Trocken- und Sauberwerden ist es noch ein bisschen früh, kommt aber in diesem Alter schon vor. Ob es schon stabil ist, wird sich noch erweisen. Viele Grüße

 
Frage:   Verhältnise zu Großeltern

Guten Tag, mein Mann hat zu meinen Eltern kein gutes Verhätnis,deswegen gibt es auch fast keinen Kontakt mehr,außer Weihnachten,Geburtstag.Vorher kam es bei gemeinsamen Treffen immer wieder zu Streitigkeiten.Ich glaube jedoch,dass es meine Tochter(3J)belastet,sie mag die Oma und Opa sehr,v.a.ist Oma Person,die sie am meisten vertraut,so gar noch vor dem Papa.Sie ist wohl auch LL-Vorbild und ich vermute allgemein erschwerte LL,daher wäre Oma sehr wichtig.Aber sie merkt ja,dass der Papa diese ablehnt,da er nie mit hinfährt,Oma nicht zu Besuch kommt.Ich fahre immer alleine mit ihr hin,genauso wie zu Familienfesten. Manchmal ist jedoch meine Tochter auch zu meiner Mutter ablehnend,obwohl sich diese wirklich sehr liebevoll bemüht. Kann das am Verhalten des Vaters liegen`? Wie kann ich am besten damit umgehen bzw.was soll ich sagen,wenn sie mal nachfragt,warum Papa da nirgends mit hin geht? Tochter ist allgemein schüchtern,ängstlich.Danke für Ihre Hilfe

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, Großeltern spielen eine wichtige Rolle in der Reihenfolge der Ersatzbezugspersonen. In der Regel stehen sie ganz oben an, und es geibt Untersuchungen dazu, dass die Großeltern mütterlicherseits vor denen väterlicherseists rangieren. Aber das kann im Einzelffall auch ganz anders sein. Schade ist es, wenn die innerfamiliären Verhältnisse so zerrüttet sind, dass eine Großeltern-Enkel-Beziehung nicht aufgebaut werden kann. Schuld daran sind in der Regel ungeklärte Kindheitserinnerungen der Eltern an die ihre eigenen Eltern, die jetzt Großeltern sind. Diese ständig noch in der Familie herumschwirrenden Vorbehalte und Vorwurfshaltungen müssen unbedingt zur Sprache kommen und unter Eltern und Großeltern aufgelöst werden. Die Kinder spüren solche schlechten atmosphärischen Schwingungen. Wenn das aber gar nicht gelingt, muss es auch ohne Großeltern gehen.
Sympathie und Antipathie bestimmen stark das Verhältnis zwischen Enkelkindern und Großeltern, mehr als bei den eigenen Eltern, die eigentlich bedingungslos geliebt werden. Großeltern müssen sich also ein bisschen bemühen, um von ihren Enkelkindern anerkannt zu werden. Aber dann ist die Liebe groß. Viele Grüße

 
Frage:   Probleme bei Betreuung durch Oma

Guten Morgen,
seit Geburt meiner 10,5 Mo alter Tochter arbeite ich,bin selbständig. Schwiegereltern, Rentner, haben ab dem 4. LM anfangs 1-2 mal in der Woche die Kleine bei sich betreut,nunmehr 3-4 mal idWoche bei Oma.Es ist so,dass meine Tochter von mir immer zu Oma.Zurück will sie aber nicht mehr. Die Oma freut sich und ist der Meinung,meine Tochter hat sie am liebsten.Auch sagt sie, dass meine Tochter sicherlich bald nicht mehr zurück mit uns nach Hause gehen werden will, weil es bei uns langweilig wäre.Auch wird sie dort in den Schlaf gewogen bzw geschaukelt,da sie nicht im Bettchen schlafe.
Hat die Bindung zw mir und meiner Tochter einen Knacks?Schadet das gelegentliche Wiegen i d Schlaf den Gewohnheiten?Ist aufgrund der Konkurrenz Betreuung in der KiTa ratsam.Ich befürchte Entfremdung
Danke

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, Großeltern sollten wissen und beherzigen, dass sie eigentlich nur Ersatzbezugspersonen für ihre Enkel sind und nicht die wahren Eltern. Weder dem Kind, noch der Mutter und sogar sich selbst tun sie keinen Gefallen, wenn sie die Vorliebe des Kindes für sich selbst nutzen, um das Kind stärker sich zu binden. Sollte sich aber eine solche Situation ergeben, dass die leiblichen Eltern zu wenig Zeit für ihr Kind haben oder das Kind zu wenig einfühlsam behandeln, dann muss sich bei den Eltern etwas ändern. Man kann von den Großeltern nicht erwarten, das sie aus falscher Rücksichtnahme ihr Enkelkind schlechter behandeln.
In den Schlafw wiegen ist etwas ganz Normales und Richtiges im Säuglingsalter. Das sollten Eltern auch tun und Großeltern nicht lassen. Man muss sich nur auf ein Prinzip einigen und sich abstimmen.
Betreuende Großeltern sind in der Regel immer besser für ein Kind als die Institution Ki-ta. Viele Grüße

 
Frage:   Stil der Großeltern

Lieber Herr Dr. Posth!
Danke für ihre super Arbeit! UnserSohn hat alle 4 Grosseltern gerne, aber: im Gegensatz zu uns kommunizieren sie sehr negativ. Wir sagen zB "hier festhalten für mehr Halt", sie (Schw.mutter u mein Vater v.a.) sagen “gleich fällst du runter, wirst krank, tust dir weh etc" . Es kommt in mind jedem 2. Satz! Letztens war unser Sohn richtig irritiert, als meine Schw.mutter beim harmlosen pantomimischen Spiel rief"jetzt iß nicht so viel auf einmal!" Dabei ist gerade Essen ein heikles Thema. Wir sind komplett neutral,kommentieren nichts, sie sagt bei jedem Bissen "hmmmm, gut, koste, gut!" Essen läuft daher wenn wir alleine sind am entspanntesten ab. Wieviel davon ist tolerabel? Unsere Einwände werden nicht ernst genommen! Was soll ich tun, wenn sie ständig so weitermachen? Danke!

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, Ihre Schwiegereltern gehen noch nach dem alten Prinzip in der Erziehung vor, ein Kind ständig vor den Folgen seines Tuns zu warnen. Grundlage dieser Erziehungsform ist ein autoritäres Verständnis vom Eltern-Kind-Verhältnis, wobei der Erziehende dem Kind jede Handlung kommentiert und auch vorschreibt. Dieses Vorgehen erzieht das Kind zur aber zur Unselbstständigkeit und Unsicherheit in der eigenen Handlungsplanung.
Versuchen Sie, Ihren Schwiegereltern dieses Problem klarzumachen und das eigene Prinzip einer Erziehung, die auf Slebstkompetenz des Kindes setzt, nahe zu legen. So in der sachlichen Auseinandersetzung könnte die Überzeugung gelingen. Viele Grüße und danke für Ihr großes Lob.

 
Frage:   Bindungsverwirrung/wer PrimäreBezugsperson wer Loslösungvorbild/Ersatzbezugspers

Hallo, Sohn,26M.von sicherer Bind. ausgeg.(Stillk,nie schreien gel.Beistellb.)bis18Mon.zuhause,dann arbeit halbtags,vorh sanfte Eingewöhn.bei Oma:1xWo ganzt. Oma +Übernacht. ichmussab 5früh los.+Di-Do ca.5Std bei ihr (arbeite von zuhause aus,Bürobeim.Eltern).Verhältn zu Oma immer sehr gut.Nie geweint, gefragt wo Mama wenn 1Tg voll weg od selbst gesagt Mama arbeit.,gefreut+gelacht wenn ich wieder kam,Verhältnis Papa sehr gut (alle pfleg.Tätigkeiten o. Probl. oder VerteilungAufgaben, Papa windeln, Mama essen,Schlafen m Papa)Seit Nov.12 Papa nur noch GuteNachtGesch.+Mama Schlafen gehen+gesamt eher wieder mamabez.)+ jetz seit anf d Jahres wenn wir beiOma sind:will m Oma essen,windeln wechseln,mit Oma schlafen gehen (obwohl Mama+Papa anwesend)(früher nur mit mir ins Bett)., wenn wir nachhause fahren wollen, soll ich alleine fahren, er will bei Oma bleiben. Wie kann ich mich im Sinne meines Sohnes am besten verhalten?Oma primäre Bindungsperson?

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, sicher nein, die primäre Bezugsperson bleibt immer die primäre Bezugsperson. Wenn etwas in diesem Bindungssystem leidet, dann ist es das Bindungsgefüge. Das heißt, das Bindungsmuster oder der Bindungsstil ändert sich. Aber wenn ein Kind im Rahmen der Loslösung sich über den Vater hinaus auf eine andere Person "verlegt", dann zunächst einmal nur im Gefühl sicher gebunden zu sein. Diese Sicherheit lässt das Kind überhaupt nur das Risiko eingehen.
Nun ist die Großmutter ja oft eine von früh an in die Familie mit einbezogenen Person, so dass die Herstellung einer Beziehung sich wie von selbst ergibt. Ist jetzt diese Großmutter auch eine vom Kind geliebte Person, verkörpert sie gleichsam zwei Prinzipien: einmal ist sie eine erstklassige Ersatzbezugsperson und zusätzliche Bindungsperson und zweitens ist sie auch noch ein gutes weiteres Loslösungsvorbild, je nachdem, in welcher Rolle das Kind sie gerade braucht. So kommt es, dass Kleinkinder ihre Großmutter heiß und innig lieben (seltener auch den Großvater) und dann auch bei ihr schlafen wollen (was immer ein hoher Vertrauensbeweis ist).
Großeltern sollten diese Liebesbezeugungen allerdings nie dazu verwenden, sich in offenkundige Konkurrenz zu den Eltern zu stellen. Im Gegenteil sollten sie immer dem Kind zu verstehen geben, dass sie "nur" die Großeltern sind. Viele Grüße

 
Frage:   Oma/Betreuung

S.g. Dr. Posth! Unser Sohn ist forumgerecht erzogen, super Papa-Beziehung. Mit 22M hat die Kri.Angew. nicht geklappt, daher TaMu 2xWo a 2-3St., z.Zeit bleibe ich noch mit. Seid 3 Wo kommt die Oma zu uns, Di früh->Mi Abend.Unser Sohn liebt sie und bleibt mit ihr problemlos, sie - ein rastloser Entertainer. Nun macht sie auch alles mit, morgens schreit er "will raus", da rennt sie mit ihm aus dem Haus. Er entscheidet über die Richtung bzw ob mit Bus oder U-bahn gefahren wird usw. Zu Hause ähnlich. Toll, das sie die Geduld aufbrungt, dachte ich. Nur seit kurzem kann ich mit ihm kaum von A nach B kommen. Er trotzt, wenn er die Route nicht mag, lässt sich mit nichts überreden. Wenn ich Unmut äußere (er darf das Meiste) muss die Oma her. Dann sind wir beide (Papa) abgemeldet. Ich hoffte er würde den Unterschied zw. bei uns und bei der Oma machen. Soll ich abwarten oder die Oma zum Gespräch bitten? Vielen Dank im Voraus!

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, ein Gespräch mit der Großmutter wäre schon gut. Großeltern missverstehen manchmal ihren Betreuungsauftrag als Freibrief für eine Laissez-faire-Erziehung. Dadurch sind sie dann bei den Kindern zwar sehr beliebt, der Erziehungsauftrag bleibt aber bei den Eltern und Konflikte sind vorprogrammiert. Es ist also wichtig für Großeltern zu wissen, wie die Eltern ihr Kind erziehen und welche Grundsätze und Abmachungen es da gibt. Denn die sollten dann auch von den Großeltern weitgehend eingehalten werden. Das Kind weiß, woran es sich halten kann, und die Eltern entgehen dem argumentativen Druck ihres Kindes, bei den Großeltern dürfe es das, und die Oma/der Opa sollen kommen und die Erlaubnis erteilen. Viele Grüße

 
Frage:   Betreuungssituation

Hallo. Sohn 17M wird 1 Tag/Woche von Oma betreut. Opa kommt auch regelm zu Besuch. Nimmt ihn selten mal allein wenn ich z Arzt muss etc
Klappt beides super, kennt sie gut. Oma fährt 2×/Jahr länger in Urlaub. Für diese Zeit müssen wir eine Leihoma als Vertretung nehmen. Um Beziehung zu Sohn lebendig zu halten wird sie außerhalb der Urlaubszeit 1×/Woche für drei Std kommen und dann im Urlaub die Vertretung machen. Zeit für sanfte Gewöhnung ist da. Sind diese drei festen Bezugspersonen zu viel für Kind? Hat sichere Bindung. Danke

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, sicherlich nicht. Neben den Eltern sind zumeist die Großeltern die wichtigsten Bezugspersonen im Leben eines Kindes. Die Kinder merken auch recht schnell, dass es mit den Großeltern etwas Besonderes auf sich hat. anders gesagt: die Kinder spüren, dass die Großeltern mit zur Familie gehören. Das entnehmen sie dem Umgang der Eltern mit den Großeltern, und sicher spielt auch die Häufigkeit des Kontaktes eine große Rolle dabei. Auch die häufige Ähnlichkeit zwischen Eltern und Großeltern spielt eine Rolle. Darüber hinaus zeigen die Großeltern gewöhnlich auch immer eine intensive Zuneigung zu ihren Enkel(inne)n. Bei Ihnen klappt dieses Prinzip offensichtlich ja auch. Viele Grüße

 
Frage:   Betreuung durch Oma

Hallo,eine tochter bald 2, ist 3 mal die Woche bei der Schwiegermutter, da ich arbeiten muss. Nun habe ich erfahren, dass sie den Schnuller bei ihr abgeben muss, sobald sie das haus betritt, nicht immer aber ab und zu- mein Mann bringt sie morgens zur oma. Sie tut das anscheindend ohne probleme und freiwillig. Wenn meine tochter etwas nicht tun will, sagt Oma zu ihr sie solle es machen sonst lachen sie die anderen kinder aus ( auf dem spielplatz) oder wenn sie weint, ahmt sie sie nach und fragt: Soll ich auch mitweinen? Wenn sie weiterweint, sagt sie: die oma geht, jetzt das ist mir zu laut, wenn du so schreist... Einmal im kinderturnen als ich dabei war wollte meine tochter in eine umkleidekabine und nebenan wurde geduscht, meine tochter wollte in die Kabine und die Oma sagte:
Wir dürfen da nicht rein, sonst schimpfen die Männer. Diese Aussagen finde ich völlig daneben. Ich überlege, ob ich sie zu einer tagesmutter bringe. Wenn ich sie darauf anspreche, versteht sie mich nicht. danke

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, Sie sollten sich gut überlegen, ob Sie den Streit mit der Schwiegermutter wagen wollen. Erstens gibt es auch Tagesmütter, die eine schlechte Pädagogik anwenden und zweitens werden Sie die Großmutter später immer wieder brauchen. Das heißt aber nicht, dass sie alle diese Relikte der "schwarzen Pädagogik" einfach hinnehmen müssen. Am besten setzten Sie sich mit Ihrem Mann zusammen und überlegen, wie Sie der Großmutter klar machen können, wie Sie Ihre Tochter erziehen wollen. Und dass Sie es nicht dulden, wenn sie ganz anders vorgeht, nämlich hausbacken und versteckt autoritär. Großeltern sind sehr wichtig für Kinder. Sie dürfen aber nicht nicht hingehen und ihre oft überkommenen Ansichten in der Erziehung wieter an ihren Enkeln praktizieren. Sie haben ja ihre Ziet gehabt und mehr oder weniger gut genutzt. Jetzt ist eine neue Generation dran. Das gilt übrigens nicht nur für die Erziehung. Viele Grüße

 
Frage:   Bindung an die Großeltern ?

Lieber Hr. Dr. Posth!
Aufgrund großen Respekts vor ihrer Arbeit und Einstellung suche ich wieder ihren Rat. Mein Sohn (3,5J) liebt Oma/Opa (meine Eltern) sehr, andere Verwandte,auch meines Mannes, leben in der Nähe von Oma. Wenn wir aber in jener Stadt sind kommen wir kaum woanders hin,weil Sohn unbedingt immer zu Oma/Opa möchte. Sie machen viele Binungsangebote, mM nach auch zu vereinnahmend, okkupieren ihn zu zweit regelrecht. Möchte nicht autoritär sein und bestimmen,dass wir woanders hin fahren, wohin Sohn aber nicht möchte...Ganzes WE Oma/Opa sehen ist uns Eltern aber zuviel. Oma/Opa waren erste 1,5 J häufig zum Helfen da (Sohn Schreibaby, schwieriges Temperament), entstand da eine "biologische" Bindung an sie? Er nimmt viel von ihnen an, was wir nicht günstig finden, obwohl dzt Kontakte nur ca alle 6 Wochen. Will sie ihm nicht zu sehr vorenthalten, sie nehmen mir die selteneren Einladungen sehr krumm, aber es gibt oft Streit wg Umgangsstil (Opa "alte Schule, unbelehrbar!). Was tun?

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, wenn der Funke einmal übergesprungen ist und Großeltern wichtige Ersatzbezugspersonen geworden, entstehen auch bindungsähnliche Beziehungen zwischen ihnen und den Enkel(inne)n. Das Bedürfnis der Kinder, dann Zeit bei und mit den Großeltern zu verbringen, wird regelmäßig sehr groß. Es kommt eine wohlfühlfaktor auf, der auch damit zu tun hat, dass die Großeltern in der Regel nachsichtiger sind als die eigenen Eltern und auch viel großzügiger. Sie haben die Kinder ja nicht jeden Tag und stehen auch nicht so sehr in der Verantwortung. Folglich zieht es die Kinder regelrecht zu den Großeltern hin.
Mit 3-einhalb Jahren können Kinder aber auch schon allein bei den Großeltern bleiben und dort übernachten. Die Eltern haben dann sogar "frei". Allerdings muss eins gewährleistet sein. Die Großeltern dürfen nicht die Besuchszeit der Enkel(innen) dazu benutzen, das Erziehungskonzept der Eltern zu torpedieren. Das muss muss vorher abgesprochen sein. Fragen in der Erziehungsweise müssen zwischen Eltern und Großelten im Vorfeld diskutiert werden, und man muss sich geeinigt haben, was erlaubt wird und was nicht. Großeltern dürfen, wie gesagt, aber etwas großzügiger sein. Viele Grüße und danke für Ihre Anerkennung.

 
Frage:   Betreuung durch Oma

Tochter, 19 Mt. Bisher nur von mir u. meinem Mann betreut. Oma wohnt weiter weg, darum nicht oft Kontakt. Mittlerw. kennt aber Tochter Oma gut. Herzliches Verhältnis, man merkt, dass Oma Enkelin sehr (!) mag u. umgekehrt, dennoch: versucht dauernd, die Kleine zu "erziehen", findet, Sie müsse das machen, da wir zu sehr verwöhnen. Uneinsichtig, wenn wir das Thema ansprechen. Frage nun; ab wann kann ich Tochter trotzdem mal eine Stunde lang mit Oma spazieren gehen lassen? Sie würde bspw. Tochter sicher niemals weinen lassen, aber würde sicher nicht sofort auf jedigliches Quengeln reagieren, Tochter müsste bspw. sicher im KIWA länger "ausharren" müssen (Geduldschulen...), oder würde bspw. die Kleine beim Trotzen niemals ablenken, solange sie quengelt oder nur leicht weint. Konkret: ab wann kann diese keinen "Schaden" mehr beim Kind anrichten? Wenn wir den Versuch wagen und die Kleine würde dann allenfalls nach Mama rufen (nicht weinen): wäre das zuträglich?

Antwort

Stichwort: Großeltern

Hallo, zunächst einmal ist es wichtig, dass Eltern klarstellen, wer die eigenen Kinder erzieht. Großeltern haben ihre Chance gehabt und diese mehr oder weniger gut genutzt. Jetzt ist eine neue Generation dran. Diese Klarstellung muss immer wieder erneuert werden.
Es ist nun so, dass die Zeiten, die die Kinder bei ihren Großeltern verbringen, oft nicht ausreichen, um den Erziehungsprozess nachhaltig zu beeinflussen. Das setzt natürlich voraus, dass die Großeltern nicht komplett anders mit den Kindern umgehen als die Eltern und vor allem keine Gewalt anwenden. Da müsste sofort gegen einschreiten und den Kontakt einschränken. Aber wenn es sich nur um eine etwas andere Vorgehensweise handelt, kann man das dulden.
Ihre Mutter oder Schwiegermutter wird sowieso schnell lernen, dass man Geduld bei einem Kind nicht einüben kann. Bemerkt man jedoch ein Veränderung beim Kind nach den Besuchen bei den Großeltern, dann solte man das Thema auf jeden Fall zur Sprache bringen. Viele Grüße

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