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Kinderarzt Dr. Posth

Dr. Rüdiger Posth - Entwicklung von Babys und Kleinkindern

Geschrieben von balduine am 18.02.2013

Zwei Fragen

Guten Tag Dr. Posth, ich habe zwei Fragen: Mein Sohn, 17 Mon., ist ein sehr fröhliches und temperamentvolles Kind mit einem ausgeprägten Entdeckerdrang. Er zeigt seine Gefühle wie Wut, Angst usw. sehr offen. Ist beim Zahnen mitunter noch sehr anhänglich. Was mich stutzig macht: Wenn ich etwas mit ihm schimpfe oder mit anderen Personen auch mal lauthals diskutiere, scheint ihn dies nicht sonderlich zu berühren. Von anderen Müttern höre ich, dass die Kinder in dem Alter weinen, wenn die Mütter schimpfen. Ist es bedenklich, dass mein Sohn nicht weint oder nicht sonderlich gestresst scheint? Oder ist er weniger ängstlich als andere Kinder?
Außerdem braucht er nachts noch sehr oft meine Nähe, kommt oft ins Familienbett zum Weiterschlafen. Er wühlt dann zur Beruhigung in meinen Haaren. Dagegen habe ich nichts. Schade ich seiner Selbstständigkeit, wenn ich dies zulasse? Vielen Dank! Beste Grüße.

*Antwort:

Re: Zwei Fragen

Antwort von Dr. Posth am 20.02.2013 Uhr
 
Hallo, wahrscheinlich geben Sie mit der Großzügigkeit Ihrem Sohn z.B. in der Nacht gegenüber soviel Beziehungssicherheit, dass er das Schimpfen am Tage tatsächlich nicht als Bedrohung wertet. Es mag dazu kommen, dass er von Natur aus nicht sehr ängstlich ist, wenngleich er die Angst, die er hat ohne Verdrängung oder Vermeidung zeigt. Alles in allem profitiert er damit von seiner sicheren Bindung. Ihre Diskussionen mit anderen Menschen brauchen ihn nicht zu berühren, solange er sich Ihrer Zuneigung sicher weiß. Viele Grüße
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