73Silke
Hallo Dr. Posth,meine Tochter(27M) will seit 14Tagen nicht mehr schlafen.Jeden Abend:'Ich WILL nicht schlaaafen!'-egal wie müde und tief die Augenringe.Morgens beim aufwachen dieselben Worte.Wir haben ein regelmäßig,unverändertes Einschlafritual(Milchflasche,kuscheln,Buch lesen).Ich begleite sie in den Schlaf-im Schlafzimmer,in ihrem Bett.Bisher haben ich sie nach dem Ritual nicht mehr aufstehen lassen,sondern mit singen,streicheln,Geschichten erzählen versucht,sie von ihrem Trotz(?)abzulenken.Manchmal habe ich aber auch schon geschimpft,wenn das ganze Theater bis 22h ging.Das hat allerdings auch keine Wirkung.Das Zimmer verlassen geht gar nicht,wenn Papa sie ins Bett bringen soll,brüllt sie nach mir.Wir haben auch mal Mittagsschlaf ausgelassen,aber das ändert nichts,außer daß das Ganze nicht so ewig dauert.Ist der Weg bisher richtig oder sollten wir sie gleich länger auf lassen(bisher machen wir das Licht ca. 20h aus)?Vielen Dank
Hallo, es kommt vor, dass Kleinkinder in ihrem Selbstbestimmungsbedürfnis anfangen, sich über ihre eigenen körperlichen Bedürfnisse hinwegsetzen zu wollen. Dass das für sie selbst gesundheitsschädlich ist, das können sie noch nicht denken und verstehen. Es geht ihnen nur um das Prinzip. Insofern helfen keine Erklärungen oder gar Belehrungen. Man kann nur versuchen, möglichst wenig Grund zum Widerstand zu bieten und das Selbstbestimmungsbedürfnis an anderer Stelle ausreichend zuzulassen. Aber da wo es selbstschädigend wird, muss man sich selbst als Mutter oder Vater durchsetzen, nur immer verständivoll und geduldig, sonst wird es noch problematischer. Sie können es aber versuchen, noch ein bisschen Müdigkeit mehr aufkommen zu lassen und dann es vorübergehend vielleicht noch einmal mit Tragen oder im Arm schaueln versuchen. Das aber dann wirklich nur vorübergehend. Was ist mit Schnuller und Tee-oder Wasserfläschchen? Viele Grüße
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