Rund ums Baby

  Expertenforen
  Foren
  Treffpunkte
  Community
  Mein RuB
  Testteam
  Videos
  Suche / Biete

Vornamen
Geburt
Stillen
Babypflege
Ernährung Baby
Kinderernährung
Entwicklung
Vorsorge
Kindergesundheit
Allergien
Frauengesundheit
Mein Haushalt
Kochen
Reisen
Tests
Familie
Finanzen
Spielen
Flohmarkt
Gewinnspiele
Infos und Proben
 
Entwicklungskalender
Entwicklungskalender

Buchtitel - Gefühle regieren den Alltag
Buchtitel - Gefühle regieren den Alltag
Buchtitel - Vom Urvertrauen zum Selbstvertrauen
 
 
 
Kinderarzt Dr. Posth

Dr. Rüdiger Posth - Entwicklung von Babys und Kleinkindern

  Zurück

Normale Selbständigkeitsentwicklung?!

Lieber Dr. Posth,

willkommen zurück im Forum! Ich hoffe, Sie hatten einen schönen Urlaub!

Mir gibt die Selbständigkeit meines Sohnes (in 2 Mon. 3 Jahre) i.M. etw. zu denken. Dazu muß ich ein wenig ausholen-danke für Ihr Verständnis: wir haben sehr turbulente 5 Monate hinter uns gebracht, in denen wir zweimal umgezogen sind. Den ersten Umzug hat David sehr gut verkraftet und ist in dieser Stadt auch in eine Spielgruppe für 3 Std./Woche alleine gegangen, ohne weinen und nach ganz wenigen Stunden Eingewöhnung.
Nach drei Monaten mußten wir wieder wegziehen. Auch diesmal gab es gottseidank keine Probleme, er schlief und schläft wieder durch und schien sehr ausgeglichen. Hier ging er zunächst 2x/Woche für 3 Std. in einen Minikindergarten, in den er sich wieder sehr schnell einlebte. Nach 5 Wochen mußten wir diesen MiniKiGa aber aufgeben und in einen anderen wechseln. Obwohl es ihm im neuen KiGa besser gefällt, läßt er mich allerdings nicht mehr weggehen. Ich möchte ihn auch keinesfalls weinen lassen und würde wirklich nur gehen, wenn er einverstanden ist. Jetzt nagelt er mich aber regelrecht fest und sagt, ich solle ihm versprechen, ihn nicht alleine zu lassen!! Fast scheint es mir, als wolle er mich in dem Punkt nur dominieren, hat aber vielleicht keine echte Bedürftigkeit(??).

Dieses unsichere Verhalten zeigt sich im übrigen auch, seitdem ich wieder schwanger bin, allerdings auch schon, als ich ihm noch nichts gesagt hatte. Als er es dann wußte, meinte er schonmal, er wolle auch in meinen Bauch/ das Baby hätte ja gar keine eigene Mutter etc.... Ich muß gestehen, daß ich in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft recht gereizt war und nicht so einfühlsam mit David war, wie er es sonst gewohnt ist.

Leider ist ihm sein Vater noch immer keine gleichwertige Bezugsperson. Er läßt sich z.B. in den meisten Fällen nur von mir trösten; zu Bettbringen durch den Papa ging mal eine Zeitlang, nun aber soll ich das nur machen. Wir bringen ihn auch oft beide zu Bett, da gibt es soviel Geschrei: Vater wird weggeschickt, darf zum Aus-dem-Fenster- Autos-beobachten wiederkommen, dann MUß aber ich wieder für das Kuscheln und Geschichte wiederkommen...
Meine Fragen: müßte er nicht weiter sein in der Hinwendung zum Vater und was können wir ihm zumuten? Einfach durchziehen oder uns von ihm hin-und her schicken lassen???
Mein Sohn und ich mußten ja immerhin 1,5 Jahre unter der Woche berufsbedingt alleine wohnen, seitdem die ganze Familie wieder zusammen wohnt, gibt es irgendwie viel mehr Unruhe und Geschrei! Ist das altersbedingt oder machen wir grundlegende Fehler?

Ich bin mir natürlich sehr bewußt, daß unser Sohn ganz schön viel wegstecken mußte. Ich frage mich nur, was ist noch normal und was können wir besser machen, um ihn zu stärken?
Ich bin ehrlich gesagt sehr traurig, weil wir immer alles getan haben, um ihn ganz selbstbewußt zu machen und nun? Ist durch dieses Hin-und Her alles kaputt gegangen?

Ich danke Ihnen sehr für Ihre Einschätzung!!

Viele Grüße

Hanna

von Hanna K. am 16.08.2004

*Antwort:

Re: Normale Selbständigkeitsentwicklung?!

Liebe Hanna, Sie dürfen die Selbständigkeit Ihres Sohnes noch nicht überschätzen. Mit 3 Jahren geht die Zeit der Loslösung gerade mal ihrem vorläufigen Ende zu. Und dann müssen Sie beachten, daß sie mit der neuen Schwangeschaft eine Irritation (vom Kind aus betrachtet) in der Loslösung hervorrufen, was normal ist. Ihr Sohn tut genau das, was alle Kinder in dieser Situation tun, nämlich sich flugs noch einmal der Bindung an die Mutter zu versichern. Das geschieht, als ob die Kinder ahnen würden, daß sie die Mutter in Zukunft auf ewig zu teilen haben. Die verschiedenen Umzüge waren nebenbei auch sicher etwas schwierig für Ihren Sohn. Daher sollten sie sein momentanes bindungsbedürfnis noch einmal ohne Argwohn annehmen und ihm gewähren. Um so schneller schreitet er nachhher voran in seiner Selbständigkeit. Viele Grüße

Antwort von Dr. Rüdiger Posth am 20.08.2004
    Die letzten 10 Fragen an Dr. med. Rüdiger Posth  
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz
Forenarchiv
 
© 1998-2014 USMedia