| Geschrieben von menasse am 18.02.2013 |
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Nochmal Regression / Zwang
S.g.Dr. Posth,
vielen Dank für Ihre sehr Antwort von letzter Woche (REGRESSION nach Start im Kiga). Ich habe noch zwei Fragen dazu:
1) Wenn meine Tochter alles runterwirft und ich weggehe, läuft sie hinterher, um weiter zu "provozieren", nicht weil sie alleine Angst hat. Wie könnte in dieser Situation eine sinnvolle "Auszeit" aussehen?
2) Jetzt ist sie zusätzlich seit einer Woche krank und sehr angeschlagen. Das hat die Situation noch verschlimmert. Inzwischen verweigert sie alles, sogar das Wickeln ist schwierig. Die letzten zwei Tage haben wir sie deshalb je 2x zum Fiebermessen und Zähneputzen gezwungen, weil alles Ablenken, Aushandeln und Überreden nicht half. Sie ist dann immer außer sich und ich fühle mich auch nicht wohl damit, sie so festzuhalten und gegen ihren Willen zu agieren. Aber die Zähne gar nicht mehr zu putzen geht ja auch nicht. Was würden sie raten? |
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Antwort:
Re: Nochmal Regression / Zwang
Antwort von Dr. Posth am 20.02.2013 Uhr
Hallo, es ist ein Teil der Regression, dass vermehrtes Trotzen und erhöhte Anhänglichkeit den Alltag schwer machen. Zusätzliche Krankheiten setzen sich dann noch oben drauf. In solchen Phase muss man als Eltern nachsichtig mit seinen Kindern sein. Was unbedingt gemacht werden muss, weil es "lebenswichtig" ist, muss dan durchgesetzt werden, auch gegen den Protest des Kindes. Dabei muss man dann aber ruhig bleiben und in einfachen Worten versuchen, sein Kind von der Richtigkeit des Geschehens zu überzeugen. An diesem Punkt gibt es Kollisionen im Eltern-Kind-Verhältnis, die nicht aus der Welt zu räumen sind. Sie sind aber dann kein Grund für Vertrauensverlust aufseiten des Kindes, wenn der Gesamtrahmen weiter absolut kindgerecht bleibt, und keine direkte Gewalt angewandt wird (seelisch wie körperlich). Das Vertrauen beim Kind erfährt auch wieder Stärkung, wenn einmal auf die Durchsetzung einer Notwendigkeit verzichtet wird. Also Konsequenz sollte nie Unabänderlichkeit bedeuten. Alle Menschen leben von und mit Ausnahmen.
Die Ausszeit hat da ihre Grenze, wo das Kind die Trennung absolut nicht aushalten kann. Da muss dann Drohen und Schimpfen reichen, und das ist eigentlich auch immer der Fall. man muss nur überzeugend sein. Viele Grüße |
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