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Kinderarzt Dr. Posth

Dr. Rüdiger Posth - Entwicklung von Babys und Kleinkindern

Geschrieben von Dr. Posth am 20.02.2013

Re: http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/Http-www-rund-ums-baby-de-entwicklung-Mi

Hallo, Sie müssen unbedingt erst das Ernährungsproblem lösen lassen, bevor Sie weitere Schritte planen können. Die Ablehnung des Schnullers ist meistens nur Folge eines zu späten Beginns oder eines ungeduldigen Einführens am Anfang der Säuglingszeit. Wahrscheinlich ist es auch bei der Einführung der Beikost jetzt eine Frage des geduldigen Angewöhnens, bis Ihr Sohn bereit ist, diese Ernährungsform neben dem Stillen anzunehmen.
Sie können am Anfang ruhig bei einer Geschmacksrichtung bleiben und davon dann zu einer bestimmten Zeit am Tag vor dem Stillen soviel geben, wie Ihr Sohn mag. Solange das Füttern am Tage noch gar nicht richtig funktioniert, müssen Sie sich nachts auf das Bedürfnis nach der Mutterbrust vorerst weiter einstellen. Wahrscheinlich akzeptiert Ihrt Sohn dann auch kein Wasser- oder Teefläschchen. Die 1,5 Stunden haben etwas mit dem Schlafrhythmus zu tun und mit der Erwartungshaltung Ihres Sohnes, beim Wachwerden zur Beruhigung immer die Brust zu bekommen. Er weiß ja nicht, dass er "schon" nach der Hälfte der Zeit wieder wach geworden ist. Aber prinzipiell könnten Sie nach 1,5 Stunden erst einmal versuchen, ihn anders zu beruhigen als durch das Stillen (was in Ihrer Situation wahrscheinlich nur durch Herumtragen geht).
Meckern, Schimpfen, Quengeln ist auch beim Säugling eine Form der Spannungsabfuhr. Solange es dabei bleibt, schadet es sicher nicht. Längeres Weinen oder gar schreien schadet in der Tat und führt zunächst zu keiner Besserung seines Verhaltens. Auch hier sind viel Geduld und vor allem geschicktes Ablenken angesagt. Viele Grüße
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