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Kinderarzt Dr. Posth

Dr. Rüdiger Posth - Entwicklung von Babys und Kleinkindern

Geschrieben von didi29 am 21.02.2011

Durchschlafen im eigenen Bett...

Sehr geehrter Dr. Posth,
ich habe eine Frage zum Schlafverhalten unserer Tochter (gerade 1 geworden).Sie schläft bei uns aber im eigenen Bett und schon seit längerem durch d.h. ohne Mahlzeit. Seit einiger Zeit wacht sie Nachts mehrmals auf, manchmal muss man nur den Schnuller geben aber manchmal hat sie große Probleme wieder einzuschlafen. Sie scheint dann nicht mehr wieder in den Schlaf zu finden-ist zwar ruhig wenn ich ihr den Schnuller gebe aber kaum liege ich wieder im Bett geht es wieder los. Wenn es gar nicht anders geht nehm ich sie mit in unser Bett wo sie meist sofort einschläft. Ist das ok? Habe in ihrem Forum gelesen dass im laufe des 2.Lebensj.möglichst Hör-bzw.Sichtkontakt zur Beruhigung ausreichen sollen. Wie können wir ihr dabei helfen? Vielen Dank

*Antwort:

Re: Durchschlafen im eigenen Bett...

Antwort von Dr. Posth am 23.02.2011 Uhr
 
Hallo, Hör- und Sichtkontakt sind gewährleistet, wenn das Kinderbett nah beim Elternbett steht. Dann kann man sich aufrichter und hinüberlangen, um sein Kind zu beruhigen. Das können dann Mutter und Vater abwechselnd tun, denn die väterliche Versorgung des Säuglings in der Nacht stärkt die Bindung zum Vater erheblich, wie empirische Forschungen ergeben haben.
Sicher darf man ausnahmsweise sein Baby auch wieder zu sich ins Bett nehmen, aber das sollte kein Gewohnheit werden, es sei denn man wollte selbst diese Konstellation. Es genügt, zuerst immer wieder auf Hör- und Sichtkontakt zu bestehen, bevor man dann sein Kind mit zu sich ins Bett nimmt, weil es sich sonst partout nicht beruhigen kann. Das 2. Lebensjahr ist übrigens ja noch lang. Viele Grüße
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