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Der erste Brei - die Beikost Der erste Brei - die Beikost
Geschrieben von SunshineMummy am 07.11.2017, 20:56 Uhrzurück

Was nun? :/

Hallo, Mädels.
Ich wende mich auf Rat an euch, da wir aktuell nicht wirklich wissen was zu tun ist.
Unsere kleine Maus ist jetzt 17 Wochen alt und bekommt, seitdem sie nach der 7. Woche nicht mehr gestillt wird, die Pre-Milch.
Seit längerer Zeit trinkt sie mehr, häufiger. Laut KiA sollen wir auf die 1er umsteigen, laut Hebamme sollenwir bei der Pe bleiben und jetzt mit der Beikost beginnen. Da hier die Meinungen auseinander gehen (ich selber auch eher zu Pre+Beikost) tendiere, wollte ich nach eurer Meinung fragen.

Falls von Relevanz: Sie zeigt bereits seit Wochen Interesse am Essen (sie zappelt und öffnet ihren Mund, wenn sie in der Wippe in der Küche sitzt, während ich esse. Ist das ein Zeichen dafür, dass man eventuell doch mit der Beikost beginnen sollte? Irgendwas muss ich auf jeden Fall tun, denn das Kind hungert ja bald.. Und mehr Pre füttern geht leider auch nicht, denn das was sie dann gerne trinken würde überschreitet alle erdenklichen Grenzen. Pre sollja nicht zur Überfütterung führen und darf nach Bedarf gefüttert werden, die ganze Menge an Wasser, die sie in ihrem kleinen Magen verstaut kam uns heute schon hoch. SIe trinkt und wenn die Flasche leer ist schreit sie bis sie noch was bekommt. So drastisch seit vorgstern. Erst schob ich das auf einen eventuellen Schub oder ähnliches, aber heute war es genau so.

Danke euch im Voraus

 
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*7 Antworten:

Re: Was nun? :/

Antwort von emilie.d. am 07.11.2017, 21:38 Uhr

Wieviel trinkt sie denn genau in 24 h? Im Schub darf sie auch deutlich über 1 l trinken. Würdest Du stillen, würdest Du auch nicht sehen, wieviel sie trinkt.
Wenn es ihr va ums Saugen geht, würde ich bei der Flasche auf eine kleinere Lochgröße wechseln.
Google mal Anzeichen für Beikostreife, danach würde ich mich richten.

 

Re: Was nun? :/

Antwort von SunshineMummy am 07.11.2017, 22:08 Uhr

Den einen Liter trank sie bereits vor Wochen. Es sind mehrals 1,5 L gewesen heute. Ich würde vielleicht nicht sehen, wieviel sie trinkt, da hast du ja Recht. Ich sehe aber die Milch, die wieder rauswandert, wie oben erwähnt.
Ums saugen geht es ihr auch nicht, sie widersetzt sich dem Schnuller und den 3M+ Flaschensaugern.
Die Anzeichen sind bereits seit Wochen da, ohne diese wäre ich auch nicht auf die Idee gekommen an Beikost zu denken. Mir geht es hierbei lediglich um die optimale Lösung des Problems, was ihren nicht stillenden Hunger betrifft.

 

Re: Was nun? :/

Antwort von emilie.d. am 07.11.2017, 23:35 Uhr

Wenn sie wirklich hungrig ist und Du jetzt mit Gemüse anfängst, wird sie nicht weniger hungrig sein. Ein Gemüsebrei hat nicht mal die Hälfte der Kalorien, die Premilch hat.
1er hat genau die gleiche Kalorienmenge wie Pre.
Um den 4. Monat rum liegt ein Wachstumsschub/Entwicklungsschub. Die Kleinen schlafen oft schlechter, nehmen ihre Umgebung aber immer besser wahr, beobachten uns ganz genau, imitieren uns. Trinken mehr. Wir hatten mit unserem 2. Kind im Urlaub den Konflikt, dass am Tisch auch alle meinten, unser Kleiner wolle unbedingt mitessen, ihm würde ja schon der Speichel ins Essen tropfen und mein Mann irgendwann wütend aufgestanden und mit Kind zum Strand gestapft ist, weil ihm dieses 'Jetzt gib ihm halt mal ne Nudel.' so genervt hat. Dieses Verhalten muss einfach nicht heißen, dass ein Kind beikostreif ist.
Ein beikostreifes Kind hat schon einen deutlich abgeschwächten Zungenstoßreflex, kann im Idealfall selbst sitzen, selbst das Essen greifen.
Ich sehe Dein Kind nicht, aber so von außen hört es sich nach einem normalen Wachstumsschub an. In so einem Fall müsste man weder die Milch wechseln noch unbedingt mit Beikost anfangen.

 

Re: Was nun? :/

Antwort von SunshineMummy am 08.11.2017, 8:01 Uhr

Durch das langsame Einführen der Beikost sollte ja nicht der Kalorienbedarf gedeckt werden, sondern Sättigungsgefühl herbeigeführt werden. Die Tagesmenge wird ja weiterhin durch die Pre erreicht?!

 

Re: Was nun? :/

Antwort von AmyBell am 08.11.2017, 11:44 Uhr

Ich kann dir nicht sagen, was für euch richtig ist, ich kann nur von uns sprechen.

Wir hatten in den alter über einen Liter Pre und ein vor Hunger weinendes Kind.
Kurz und gut, ich habe auf 1er umgestellt und mit Beikost weiter gemacht.

Die Trinkmenge und die Abstände (bei Pre zum Schluss bis zu 45min nur noch) normalisierten sich.
Wir konnten noch was anderes machen, ausser Fläschchen machen :)

Satt wird sie heute nur, wenn Kartoffeln oder Getreide dabei sind. Idealerweise mit Protein (Fleisch oder Fisch)

Für uns war das der richtige Weg

 

Re: Was nun? :/

Antwort von emilie.d. am 08.11.2017, 12:47 Uhr

Das langsame Einführen der Beikost dient dazu, den Körper mit Allergenen in Kontakt zu bringen, um Allergien zu vermeiden.
Das Risiko, Unverträglichkeiten und Allergien zu entwickeln, sinkt, wenn Beikost unter 'Muttermilchschutz' eingeführt wird. Die WHO empfiehlt, eisenreiche Beikost ab dem 6. Monat einzuführen. Da in Deutschland da aber schon ein Großteil abgestillt hat, empfiehlt man hierzulande ab dem vollendenten 4. Monat.
Du gibst Pre, insofern hast Du da keinen Druck. Bei vielen Kinderärzten geistert auch noch eine alte, gefälschte Studie herum, die einen Eisenmangel herbeireden wollte, wenn Kinder nicht spätestens mit 6. Monaten Fleischgläschen bekommen. Die war von der Fleischindustrie gesponsert. Pre enthält Eisen, ebenso wie Muttermilch.
Es gibt Kinder, die bis zum 9. Monat oder im Extremfall bis zum 12. Monat kaum Beikost essen. Beim Zahnen und bei Krankheit wird Beikost oft verweigert. Auch das ist normal.
5 Monatsbabys wachsen rasend schnell und brauchen dementsprechend Nährstoffe in einer gut verfügbaren Form und in Schubzeiten eben auch in großen Mengen. Das leistet Pre. Sie enthält sämtliche Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiße, Fette, Laktose usw., die ein Baby in dem Alter braucht.
Pre sollte wie Mumi nach Bedarf gegeben werden. Wenn Dein Baby gerade 2 cm die Woche wächst oder sich mehr bewegt, wird es entsprechend Hunger haben.

Ich will Dir die Beikost nicht ausreden. Aber es ist wie der Name sagt Beikost, insbesondere bei so jungen Kindern wie Deines. Es geht nicht drum, dass das Kind mit einem Getreideberg im Bauch im Fresskoma liegt, sondern eben Getreideproteine, Gemüse und Co. kennenlernt und ansonsten seine Milch mit den optimal abgestimmten Nährstoffen bekommt. Vielleicht ist nächste Woche der Spuk eh schon vorbei und Dein Kleines trinkt wieder weniger.

 

Re: Was nun? :/

Antwort von lanti am 10.11.2017, 10:39 Uhr

Hallo,

Trinkmengen über 1 Liter sind im Schub nicht ungewöhnlich und der geht ja nicht nur ein paar Tage, sondern häufig länger. Hohe Trinkmengen sind vorübergehend unbedenklich . Denn was zuviel ist kommt - wie ihr gesehen habt - ja wieder raus.

Pre und 1er Milch haben wie beschrieben gleich viele Kalorien. Der Unterschied ist nur die Stärke und die kann - wie die Hebamme schon sagt - idealerweise über die Beikost zugeführt werden (im Sinne einer naturnahen Ernährung nicht über die Milch), wenn das Baby reif dafür ist.

Die Beikostreifezeichen sind hier sehr anschaulich dargestellt incl. Video:
https://www.babytipps24.de/beikostreife/

Wenn Du den Eindruck hast, Dein Säugling möchte essen und braucht Beikost, kannst Du einfach etwas Gemüsebrei oder mit Pre Milch angerührten Getreidebrei (zB Reis oder nähstoffreicher Hirse, Hafer oder Dinkel von dm bio) anbieten und schauen, wie es klappt.

https://www.babytipps24.de/erster-milchbrei/

Du kannst ja mal berichten, wenn Du magst...

Alles Gute

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