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Missverständnisse

Missverständnisse sind natürlich ganz normal und an der Tagesordnung. Sie brauchen wirklich kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Sie dann und wann absolut nicht herausbekommen können, was Ihr Baby von Ihnen will.
Es lernt auch mit der Frustration, nicht immer verstanden zu werden, umzugehen. Schließlich ist es ein ganz natürlicher Vorgang, mit der Zeit auch die Tatsache zu begreifen, dass die Eltern nicht allmächtig sind und nicht in jedem Fall jedem Wunsch entsprechen können.

In den ersten Monaten ist das Repertoire der Mimik darüber hinaus noch so klein, dass die eine oder andere Geste herhalten muß, um verschiedene Dinge auszudrücken. So ist ein Baby, das sich gähnend die Augen reibt, nicht immer müde und will ins Bett. Es kann auch der Ausdruck einer Überforderung sein und soviel bedeuten, wie: "... hör´ jetzt bitte mal einen Moment auf zu reden, Tante ..!" Auch ist es darauf angewiesen, zu üben, um die Koordination seiner Mimik weiter
zu verfeinern.
Der beste Zeitpunkt dafür ist für das Baby nicht gegeben, wenn es allein im Bettchen liegt,
sondern dann, wenn es zu einem Gegenüber einen Kontakt hat. So kann es auch einmal garnichts Besonderes zu bedeuten haben, wenn es z. B. beim Wickeln Grimassen schneidet,
die Stirn runzelt - grundlos von einer Stimmung in die andere zu fallen scheint. Die Wissenschaft nennt dieses "Gesichtermachen" auch "spontane Mimik" - und vermutet, dass damit nicht zuletzt auch die Gesichtsmuskulatur geübt werden soll.

Je älter ein Baby wird, desto besser kann es sich mitteilen. Mami und Papi brauchen im Grunde nichts weiter zu tun, als aufmerksam hinsehen. Dann werden sie sehr bald zu "Mimik-Experten" werden, Babys Sprache gut verstehen und z. B. deuten können, ob es mit einem weinerlichen Gesicht Hunger, Schmerz, Einsamkeit, einen anderen Standpunkt oder einfach nur Langeweile ausdrücken möchte.

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