Expertenforen   Foren   Treffpunkte   Community   Mein RuB   Testteam   Videos   Suche / Biete
Vornamen Stillen Ernährung Entwicklung Kindergesundheit Haushalt Reisen Erziehung Finanzen Gewinnspiele
Geburt Babypflege Allergien Vorsorge Frauengesundheit Kochen Tests Familie Flohmarkt Infos & Proben

Warum werden Babys wund?

Interview zum Thema "wunde Babyhaut" mit Stillberaterin Biggi Welter.

Stillberaterin Biggi Welter
Warum werden Babys wund?

Babyhaut ist rosig, weich und zart - aber leider nicht immer.
Gerade im Windelbereich, unter den Armen oder auch am
Hals kann sie knallrot, gereizt und schmerzend sein. Doch
woran liegt es, dass Babys wund werden und wie kann man
zarte Babyhaut davor schützen?

Wir haben mit Stillberaterin Biggi Welter über dieses Thema
gesprochen.

Redaktion:

Liebe Frau Welter, woran kann es liegen, dass Babyhaut wund wird?

Stillberaterin Biggi Welter:

Wunde Haut kann bei Babys unterschiedliche Ursachen haben. Wenn Babys im Windelbereich wund sind, kann es sein, dass sie zu lange eine feuchte Windel anhatten. Auch wenn an die Haut zu wenig frische Luft kommt, das Baby allergisch auf Bestandteile der Höschenwindel reagiert oder zahnt, können am Po wunde Hautstellen entstehen.

Redaktion:

Was passiert mit der Haut, wenn sie wund ist?

Stillberaterin Biggi Welter:

Gesunde Haut bildet einen natürlichen Schutzmantel und ist in der Lage, Bakterien und Pilze erfolgreich abzuwehren. Ist dieser natürliche Schutzmantel angegriffen, weil die Haut z. B. durch Reibung oder durch die aggressiven Bestandteile von Urin und Kot geschwächt ist, kann sie ihre Schutzfunktion nicht mehr erfüllen. Bakterien und Pilze können sich ansiedeln. Die Haut reagiert darauf mit Entzündungsanzeichen: rötet sich, reißt ein und nässt.

Redaktion:

Welche Erreger können sich auf der empfindlichen Haut ansiedeln?

Stillberaterin Biggi Welter:

Der natürliche Schutzmantel der Haut ist an wunden Stellen durchlässig für Pilze und Bakterien. Häufig setzt sich dann ein Pilz auf die feuchte Haut: Candida albicans, der weiße Hefepilz. Eigentlich ein harmloser Pilz, der bei den meisten Menschen in der Mundhöhle und im Verdauungstrakt vorkommt, bei geschwächter Haut kann er jedoch zu Windelsoor führen. Erkennbar wird dies durch Entzündungen, schmerzhafte Bläschen und schuppige Haut.

Redaktion:

Wann sollten Eltern den Kinderarzt aufsuchen?

Stillberaterin Biggi Welter:

Wenn man mit normalen Pflegemaßnahmen nicht mehr weiterkommt, und das Kind unter der wunden Haut leidet oder sogar Schmerzen beim Wickeln hat. Aus einer wunden Stelle am Po kann mit der Zeit auch eine Windeldermatitis entstehen, die durch Bakterien ausgelöst wird. Mit wirkstoffhaltigen Salben kann man sie in den Griff bekommen. Die richtigen Mittel dazu verordnet der behandelnde Kinderarzt.

Redaktion:

Können auch Stillkinder wund werden durch Lebensmittel, die die Mutter gegessen hat?

Stillberaterin Biggi Welter:

Gestillte Babys haben nur selten einen wunden Po. Bei besonders empfindlichen Babys kann jedoch auch die Nahrung der stillenden Mutter für das Wundsein verantwortlich sein. Es gibt Kinder, die reagieren auf saure Lebensmittel wie Zitrusfrüchte und Fruchtsäfte oder auf gewürzte Speisen, in denen Paprika, Curry oder Chili enthalten ist. Das gilt jedoch nicht für jedes Kind. Daher sollten stillende Mütter am besten ausprobieren, was ihr Baby toleriert und was nicht.

Bei Kindern, bei denen zugefüttert wird, kommt es häufiger vor, dass sie im Windelbereich wund werden. Durch etwa eine Woche lange Abstände beim Einführen neuer Beikostsorten kann man am besten herausfinden, was das Kind verträgt.

Redaktion:

Was kann man tun, um wunde Haut bei seinem Baby zu vermeiden?

Stillberaterin Biggi Welter:

Am besten die Haut trocken halten. Das feuchte Milieu schadet der Haut, dort halten sich gerne Pilze und Keime. Im Windelbereich bedeutet das: Häufig wickeln und das Baby auch ab zu ganz ohne Windel strampeln lassen, damit genügend frische Luft an die Haut kommt.

Redaktion:

Und was können Eltern tun, damit sich die Haut schnell wieder erholt?

Stillberaterin Biggi Welter:

Stillende Mütter können ein paar Tropfen Muttermilch ausstreichen und auf die mit Wasser gereinigten, roten Hautstellen geben. Muttermilch wirkt entzündungshemmend und fördert die Heilung. Die Wirkstoffe der Ringelblume (Calendula) wirken ebenfalls entzündungshemmend, bzw. kann man nach dem Reinigen etwas Calendula-Öl auf die Hautfalten an den Beinen, am Hals und unter den Armen auftupfen. Rasche Hilfe bei wunden Stellen bringen vor allem auch im Handel erhältliche Wundschutzpräparate.

 

Frau Welter, vielen Dank für das Gespräch.

Anzeige


Wundschutz Creme
nach dem Vorbild der Natur

 

Bübchen hat nach dem Schutzprinzip
der natürlichen Käseschmiere den
ultra sensitiven WUNDSCHUTZ ent-
wickelt, der die Haut im Windelbereich
besonders sensitiv vor Rötungen und
Irritationen schützt.

Käseschmiere

Babys Haut natürlich geschützt

In den Wochen vor der Geburt umhüllt sich Babys Haut mit der Käseschmiere, lateinisch vernix caseosa. Sie schützt die Babyhaut vor dem Aufweichen durch das Fruchtwasser und vor Infektionen.

Hier können Sie sich austauschen

Forum Babypflege

Forum Babypflege

Wie oft muss ich mein Baby baden?
Wann sollten die Nägel geschnitten werden?
Tauschen Sie sich mit anderen Müttern aus!

ins Forum

© copyright 1998-2017 by USMedia. Alle Rechte vorbehalten.  Team   Jobs   Datenschutz   Impressum