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Die möglichen Therapien und Behandlungen von Allergien

Die möglichen Therapien und Behandlungen von Allergien

Die möglichen Therapiemaßnahmen bei Allergien könnte man in drei Bereiche einteilen:

Meidung der Reize, Hyposensibilisierung und medikamentöse Behandlung.

Meiden der Allergene oder "Allergenkarenz"

Die einfachste und wirksamste, aber leider nicht immer realisierbare Methode eine allergische Reaktion zu verhindern, ist, den allergieauslösenden Stoff zu meiden. Das bedeutet, dass man beispielsweise Nahrungsmittel, auf die der Körper allergisch reagiert, nicht zu sich nehmen sollte. Liegt eine Nickelallergie vor, so sollte Schmuck mit Nickelgehalt (vor allem Modeschmuck, aber auch Weißgold) nicht in den Kontakt mit der Haut gebracht werden.

Sehr schnell wird klar, dass ein Meiden der betreffenden Allergene oftmals nur schwer bzw. in vielen Fällen gar nicht möglich ist - besonders schwierig ist es, wenn der Körper auf Pollen oder Hausstaub und Tierhaare allergisch reagiert.

Allergene wie Pollen und Schimmelpilze verwehen mit dem Wind und verteilen sich so oftmals über mehrere hundert Kilometer weit - ein Entkommen ist also kaum möglich. Ein Pollenallergiker müsste praktisch während der Blütezeit "seines" Pollens seinen Wohnsitz in eine Gegend verlegen, in denen die Pflanze, auf die er allergisch reagiert, am besten gar nicht vorkommt oder aber zu völlig anderen Zeiten blüht. In vielen Fällen hilft aber auch schon eine Urlaubsplanung, die die Blütezeiten am Wohnort berücksichtigt - dann ist ein Aufenthalt im Hochgebirge oder an Küstenbereichen bzw. auf den Inseln günstig.

Wenn eine Meidung nur schwer oder gar nicht möglich ist, wird es in vielen Fällen das Bestreben des Arztes sein, den Patienten gegen die betreffenden Allergene so weit es geht "unempfindlich" zu machen.

Hyposensibilisierung

Die Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung (sinngemäß: "unempfindlich machen" bzw. "weniger empfindlich machen), die auch als Immuntherapie oder Allergieimpfung bezeichnet wird, ist derzeit die einzige bewährte Behandlungsform, die an der Ursache der Allergie ansetzt. Die Idee dieser Therapie ist es, dem Patienten das Allergen unter ärztlicher Aufsicht allmählich in steigender Dosis zuzuführen, um den Körper auf diese Weise langsam an die eigentlich harmlosen Stoffe (Allergene), auf die er überreagiert, zu gewöhnen.

Diese Therapie wird mit einem besonders aufgereinigtem Allergenextrakt durchgeführt, wobei die Dosis so gewählt wird, dass noch keine Allergie ausgelöst werden kann. Diese Hyposensibilisierungslösung wird in der Regel unter die Haut gespritzt (klassische Hyposensibilisierung) - oder alternativ in Tropfenform verabreicht (orale Hyposensibilisierung). Die Behandlungszeit beträgt meist zwei bis drei Jahre - manchmal auch längere Zeit. Die Dauer einer Therapie ist im wesentlichen abhängig davon, wie gut der Patient auf die in steigender Dosierung verabreichten Medikamente reagiert und wie schnell sich die allergischen Symptome im Alltag mindern.

Die Hyposensibilisierung sollte immer von einem allergologisch erfahrenen Facharzt durchgeführt werden, da bei unfachmännischer Handhabung durchaus unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können. Richtig angewandt hingegen ist die Hyposensibilisierung eine erfolgversprechende Therapie.

Medikamentöse Behandlung

Hinsichtlich der heutigen Möglichkeiten einer medikamentösen Behandlung sagt der Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB):

"Die medikamentöse Behandlung dient zur Linderung und Vermeidung der Krankheitssymptome und zur Behandlung der entzündlichen Schleimhautschwellungen. Sie bekämpft zwar nur die Symptome, nicht die Ursache, ist jedoch oft die einzige Möglichkeit, um den betroffenen Patienten, beschwerdefreie oder mit nur geringen Beschwerden belastete Tage zu verschaffen.

Antihistaminika: Im Verlauf der allergischen Reaktionen wird vermehrt Histamin freigesetzt, das als Botenstoff die allergischen Reaktionen des Körpers, wie Juckreiz, Schleimhautschwellung usw. veranlasst. Antihistaminika-Präparate wirken den Histamin-Effekten entgegen. Sie helfen dadurch gegen den Juckreiz und Hautausschlag, mindern Schwellungen und dämmen Niesattacken und Nasenfluss ein. Die beschwerdelindernden Wirkungen treten bereits nach wenigen Minuten ein. Präparate, die direkt lokal am Ort der Beschwerden (also Nase oder Augen) eingesetzt werden, verursachen fast keine Nebenwirkungen mehr.

Dinatriumcromoglycat (DNCG): DNCG stabilisiert die Mastzellen und blockiert damit deren Histaminausschüttung. DNCG wirkt nicht bei akut auftretenden Beschwerden, sondern vorbeugend. Deshalb muss DNCG beispielsweise während der Pollensaison regelmäßig (täglich) angewendet werden, oder ca. eine Stunde vor dem Genuss einer Mahlzeit, die Nahrungsallergene enthalten könnte.

Kortison: Das Kortison, ein körpereigenes Hormon der Nebennierenrinde, wird eingesetzt, um bleibende Schäden als Folge der chronischen, allergisch verursachten Entzündung in ihrem Ausmaß zurückzuhalten. Bei inhalativen Allergien wird es überwiegend als Spray zur Inhalation oder als Nasenspray eingesetzt. Kortison schützt die Schleimhäute vor den Entzündungserscheinungen. Als Spray ist es nahezu frei von Nebenwirkungen, da es hier direkt an die Schleimhäute und nicht in den Blutkreislauf gelangt. Auch Kortison entfaltet seine Wirkung vorbeugend; es wirkt nicht im akuten Anfall. Bei Hautekzemen werden kortisonhaltige Hautcremes verwendet, um das Ekzem zum Abheilen zu bringen und einer chronischen Hautveränderung vorzubeugen."

 
Falls Sie Fragen rund um das Thema Allergievorbeugung haben, können Sie diese auch unserer Allergie-Expertin Dr. Susanne Reibel im Allergieforum stellen.

Zuletzt überarbeitet: Juli 2015

   

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