Tipps vom KinderarztKindergesundheit

  Expertenforen   Foren   Treffpunkte   Community   Mein RuB   Testteam   Videos   Suche / Biete
Vornamen Stillen Ernährung Entwicklung Kindergesundheit Haushalt Reisen Erziehung Finanzen Gewinnspiele
Geburt Babypflege Allergien Vorsorge Frauengesundheit Kochen Tests Familie Flohmarkt Infos & Proben

Kreuzallergien bei Kindern und Erwachsenen

Kreuzallergien bei Kindern und Erwachsenen

Juckende Augen, eine laufende Nase oder brennender Ausschlag auf der Haut: Eine Allergie kann sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Durch einen Allergietest beim Arzt lässt sich in aller Regel herausfinden, auf welche Stoffe der Körper besonders überempfindlich reagiert.

Doch oft wirken nicht nur Allergene aus Gräser-, Kräuter- oder Baumpollen reizend. Bei manchen Allergikern antwortet das Immunsystem auch auf Eiweiße aus bestimmten Früchten, Nüssen oder Gemüsesorten mit einer Überreaktion. Reagiert das Immunsystem zum Beispiel auf Birkenpollen "verschnupft", ist es auch möglich, dass es ähnliche Eiweißstrukturen wie sie in Nahrungsmitteln z. B. in Äpfeln, Aprikosen, Birnen und Karotten vorkommen, als feindlich einstuft und sich dagegen wehrt. In diesen Fällen spricht man von einer Kreuzallergie.

Appelle wie: "Iss doch bitte mehr Obst, Kind!" Bleiben dann ungehört, denn betroffene Kinder entwickeln im Schulalter eine regelrechte Abneigung gegen bestimmte Obstsorten. Verständlich, denn falls das Kind unter einer Birkenpollen-, Beifuß- oder Hausstauballergie leidet, ist die Chance groß, dass es bei einigen Obstsorten Verdauungsbeschwerden bekommt. Andere, häufige Nahrungsmittelallergien wie z. B. gegen Milch, Ei oder Erdnüsse machen sich dagegen meist schon im Baby und Kleinkindalter bemerkbar.

Häufiges Phänomen Kreuzallergie

Kreuzallergien treten häufig auf: Rund 60 bis 70 Prozent der Birkenpollenallergiker haben gleichzeitig eine durch Lebensmittel ausgelöste so genannte "Pollen-assoziierte Nahrungsmittelallergie".

Die allergische Reaktion kann dabei ganz anders ausfallen, als man es von der Pollenallergie gewohnt ist: Statt juckenden Augen oder Fließschnupfen kommt es nach dem Verzehr zu Durchfällen, Magenschmerzen oder einem pelzigen Gefühl im Mund- und Rachenraum. Bei manchen Allergikern treten die Beschwerden beim Essen dieser Nahrungsmittel das ganze Jahr über auf, bei anderen nur dann, wenn ihre "Hauptallergie" während der Pollensaison besonders aktiv ist.

Gut zu wissen: Meist verträgt man die einzelnen Obst- und Gemüsesorten nur in rohem Zustand nicht, in gekochter Form jedoch sehr wohl, denn das Erhitzen verändert die Eiweißstrukturen der Lebensmittel. Auf gekochtes Karottengemüse, Apfelmus oder einen gebackenen Birnenkuchen muss man deshalb nicht für immer verzichten - lieber vorsichtig ausprobieren, ob die Beschwerden wirklich auftreten.

Typische Kreuzallergien

Viele Allergiker ahnen gar nicht, wie viele Nahrungsmittel als mögliche Kreuzallergien in Frage kommen. Hier finden Sie eine Liste an Hauptallergenen und die dazu möglichen Kreuzallergiekombinationen. Aber auch der Hautkontakt mit einigen Pflanzen oder Vögeln (z.B. Wellensittich oder Kanarienvogel bei Hühnerei-Allergie) kann dann zur allergischen Reaktion führen.

Birken­pollen Erle, Hasel, Esche, Buche, Eiche, Beifuß, Sellerie, Nüsse (v.a. Haselnuss), Mandeln, Karotten, Apfel, Birne, Aprikose, Pfirsich, Pflaume, Mirabelle, Zwetschge, Brombeere, Erdbeere, Himbeere, Litschi, Kirsche, Kiwi, Gewürze, Kartoffel, Haselnuss
Beifuß­pollen Birke, Chrysantheme, Traubenkraut (Ragweed), Kamille, Löwenzahn, Sonnenblume, Sellerie, Karotte, Kartoffel, Kiwi, Gurke, Tomate, Melone, Artischocke, Anis, Koriander, Curry, Chilli, Estragon, Zimt, Ingwer, Kümmel, Muskatnuss, Paprika, Petersilie, Pfeffer, Knoblauch, Wermut, Erdnüsse, Fenchel, Senf
Gräser­pollen wie Ruchgras, Lieschgras, Knäuelgras Ananas, Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Kräuter, Gewürze, Pfefferminze, rohe Kartoffel, Hülsenfrüchte, Tomaten, Melonen, Kiwi
Getreide­pollen Dinkel, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis, Weizen, Weidelgras, Mehl
Nüsse Roggenmehl, Cashew, Mandeln, Mohn, Pistazien, Sonnen­blumen­samen, Sesam, Kiwi
Sellerie Birke, Beifuß, Karotte, Gewürze
Hülsen­früchte Erdnuss, Bohne, Linse, Sojabohne, Klee, Luzerne, Lupine, Lakritze, Johannisbrot, Gummi arabicum, Tamarinde
Fisch Hühnerei
Hühnerei Ente, Gans, Huhn, Truthahn, Papagei, Seemöwe, Kanarienvogel, Taube, Wellensittich
Kuhmilch Rinderhaar, Rind-/Kalbfleisch
Schimmelpilz Penicillin
Haus­staub­milbe Meeresfrüchte
Latex Avocado, Banane, Feige, Kartoffel, Passions­frucht, Sellerie, Kiwi, Kastanie, Tomate, Papaya, Pfirsich, Buch­weizen­mehl, Beifuß, Traubenkraut, Lieschgras, Ficus benjamina

Quelle: http://www.allergie-ratgeber.de/kreuzallergie/kreuzallergie.html

von Dagmar Fritz

Zuletzt überarbeitet: Juli 2015

   

Weiterführende Artikel ...

 
 

Anzeige

 
Videos mit Dr. Susanne Reibel
Fragen

VIDEOS

mit Frau Dr. med. Susanne Reibel
Pollenflugkalender

Der Pollenflugkalender

Unser Pollenflugkalender zeigt die unterschiedlichen Blütezeiten der häufigsten Allergie auslösenden Pflanzen.

Wie wirken Antihistaminika?

Wie wirken Antihistaminika?

Histamin ist ein körpereigenes Hormon. Wird es vom Körper vermehrt ausgeschüttet, kann es allergische Symptome hervorrufen. Medikamente können die Wirkung von Histamin abschwächen.

Gini Studie

Die GINI - Studie

Warum haben immer mehr Kinder Allergien? Welchen Einfluss hat die Ernährung? Antworten darauf gibt die weltweit größte Studie zur Untersuchung von Allergien.

Asthma bronchiale

Asthma bronchiale

Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Luftwege, die immer wieder zu akuter Luftnot führt.

Etwa 10% der Kinder in Deutschland leiden darunter.

Allergien
     

ImpressumTeamJobsMediadatenNutzungsbedingungenDatenschutzForenarchiv

© Copyright 1998-2017 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.