Die GINI-Studie
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Etwa jedes dritte Kind ist heute bereits
von Allergien betroffen, Tendenz steigend.
Die GINI-Studie ist die weltweit größte
Studie zur Untersuchung von Allergien. |
Sie befasst sich mit den Ursachen für die zunehmende allergische Veranlagung bei Kindern, insbesondere mit dem Einfluss der Ernährung. Die Kurzform GINI steht dabei für „German Infant Nutritional Intervention Study“, was so viel bedeutet wie "Deutsche Studie zur Erforschung des Einflusses der Ernährung bei Kindern".
Was ist GINI
Die GINI-Studie ist eine Langzeitbeobachtung zur Allergie-Prävention. Sie wurde im Jahr 1996 mit 5991 Teilnehmern begonnen und läuft inzwischen ununterbrochen seit über 15 Jahren. Die Studie wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung und ist somit unabhängig.
Ziel ist es, den natürlichen Verlauf sogenannter „atopischer“ Erkrankungen (also Allergien wie Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis) im Kindes und Jugendalter zu erforschen und die möglichen Ursachen herauszufinden.
Dabei werden sowohl der Einfluss der Ernährung wie auch andere Faktoren wie Umweltbelastung, erbliche Veranlagung oder soziale Gegebenheiten berücksichtigt. Im Rahmen der Studie müssen die Teilnehmer, bzw. deren Eltern, in bestimmten Abständen Fragebogen ausfüllen und werden medizinisch untersucht (z.B. Blutbild, Lungenuntersuchung).
Die Ergebnisse werden von einem Team von Ärzten und Wissenschaftlern in München ausgewertet. Alles in allem konnte die GINI-Studie in den letzten Jahren sehr viel zur Minderung von Allergien bei Kindern beitragen und genießt inzwischen im In- und Ausland höchstes Ansehen und große Beachtung.
Empfehlungen der GINI-Studie hinsichtlich Säuglingsernährung
Die wichtigsten Erkenntnisse der Wissenschaftler beziehen sich auf die
Ernährung von allergiegefährdeten Kindern und bestätigen:
Allergievorsorge ist möglich!
Säuglinge, die mindestens vier Monate voll gestillt werden, entwickeln
zum Beispiel deutlich weniger Neurodermitis. Nicht gestillte Kinder
sollten in den ersten Monaten mit einer HA-Nahrung ernährt werden.
Bei HA-Säuglingsnahrungen (H.A. ist die Abkürzung von hypoallergen) wird
das Milcheiweiß der Kuhmilch in einem speziellen Verfahren bearbeitet.
Das Milcheiweiß wird so weit aufgespalten (hydrolysiert), dass die
körpereigene Abwehr es nicht mehr als Fremdkörper erkennt. In der
GINI-Studie konnte bei der HA-Säuglingsnahrung BEBA HA eine Senkung des
Allergierisikos in allen bisher untersuchten Altersgruppen 1, 3 sowie 6
Jahre nachgewiesen werden.
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