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Die Ernährung

Besonders wichtig ist, dass Ihr Kleines vom ersten Lebenstag an optimal ernährt wird. Das betrifft übrigens auch die Geburtsklinik. Informieren Sie die Säuglingsstation am besten schon vor der Entbindung, falls in Ihrer Familie ein besonderes Allergierisiko vorliegt (z.B. ein Elternteil eine Allergie hat oder beide Eltern Allergiker sind). Dann können Sie vorab gemeinsam klären, was Ihr Baby bekommen darf und was nicht.

Die wichtigsten Punkte:

 
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Stillen gilt nach wie vor als bester Schutz vor Allergien. Empfohlen wird daher, möglichst alle Babys im ersten Lebenshalbjahr ausschließlich zu stillen. Denn Muttermilch bietet alles, was das Kleine in den ersten Monaten braucht. Sie enthält arteigenes Eiweiß und ist deshalb nonallergen (nicht Allergie auslösend). Außerdem enthält sie Antikörper gegen Eiweiße wie Gluten (Getreidekleber) und Kuhmilch. Sie schützen den Verdauungstrakt des Babys zusätzlich vor Allergien.

Mütter, die nicht stillen können oder wollen, müssen sich deshalb aber keine Sorgen machen. Liegt in der Familie kein Allergierisiko vor, kann das Baby industriell gefertigte Säuglingsnahrung bekommen. Die kann es bis zu seinem ersten Geburtstag trinken, solange es sie gut verträgt.
 

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Besteht ein familiäres Allergierisiko und wird das Baby nicht gestillt, ist meist so genannte H.A.-Milch die beste Wahl. Aber bitte auf jeden Fall erst die Kinderärztin/den Kinderarzt zu Rate ziehen.

Bei HA-Säuglingsnahrungen (H.A. ist die Abkürzung von hypoallergen) wird das Milcheiweiß der Kuhmilch in einem speziellen Verfahren bearbeitet. Das Milcheiweiß wird so weit aufgespalten, dass die körpereigene Abwehr es nicht mehr als Fremdkörper erkennt. In der GINI-Studie konnte bei der HA-Säuglingsnahrung BEBA HA eine Senkung des Allergierisikos in allen bisher untersuchten Altersgruppen 1, 3 sowie 6 Jahre nachgewiesen werden (GINI = German Infant Nutritional Intervention). Bei der GINI-Studie handelt es sich um die weltweit größte unabhängige Studie zur Allergievorbeugung mit über 2.200 Kindern.
 

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Kinder, bei denen eine Kuhmilchallergie als gesichert gilt, dürfen keine H.A.-Milch bekommen. Für diese Babys gibt es Spezialnahrung. Bitte auf alle Fälle vorher mit dem Kinderarzt abklären, was sich für Ihr Kleiens eignet.
 

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Beginnen Sie frühestens nach dem vierten Lebensmonat mit Beikost. Bis zum fünften, sechsten Lebensmonat genügt Muttermilch oder Säuglingsnahrung völlig. Dann können Sie Schritt für Schritt den ersten Brei einführen. Los geht’s in der Regel mit Karottenbrei, dann kommen Kartoffeln, später oft noch Fleisch dazu. Als nächstes ist ein Brei aus Getreideflocken und Obst an der Reihe.

Tipp: Jede Woche höchstens eine neue Zutat einführen, damit sich der Organismus Ihres Babys daran gewöhnen kann. Außerdem lässt sich so bei eventuellen Unverträglichkeiten besser erkennen, was der Auslöser ist. Die Beikost kann ruhig eintönig sein. Babys sind keine Feinschmecker und brauchen keine große Abwechslung. Im Gegenteil. Je überschaubarer ihr Speiseplan im ersten Lebensjahr ausfällt, umso günstiger.
 

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Allergenreiche Nahrungsmittel wie unverarbeitete Kuhmilch, Hühnerei, Zitrusfrüchte, Fisch und Nüsse sollten Kinder im ersten Lebensjahr lieber nicht bekommen.

 

Falls Sie Fragen rund um das Thema Allergievorbeugung haben, können Sie diese auch unserer Allergie-Expertin Dr. Susanne Reibel im Allergieforum stellen.

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