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Geschrieben von rubi am 19.05.2005, 10:29 Uhrzurück

@tinai

Hallo,

grundsätzlich stimme ich Dir zu, dass man solche Entscheidungen immer mit mehreren Ärzten besprechen sollte. Wir waren auch bei drei, dem Chefarzt im Klinikum, bei dem wir eine Woche lang mit dickem Fieber und eitriger Mandelentzündung auf Station lagen, unserem Hausarzt, der auch Kinderarzt ist und dem HNO (und seiner Frau, auch HNO, die dann opereriert hat).

Alle sagten, normalerweise würde man warten, bis die KInder ca. 4 sind, dann hat sich meistens der Zweck der Mandeln erfüllt, nämlich Infektabwehr und das Immunsystem ist auch ohne Mandeln ganz gut stabil. Wenn allerdings die Dinger permanent entzündet sind, macht es nicht viel Sinn, sie drin zu lassen.

Wenn unser Sohn nur einmal im Jahr Antibiotika gebraucht hätte (wegen der Mandeln), hätte ich einer OP nie zugestimmt.

Aber wir hatten im Juli, August, September und Oktober jeweils eine dicke, eitrige Mandelentzündung, bei der wir jedes Mal Antibiotika geben hätten können, aber es nur zwei Mal (halt die schlimmsten Male) auch gemacht haben. Die beiden anderen Male haben wir mit pflanzlichen Sachen probiert, es dauert sehr viel länger und wirkt bei heftigen eitrigen Sachen auch nicht wirklich toll. Die Abstände zwischen den Mandelentzündungen wurden immer kürzer (teilweise nur noch vier Wochen) und die Entzündungen immer heftiger. Mittlerweile konnte ich das ja dann auch schon selber diagnostizieren (einmal in den Hals gucken reichte).

Nach der OP hat uns die Ärztin erzählt, er hätte schon wieder einen dicken Eiterbatzen in einer der Mandeln gehabt und wir hätten auf die nächste Entzündung mit Antibiotika-Einsatz warten können.

Ich habe übrigens eine ähnliche Mandelgeschichte, ich war erst drei, als ich die Dinger raus bekam, fand am schlimmsten, dass ich auf Isolierstation liegen musste und meine Mama nicht zu mir durfte. Aber das ist ja mittlerweile anders.

Mit den Verboten sollte man wirklich nicht spaßen, wir haben uns auch dran gehalten und das ist auch wichtig.

Wir durften außerdem keinen Sport bzw. keine besondere körperliche Betätigung machen (auch KIGA-Sport war tabu, was für meinen Sohn schrecklich war), aber da musste er durch für 8 Wochen, wegen der drohenden Nachblutung.

Mein Mann hat die Mandeln erst mit über 30 rausbekommen und im direkten Vergleich hat mein Sohn die Geschichte viel besser "weggesteckt" als mein Mann (bei dem war es schlimmer, auch mit Nachblutungen, vielleicht auch deswegen, weil bei ihm großflächiger opieriert werden musste, weil er lange geschlamert hat und immer wieder mehr Narbengewebe dazu kam).

LG
rubi

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