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Geschrieben von Nicole-Mami am 07.06.2005, 14:07 Uhrzurück

Re: @ninas59

Hallo,

eigentlich möchte ich gar nicht weiter mit Dir argumentieren, weil Du eben jemand bist, der absolut dagegen ist. An und für sich habe ich auch kein Problem damit (durchschnittlich 80% der Menschen, denen man das Konzept vorstellt, sind dagegen), aber ich möchte mich doch noch mal dazu äußern, um einfach Aufklärungsarbeit zu leisten.

Warum kannst Du nicht einfach die Möglichkeit zulassen, dass es MLM-Unternehmen gibt, die weder eine Pyramide, noch ein Schneeballsystem sind?

Ich habe einen Gewerbeschein, gebe jährlich neben meiner Einkommensteuererklärung auch meine Umsatz- und Gewerbesteuererklärung ab und bin Mitglied in der IHK.

MLM - in der Form, in der wir es praktizieren - wird an der Universität Worms von Prof. Dr. Zacharias als Studienfach gelehrt. An der IHK kann man dazu Prüfungen machen. In der Wirtschaftskammer in Kärnten (Österreich - Gegenstück zur IHK in Deutschland) sitzen aktive Networker aus unserem Unternehmen und leisten Aufklärungsarbeit. Der Vizepräsident der Wirtschafstkammer (kein Networker)hat bei unserem letzten Wochenendekongress gesprochen.

Unter www.amway.de kannst Du die Geschichte des Konzerns und auch einige Umsatzzahlen erfahren.

Der einzige Unterschied zu dem dort aufgezeigten Geschäftsaufbau und dem, was wir machen, liegt in der Priorität der Arbeit: Wir arbeiten ausserdem mit der Ausbildungsfirma Network 21 zusammen und unser Hauptaugenmerk liegt eben auf dem Netzaufbau, nicht auf dem Verkauf der Produkte.

An der Stelle möchte ich noch mal betonen, dass das Produkt natürlich an erster Stelle steht - ich kann kein Netz aufbauen (egal, ob mit Eigenverbrauch oder durch Verkauf), ohne dass ich die Produkte benutze und damit zufrieden bin. Ausschließlich über den Produktfluss entsteht Umsatz und nur auf den Umsatz wird auch die Provision bezahlt. Das muss aber auch so sein, denn woher will der Konzern das Geld nehmen, um die Leute zu bezahlen, wenn er selbst kein Geld verdient? Die Amway GmbH hat übrigens das "AAA" - eine Bankauszeichnung für Schuldenfreiheit, Grundbesitz und absolute Bonität.

Aber mal ehrlich: Denkst Du darüber nach, ob sich die Investition in eine neue Zahnpastatube lohnt? Oder Duschgel? Oder Waschmittel? Die Amway GmbH vertreibt in erster Linie Verbrauchsartikel (80% des Umsatzes fliesst in diesem Bereich), denn Haushalt, Kosmetik und Nahrungsergänzungsmittel VERbrauchen sich eben permanent (brauchst bloß mal zu schauen, was im Fernsehen beworben wird - genau diese Produktschiene). Du wirst mich in keinem Drospa finden, ausser zum Kauf von Taschentüchern, denn sogar mein Klopapier beziehe ich in meinem eigenen Geschäft. Freunde und Verwandte suchen sich ihre Reisen aus und genau die ausgesuchte Reise (ohne einen Cent mehr oder weniger) buche ich in meinem Reisebüro. Der Unterschied: Die Provision für die Reise fließt in meine Tasche, nicht in die des Reisebüros an der Ecke. Meine Freunde gönnen mir diesen Unterschied. Mein Büromaterial, meine Bücher, meine Nudeln, meinen Kaffee, sogar meinen Computer und mein Autoleasing ordere ich in meinem eigenen Geschäft.

"Ich werde definitiv niemals bezweifeln, dass die Spitze der Pyramide ausgesprochen gut verdient. Aber wie nah bist du der Spitze? Sobald dich jemand anwirbt, bist du in dem Schneeballsystem eine Stufe drunter. Wie sieht es mit dem Einkommen des über dir in der Pyramide liegenden aus?"

Der Marketingplan, nach dem wir arbeiten, basiert auf einem Bonusdifferenzsystem, d.h., es wird von unten nach oben bezahlt. Wer nicht arbeitet, aber jemanden ins Geschäft bringt, der mehr arbeitet, verdient keinen Cent. Nur wer selbst die Arbeit tut und anderen dabei hilft, erfolgreich zu werden, verdient auch Geld. Unser Sponsor (also der, der uns ins Geschäft gebracht hat), verdient z.B. nichts mehr an uns. Auch sonst kenne ich viele viele Geschäftspartner, die einfach fleissiger waren als andere und viele in ihrer Sponsorlinie vom Verdienst (und meistens auch von den Auszeichnungen) absolut überholt haben. DARIN besteht der Unterschied zur Pyramide.

----- Je weiter unten man sich in der Pyramide befindet, desto ausgedünnter ist der Abnehmer Markt.
Einfach wie in jedem Schneeballsystem.---

Wie gesagt - wie oft denkst Du darüber nach, Dein Haarwaschmittel nachzukaufen? Natürlich kann ich auch im Schlecker kaufen - und ich kann anderen empfehlen im Schlecker zu kaufen, aber ich werde nie eine Beteiligung dafür bekommen. So kaufe ich bei Amway und empfehle anderen, bei Amway zu kaufen - daran bin ich aber beteiligt. Die Produkte werden verbraucht - so oder so.

"Diese Frage ist nur an dich gerichtet, und ich kann die Antwort nicht in einem Buch nachlesen.
Das Prinzip ist klar, und die außergewöhnliche „Verdienstmöglichkeit“ auch. Wie beim Schneeballprinzip sieht das ganze in der Realität anders aus."

In dem Buch solltest Du auch nur den Unterschied herauslesen wie ein Unternehmer denkt und wie ein Angestellter oder Selbständiger denkt. Wenn Du den Unterschied verstanden hast, würdest Du andere Fragen stellen.

"Das Franchising Prinzip ist ein anderes"

Woher willst Du das wissen?

"Allerdings ist davon auch die Infrastruktur abhängig und der Erfolg des Unternehmen nicht auf dem Misserfolg des individuellen ausgerichtet."

Solange meine Geschäftspartner Misserfolge haben, habe auch ich Misserfolge. Von daher verstehe ich Deine Argumentation nicht so ganz.

"Im Franchisement werden trotzdem individuelle Betriebe auf der vorgegebenen Infastuktur aufgebaut.
Am Ende steht eindeutig der Verkauf. Je erfolgreicher dieser, desto erfolgreicher die Franchisementnehmer."

Absolut wie bei uns - nur eben ohne die grosse Anfangsinvestition. Aber so individuell sind die Betriebe auch nicht - verstoße mal bei einem McDonald´s gegen eine der Franchiseauflagen - nur weil weltweit diese Auflagen absolut strikt eingehalten werden, ist diese Kette so erfolgreich.

Wenn sich in unserem Unternehmen die Leute so strikt an das System halten würden, bräuchten wir hier gar nicht mehr miteinander diskutieren, weil Du dann mit Sicherheit ein bis mehrere erfolgreiche Networker kennen würdest.

"Ich habe eine ehemalige Klassenkameradin die diese Aloe Vera Produkte über das MLM System vertreibt. Sie hat mir vor 5 Jahren eröffnet, dass sie in einem Jahr ihre Terassenwohnung beziehen wird. ... Naja, Haupteinnahmequelle bleibt bei ihr heute noch Sozialhilfe.
Freunde haben sich distanziert, weil sie Anfangs ihr Produkt verkaufen wollte inzwischen Vertriebsleute sucht. Die Vielfalt der Überzeugung von Eigenverbrauch zum EK bis hin zum Handel ist groß. Ich habe ihr mehrfach vorgerechnet warum das Prinzip nicht funktioniert (nehme grundsätzlich die Spitze aus)"

Das ist sicher bitter und ich kenne das Vertriebssystem von Aloe Vera nicht, daher kann ich mich nicht dazu äussern.

"Solltest du innerhalb von 2 Jahren ein Vermögen angehäuft haben, habe ich mich wohl geirrt. aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht stattfinden wird."

Ich habe niemals vorgehabt, mir ein Vermögen anzuhäufen. Ich will mein Gehalt ersetzen und ein passives Einkommen (Residualeinkommen) erzielen (was das ist, wird übrigens auch in dem Buch erklärt). Wenn monatlich 2000 Euro passiv auf mein Konto überwiesen werden, egal ob ich arbeite oder nicht, dann bin ich keineswegs reich, aber ich bin finanziell frei, weil ich nämlich meinen Tag zurück habe und mir frei überlegen kann, was ich machen möchte. Im Moment kann ich mich noch nicht zur Ruhe setzen, das liegt aber nicht am System oder an der Firma, sondern an mir selbst. Ich sage Dir aber gern Bescheid, wenn es soweit ist.

Da Du anscheinend niemanden kennst, der mit der Amway GmbH zu tun hat, kannst Du auch das Konzept nicht kennen - denn nur auf dem Weg des MLM wird dieses weiter gegeben. Die Amway GmbH existiert bereits seit fast 50 Jahren, in Deutschland seit 25 oder 30 Jahren. Kein Konzern kann mehrere Jahrzehnte existieren, ohne gute Produkte und ohne ein gutes System. Ach übrigens - auf die Produkte gibt es 90 Tage Zufriedenheitsgarantie, d.h. 90 Tage lang kann jedes einzelne Produkt bei Nichtgefallen an den Konzern zurückgeschickt werden und es gibt das volle Geld zurück. Frag mal bei Schlecker, ob die das machen (auch mit leeren Flaschen natürlich).

Ich würde Dir auch Infomaterial schicken, aber ich fürchte, dass ist vergebene Liebesmüh.

Sodele, alles Gute und weiterhin gesunde Skepsis, aber auch so viel Weitsicht, sich zu informieren - und zwar an den richtigen Stellen.

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