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Geschrieben von Ralph am 01.12.2004, 10:24 Uhrzurück

@marit: Halt, Stopp! :-)

Hallo Marit,

ich wollte hier nicht den Eindruck erwecken, keine Ausländer in den Grundschulklassen zu haben. Sollte das so herübergekommen sein, dann korrigiere ich das hiermit.

Daß auch viele deutsche Kinder heutzutage längst nicht mehr soviel Vorbildung am ersten Schultag mitbringen wie noch vor 20 oder 30 Jahren, ist keine Neuigkeit. Deutsch verstehen sie aber dennoch, und das unterscheidet sie von so manchem ausländischen Kind, daß zur Grundschule geschickt wird.

Für mich stellt sich dann die Frage, was zu tun ist. Und da bin ich der Ansicht, daß Kinder, die bis auf ein paar ganz wenige Brocken überhaupt kein Deutsch verstehen geschweige denn sprechen können, nicht in die gängigen Grundschulklassen gehören.
Es kann nicht angehen, daß die Grundschuldstandards, von denen ich eh schon nicht mehr überzeugt bin, an diese Kinder angepaßt werden. Diese Kinder benötigen soviel andere Förderung, daß sie in das Bild der "normalen" Grundschulklasse nicht hineinpassen. Gut, ich denke, bei ein oder zwei Schülern mag das zu leisten sein, ich rede die ganze Zeit aber von Schulklassen, bei denen mindestens 20% der Schüler betroffen sind. Eine solche Klasse hatb es schwer, und ich kann von den Lehrkräften nicht erwarten, daß einerseits die schweren Defizite aufgeholt werden, und am anderen Ende bestmöglich gefördert wird in Hinblick auf weitergehende Schulen. Spätestens in der 5.Klasse kommt das böse Erwachen, aber dann für die zu Anfang des Deutschen mächtigen Kinder, die dann erkennen müssen, daß sie längst nicht den Leistungsstand haben wie Kinder der 4.Klasse aus weniger betroffenen Stadtteilen.

Wer fordert, daß auch dann in Sachen Trennung der Schüler nichts geschehen soll, verkennt die fatalen Folgen für diejenigen Schüler, die aufgrund der Deutschkenntnisse eine normale Grundschulausbildung durchlaufen könnten, daran aber durch den zwangsläufig stockenden Unterricht mit nichtdeutsch sprechenden Kindern gehindert werden.

Die Oberschicht trifft dies sowieso nicht, die gibt ihre Kinder entweder auf Privatschulen, wo entsprechende ausländische Kinder gar nicht erst aufgenommen werden, oder sie leben in Ortsteilen, wo sich diese Problematik aufgrund der Bevölkerungsstruktur gar nicht erst ergibt.
Das ist keine Wertung, sondern bloße Feststellung.

Ich bin schon für Integration, und vor allem auch dafür, daß Schüler schon in der Grundschule insofern Solidarität leben, indem sie sich gegenseitig helfen. Dies hat aber Grenzen, werden die überschritten, wird das Ganze kontraproduktiv.

Viele Grüße
Ralph/Snoopy

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