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Geschrieben von Rio am 08.12.2005, 19:59 Uhrzurück

Re: @fusel

Hi,

"Es gibt viele Züchter und viele deren Tiere mit Papieren sind wegen ÜberZÜCHTUNG chronisch krank.
Mir fallen z.B. tiefergelegte Schäferhunde mit Hüftproblemen ein, Perserkatzen mit platten Nasen oder "Nacktbefellte". Es werden sogar extra Katzen mit Stummelvorderbeinen gezüchtet.
Und das alles nur weil die Zuchtverbände das als "schön" bezeichnen?!?!"

Ja, stimme völlig mit dir überein. Bei der Rassehundezucht (auch Katzen) liegt einiges im Argen. Und ich schrieb bereits an Money: ein guter Verband ist ein guter Weg, aber noch lange keine Garantie.


"Es kommt auch mal vor das Nachbars Lumpi auf die Senta springt, tja, was soll man da machen. Die Welpen möchten ja auch untergebracht werden."

Ja, leider. Es sollte nicht vorkommen, aber es ist auch nicht der Untergang des christlichen Abendlandes.

"pauschaliere doch bitte nicht so: von wegen Züchtern und "Vermehrern"."

Das ist nicht pauschalisiert. Es gibt nun mal Züchter und solche, die sich nur so nennen, in Wirklichkeit aber Vermehrer sind.

Bei uns im Dorf gibt es beispielsweise so eine Husky"zucht". Der Besitzer hat eine (!) reinrassige Sibirian Husky Hündin. Ein Bekannter aus dem Nachbarort hat einen gleichrassigen Rüden (von dem ich aber nicht weiß, ob er Papiere hat).
Ein angemeldeter Zwinger ist es nicht, d.h. er züchtet ohne Papiere.

Was meinst du, wie viele Würfe der Besitzer schon "gezüchtet" hat? Zu viele. Die Hündin ist scheu und sehr ängstlich. Eine solche Hündin hat in der Zucht nichts verloren. Denn solches unsicheres Verhalten kann sowohl vererbt werden (von Mutter oder Vater), wenn es genetisch bedingte Wesensschwäche ist oder aber es kann von der Mutterhündin tradiert werden, wenn sie aufgrund äusserer Einflüsse so geworden ist. Stichtwort Prägephasen. Und glaubtst du, diese Hunde sind HD-geröngt?

Keine Kontrolle, wie die Mutterhündin gehalten wird, keine Kontrolle, wie die Welpen aufgezogen werden, keine Gesundheitskonstrolle vor Einsatz als Zuchttiere, keine Wesenskonstrolle durch einen Verband. Ein reiner Vermehrer eben.

Aber die Welpen finden reißenden Absatz, weil sie ja so süß aussehen und "reinrassige" Huskys sind. Was juckt es den Käufer, ob Papiere dabei sind oder nicht? Als Käufer braucht man doch keine Papiere. Und wenn die Welpen nur die Hälfte kosten von dem Preis, den ein seriöser Züchter verlangt - was meinst du, wo die meisten Leute kaufen?

Und das nervt mich. Ich persönlich habe keinen Hund vom Züchter und möchte auch keinen. Mein Herz gehört den TH-Hunden. Aber das ist meine ganz persönliche Einstellung und ich habe keine Probleme damit, wenn andere Leute einen Rassehund vom Züchter wollen. Aber dann sollen sie auch bereit sein, einen angemessenen Preis dafür zu zahlen.

Für billiges Geld gibt es schlechte Qualität. Wer beim Rassehundekauf auf Schnäppchen aus ist, hat nicht verstanden, dass es hierbei um Lebewesen geht. Dass es wichtig ist, dass sie gesund sind. Dass es wichtig ist, dass die Elterntiere unter artgerechten Bedingungen leben (schon mal Bilder aus osteuropäischen "Zucht"farmen gesehen?). Und dass nur die Hunde in die Zucht kommen, die das Exterieur und das Interieur ihrer Rasse bestmöglich verkörpern und vererben. Denn sonst geht die Rasse den Bach runter.

Und frag mal nach, welche Schäferhunde die meisten Probleme mit HD haben? Nein, das sind nicht die aus SV-Zucht. Obwohl es da ebenfalls üble Auswüchse gibt (Stichtwort Karpfenrücken, Bergabschäfer, etc.). Es sind die Tiere, die aus schlechtem "Ausgangsmaterial" wild gezogen wurden. Wenn ein SV-Schäfer ansatzweise Probleme mit HD hat, wird er im SV nicht zur Zucht zugelassen. Der geht dann bei der Dissidenz oder "wild" in die "Zucht".

Augen auf beim Hundekauf!

Viele Grüsse,
Rio

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