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Geschrieben von marit am 25.10.2004, 11:55 Uhrzurück

Zustimmung (Benedikte)

nur um mal ein paar Zahlen zu präsentieren (gilt hier für Beamte in NRW):

-Die Streichung des Urlaubsgeldes bedeutet ein Einkommensminus im Durchschnitt von 0,75 %; die Kürzung des Weihnachtsgeldes auf 50% bedeutet ein Einkommensminus im Durchschnitt von 2,5 %.Die Verlängerung der Wochenarbeitszeit, die im Jahre 2003 wirksam gewordene Erhöhung der Kostendämpfungspauschale und die dreimonatige Abkopplung der Bezügeerhöhung von der Tariferhöhung sowie die Wochenarbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich bedeuten eine Einkommensminderung von zusammengerechnet 6,55 %. Die Gesamthöhe der Kürzungs- und Verschlechterungsvorhaben der Landesregierung beläuft sich auf 9,8 %.

In welcher Branche gibts das schon, daß ohne jegliche Tarifverhandlung, ohne Streikmöglichkeit etc. einfach so fast 10% der Bezüge wegfallen. Noch dazu kommt, daß Beamten keine Überstunden bezahlt werden (die sie aber, weil natürlich auch hier Personalkosten gespart werden) dauernd machen müssen.

Zwar können Lebenszeitbeamte nicht gekündigt werden (Beamte auf Zeit oder auf Probe müssen diese Nachteile sogar ohne jeden Versicherungsschutz aushalten), sie können aber jederzeit versetzt werden. Dem Angestellten droht man mit Kündigung (wobei er ja auch noch einen gewissen Kündigungsschutz hat), dem Beamten droht man halt mit Versetzung an den Arsch der Welt. Die Folgen wären doch für beide ggbf. dieselbe: sie müßten umziehen, wenn sie vor Ort nicht weiterarbeiten können.

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