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Geschrieben von sasu am 02.05.2003, 22:11 Uhrzurück

Wir sind nicht auf eurer Seite und wir glauben euch nicht ......mt

Wir sind nicht auf eurer Seite und wir glauben euch nicht

http://www.guardian.co.uk/Iraq/Story/0,2763,946321,00.html

Tony Blairs erster öffentlicher Versuch, die diplomatischen Risse des Irakkriegs zu kitten erfuhr gestern eine erniedrigende Zurückweisung als der russische Präsident Vladimir Putin ablehnte, die UN-Sanktionen zu lockern und außerdem über die Möglichkeit der Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak spottete.
(sollte putin mir doch noch sympathisch werden ?)

Mr. Putin geriet auch durch seine Forderung, wieder UN-Waffeninspektoren in den Irak zu lassen, mit Mr. Blair aneinander und forderte seine Vision einer neuen globalen Partnerschaft heraus, als er sagte, es wäre nicht akzeptabel, wenn die USA die internationale Gemeinschaft dominiere.
(richtig so, vladimir !)

Die öffentliche Standpauke kam für Mr. Blair in einer 63-minütigen Pressekonferenz der beiden Männer in Mr. Putins Privatresidenz außerhalb Moskaus. Die beiden Männer hatten früher eine ausgezeichnete Beziehung und Mr. Blair war voller Hoffnung, daß er Mr. Putin von der neuen Antikriegsallianz mit Frankreich und Deutschland lösen könnte.

Mr. Blair begann mit den üblichen diplomatischen Nettigkeiten, wurde aber zunehmend aufgeregt, bis er schließlich vehement vor einer neuen Weltordnung warnte, in der es zwei Machtzentren gibt, die sich als Rivalen gegenüberstünden. Die Welt stünde vor der Wahl zwischen einer Partnerschaft der USA mit den wichtigen Ländern der Welt oder einem ständigen "diplomatischen Kriegszustand", sagte er.
(bahnt sich da etwa ein neuer "kalter krieg" an....?! na, dann haben sie wenigsten keine langeweile mehr und lassen die laender in nahost in ruhe....)

Mr. Blair hatte gehofft, er könnte seinen Einfluß einsetzen, um Rußland zu überzeugen, der anglo-amerikanischen Forderung nachzukommen, die Iraksanktionen zu beenden und im Gegenzug der UN eine undefinierte "wichtige" Rolle beim Wiederaufbau des Iraks und seiner Regierung zu geben.
(wie war das....hoffnung ist hinausgezoegerte enttaeuschung.... oder so aehnlich....)

Aber Mr. Putin sagte, Rußland und seine Partner "glauben, die Sanktionen sollten intakt bleiben, solange nicht Klarheit darüber herrscht, ob es Massenvernichtungswaffen im Irak gibt." Fast spöttisch fuhr er fort: "Wo ist Saddam? Wo sind die Arsenale von Massenvernichtungswaffen, wenn sie denn je existiert haben? Vielleicht versteckt Saddam sich irgendwo in einem unterirdischen Bunker, sitzt auf Kisten voller Massenvernichtungswaffen und bereitet sich darauf vor, die ganze Sache in die Luft zu jagen und Tausende Iraker zu töten."
(ui, ui, ui...jetzt dreht valdimir aber auf...ich kann mir ein grinsen echt nicht verkneifen....)

Er fügte hinzu, daß die Sanktionen nicht aufgehoben werden könnten, weil sie eingerichtet wurden, weil der Irak Massenvernichtungswaffen besaß. "Nur der Sicherheitsrat kann die Sanktionen aufheben, schließlich hat er sie ja auch eingerichtet."
(wer haette gedacht, dass ausgerechnet die "russen" mal mit gutem beispiel voran gehen ?)

Er wies auch Mr. Blairs Bemerkungen zu einer neuen Weltordnung zurück, als er sagte: "Wenn der Entscheidungsfindungsprozeß in so einem Netzwerk demokratisch ist, dann ist das etwas, dem wir zustimmen könnten, wenn die Entscheidungen aber von nur einem Mitglied der internationalen Gemeinschaft getroffen werden und alle anderen sind gezwungen sie zu unterstützen dann ist das etwas, das wir nicht akzeptabel finden."
(demokratie ? na, die ist doch schon laenger verloren gegangen. war da nicht etwas mit dubiosen wahlergebnissen in miami ?....)

Mr. Putin bestand darauf, daß die Waffeninspektoren jetzt in den Irak zurückkehren könnten, wo sie zu jedem Ort gerufen werden könnten, um eine "professionelle Schlußfolgerung" abzugeben, ob es die Waffen gab. Die Inspektoren könnten von UN- oder Blauhelmsoldaten geschützt werden, ähnlich wie in Afghanistan. Er fügte hinzu, daß Rußland bereit sei, sofort notwendige Schritte zu ergreifen.
(den vorschlag habe ich ja schon vor 'ner weile gemacht......)

Der Tonfall und der Inhalt der Kommentare Putins wird in der Downing Street große Besorgnis hervorrufen, da man dort mehr und mehr besorgt ist, daß nach dem Irakkrieg eine bipolare Welt mit der USA auf der einen und Frankreich und Deutschland auf der anderen Seite entstehen könnte.
(da haette man vor dem krieg vielleicht schon drueber nachdenken koennen. wofuer kriegen diese politiker eigentlich ihr geld ? fuer vorrausschauendes denken offenbar nicht.....)

Obwohl Mr. Blair sagt, er wäre wegen der russischen Antwort nicht enttäuscht, hatte man in Nr. 10 [Downing Street] doch auf eine flexiblere Haltung gehofft - insbesondere, da die irakischen Schulden in Höhe von 8 Milliarden US-Dollar vom sogenannten Paris-Club, den Bankiers der leitenden Industrienationen, geprüft werden werden.
(wie ich schon sagte/schrieb: hoffnung ist nur herausgezoegerte enttaeuschung....)

Downing Street war letzte Nacht wegen der Auswirkungen des gestrigen Mini-EU-Verteidigungsgipfels in Brüssel besorgt. Mr. Blair sagte, er könne eine solche neue europäische Verteidigungsinstitution nicht unterstützen, wenn sie eine Bedrohung für die NATO werden sollte oder versuchen sollte, deren Aktivitäten zu kopieren.
(gibt es eine groessere bedrohung fuer die nato, un(o) usw. als die jetzige us-regierung ?)

Mr. Blair gab auch ein Widerstreben zu, sich in ein weiteres diplomatisches Gerangel mit Frankreich und Deutschland bezüglich der Einbringung der UN im Irak einzulassen.
(ach, mit schroeder haette er jetzt leichtes spiel. der hat im moment groessere schwierigkeiten - agenda 2010 *g*)

Er sagte: "Es ist wichtig, sich mit der UN zu einigen, und es ist wichtig, daß die UN eine wichtige Rolle bekommt, aber wir werden uns nicht wieder auf das Geschwätz einlassen, das wir letztes Mal wegen der zweiten UN-Resolution hatten."
(geschwaetz. das ist aber nicht sehr diplomatisch......)

Er unterstrich auf der Pressekonferenz seine Ansicht, daß die Rolle der UN im Nachkriegsirak "der erste Test" der von ihm vorgeschlagenen neuen Partnerschaft wäre.
Er fragte. "Unsere Koalitionsstreitkräfte sind darauf vorbereitet, der UN eine wichtige Rolle zuzugestehen, aber sind unsere Kollegen im Sicherheitsrat auch darauf vorbereitet zu akzeptieren, daß unsere Soldaten, die in diesem Krieg gekämpft haben und gestorben sind, der UN nicht einfach den Irak übergeben können, während es unsere Koalitionsstreitkräfte sind, die im Land die Situation stabilisieren?"
(ja, hat das volk im irak darum gebeten ??? doch wohl kaum. und die waeren zu gegebenem zeitpunkt dankbar, wenn sie abziehen - aber das ist ja ein anderes thema...)

quelle:http://www.freace.de/artikel/putin300403.html

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