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Geschrieben von Ralph am 24.02.2005, 8:41 Uhrzurück

Wir schlingern in die Katastrophe...

Hi Kathrin,

erst einmal muß der politische Wille der Politiker vorhanden sein, QUALIFIZIERTE Arbeitskräfte (so wie Dich) einstellen zu wollen.

WAs schickt man uns? Vivendi-Kräfte. Das sind diese hochmotivierten, aussortierten Mitarbeiter der ehemaligen Staatsunternehmen Bahn und Post, die z.T. seit Jahren unter vollen Bezügen zuhause gesessen haben und erhofft hatten, das bis zur Rente durchziehen zu können. Gut, diese Menschen konnten und können nichts für ihre Situation, aber selbst sie bekommen nur zeitlich befristete Verträge, was die Motivation dieser Mitarbeiter uuuuungemein erhöht! >;o(((

Derzeit sieht es so aus, daß sich Herr Clement lieber mit den Kommunen streitet, ob die wirklich so gemein waren und kranke Menschen arbeitsfähig gemeldet haben (ja, waren sie, denn solange kein Amtsarzt dauerhafte Arbeitsunfähigkeit festgestellt hat, gilt der Mensch als arbeitsfähig, und das ist bei den meisten Leuten so. Also kein Fehler der Kommunen).

Der Krankenstand erhöht sich hier dramatisch, immer mehr Arbeit soll von immer weniger Personal geleistet und geschafft werden, aber die Post bleibt definitiv liegen. Jetzt geht es darum, daß alle "Kranken" aussortiert werden sollen (s.oben), es geht nur um Statistik, weder um die finanzielle Grundversorgung und gleich gar nicht um die Menschen.

Jetzt in diesem Moment sitze ich im Back-Office, noch kein Antragsteller da, nur deshalb kann ich hier posten.
Da ich getrennt von meinen Akten ganz woanders sitze, kann ich nichts reißen, klasse!

Zu Deiner Frage: Wenn Du Dir dieses krankmachende Chaos wirklich antun willst, dann bewerbe Dich einfach noch einmal bei einer der Arbeitsgemeinschaften. Ich rate Dir allerdings vollends ab, wenn Du in einer Gegend leben solltest, in der HartzIV von einer sogenannten "oppotunierenden gemeinde" umgesetzt wird. Diese Kommunen haben es abgelehnt, Arbeitsgemeinschaften mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) einzugehen und sind folgerichtig völlig von deren Informationsstrukturen abgekoppelt. Dort stehen weder Informationen der BA über das Klientel, noch die Vermittlungsmechanismen der BA zur Verfügung. Die Folge ist eine Fehlerquote der Mitarbeiter großen Ausmaßes, für die diese zwar nichts können (wie sollen die auch innerhalb kürzester Zeit alles aus dem Stand können?), die Konsequenzen sind aber noch schlimmer als bei den Arbeitsgemeinschaften dere Kommunen mit der BA und der Frust bei den Bürgern noch höher.

Das ganze garniert mit einer Software, die schlicht unbrauchbar ist, weil sie "es" nicht kann!

Viel Glück, und überlege es Dir wirklich! Hier würde keiner noch einmal freiwillig in diese Arbeit gehen! Man hat sogar uns Mitarbeiter belogen und betrogen! Angedacht waren 150 Akten pro Mitarbeiter, ich führe derzeit 210, und durch den Krankenstand düreften es real wohl 300 min. sein. Noch Fragen?? :-(

Liebe Grüße
Ralph/Snoopy

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