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Geschrieben von Martina A. am 14.06.2005, 16:00 Uhrzurück

Wie es zu der Studie kam

Hallo!

Ich hab, als es um die Sammlung der Muttermilchproben ging, lange mit der damals Verantwortlichen telefoniert. Es ging bei der Studie (zumindest bei einem Teil davon) darum, festzustellen, wie weit wir alle mit den bromierten Flammschutzmitteln "verseucht" sind. Diese Stoffe sind fettlöslich und reichern sich im Fettgewebe an. In Wasser sind sie im Gegensatz dazu schlecht löslich.

Wie kommt man nun an aussagekräftige Proben heran? Man kann ja schlecht Freiwilligen Fettgewebe herausoperieren. Urin geht auch nicht, weil der ja hauptsächlich aus Wasesr besteht, und da gehen diese Stoffe nicht hinein - geanuso wie bei Blutproben. So kam man auf Muttermilch: Sie ist fetthaltig, und man kann ohne Probleme für Mutter und Kind eine kleine Probe gewinnen.
Da sich diese Schadstoffe in Fettgewebe anreichern, war auch eine Frage, ob Vegetarierinnen eine geringer Belastung aufweisen als Fleischesser. Fleisch steht am Ende der Nahrungskette, die Tiere, die dafür geschlachtet werden, haben vorher viel Nahrung zu sich genommen, um das Fleisch aufzubauen, und dabei die Schadstoffe gespeichert. Deshalb, so die Überlegung, müßten Fleischesser mehr von den Flammschutzmitteln im Körper haben als Vegetarier. Das hat sich übrigens bestätigt.

Und was sagt uns das Ganze? Künstliche Säuglingsnahrung wird bislang auf diesen Chemiecoctail noch gar nicht untersucht, daher gibt es keine Vergleichswerte. Da die Schadstoffe von den Tieren aber über die Nahrung aufgenommen werden, ist davon auszugehen, daß sie in Kuhmilch genauso vorkommen und damit auch in Säuglingsmilch. Und was da drin ist, kann man nicht so leicht wieder herausholen, da hilft alle Kontrolle nicht weiter.

Martina

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