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Geschrieben von Marit am 03.02.2003, 15:44 Uhrzurück

Re: Wenn man aus der Geschichte nichts lernt, ist man verdonnert, diese zu wiederholen...

sorry, aber jetzt tickts auch bei mir langsam aus. Es mag ja durchaus sein, daß die "Krieg-ist immer scheiße"-Haltung ein wenig zu simpel ist. Ebenso simpel und peinlich ist allerdings das schwarz/weiß Denken der Amerikaner in dieser Sache. "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns, etc.". Die Welt in zivilisierte Staaten und Schurkenstaaten einzuteilen ist einfach pubertär, als wäre man psychisch auf einer Entwicklungsstufe stehengeblieben. Dazu passen dann Äußerungen von Bush "Amerikaner sind vom Mars, Frauen von der Venus", will heißen, Amis sind richtige Männer, europäer Kastraten oder sowas, weil sie sich nicht "trauen" Krieg zu führen.
Es gibt durchaus auch jede Menge unfire Vorurteile Europäern gegenüber, Linda - und wenn ich mir sowas anhören muß, dann kommt Bush mir vor, wie ein Gorillamännchen, daß sich ach so potent auf die Brust trommelt.

Es gibt einfach keinen AKTUELLEN Vorfall auf seiten Iraks, der den Krieg rechtfertigt. Und wenn man dem Irak gegenüber eine härtere Politik fahren möchte, gibt es jede Menge andere Maßnahmen, über die sich die UNO sicher einig wäre.
STOP des "Brot gegen Öl" Programms, Rückforderung aller selbst an Saddam gelieferten Waffensysteme, Kronzeugenregelungen für gefasste Terroristen etc.
Du führst im Namen der Amerikaner immer wieder das Beispiel Hitler an, und behauptest, es sei gut gewesen, daß sich die USA eingemischt haben. Klar kann man das von heute aus leicht sagen. Aber es hätte ja durchaus andere Methoden gegeben, die vielleicht auch zum Ziel geführt hätten. Deutschland wurde z.B.nicht international im Vorfeld geächtet. Außerdem ist es nicht wirklich angemessen, Saddam mit Hitler zu vergleichen, mag ja sein, daß er genauso "böse" ist; aber er hat nun mal seit Kuweit kein Land mehr angegriffen. Mit dem Argument des Besitzes gefährlicher Waffen, müßten die USA tausend anderen Ländern auch den Krieg erklären- tun sie aber nicht, weil man "das Dämonische" ganz gern in einer Person konzentriert, weil man die Angst davor dann so herrlich leicht beherrschen kann.

Du führst das Beispiel Hitler an, ich hingegen finde, daß Israel uns gelehrt haben sollte, daß auf eine Eskalation immer nur eine Gegeneskalation folgt, und daß es das beste Wäre GEGEN die eigenen Rachinstinkte zu handeln. Wenn EINE Seite klein beigeben würde, hätte sich da das Problem erledigt.

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