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Geschrieben von fiammetta am 23.02.2013, 20:21 Uhrzurück

Re: Weiviel Kinderlärm muss man aushalten?

Hi,

ich verstehe es mitunter auch nicht, warum Menschen mit Kindern daraus ein Recht darauf ableiten, sich wie die Axt im Walde aufzuführen. Ich verstehe absolut, dass man ein Kind nicht anketten kann, aber es gibt Verhaltensweisen der Eltern, die einfach nur schräg sind. Eltern können ihre Kinder auch einbremsen, zumindest können sie es versuchen. Man muss auch nicht mit aller Gewalt jedes Spielzeug benutzen, wenn einem mit einem Restfunken von Verstand klar sein sollte, dass damit andere Menschen belästigt werden. Und nein, ein Kind braucht nicht jedes Spielzeug, um sich entfalten zu können. Mit Bobby-Cars kann man z.B. auch den Parkettboden schön ruinieren - dann hat später auch der Vermieter `was davon... Mitunter geht es auch nur um die Beschäftigung des Kindes, damit sich die Eltern nicht mit dem Kind abgeben müssen.

Bei meinem Bruder ist es so, dass über ihm eine Familie wohnt, bei der der Vater extrem übergewichtig ist. Okay, nicht jeder kann rank und schlank durch die Gegend schweben, klar. Aber warum man dann SPRINGEN muss, um das Kind zu belustigen, so dass in der Wohnung darunter die Lampen nicht nur wackeln, sondern schwanken (vom Lärm ganz abgesehen) oder als erwachsener Mann beim Spielen spitze schrille (!) Schreie ausstoßen muss, ist mir persönlich auch nicht ersichtlich. Fände das beim Sex statt, hätte man eine rechtliche Möglichkeit, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Das Kind selbst ist nicht sonderlich laut. Bei der hiesigen Gesetzeslage gehe ich aber davon aus, dass unter Kinderlärm auch der durch die Eltern verursachte Lärm gerechnet wird...

Wenn ich in einem Mietshaus wohne, dann muss ich mich so verhalten, dass andere durch mich nicht belästigt werden. Dazu gehört eben, Lärmbelästigungen oder sportliche Tätigkeiten zu unterlassen, die andere nerven - Kinder hin oder her. Wenn mir das nicht paßt, muss ich mir Eigentum erwerben, aber dann habe ich auch sämtliche Kosten an der Backe oder eben ins Erdgeschoss ziehen.

Ich würde erst versuchen mit der Mutter zu sprechen. Vielleicht kann sie sich `mal zu Dir setzen, während das Kind oben unter Aufsicht den üblichen Terz macht. Anderenfalls wird sie es Dir nicht glauben, denn das eigene Kindilein ist schließlich heilig. Sollte das nicht helfen, dann ein detailliertes Lärmprotokoll erstellen und damit den Vermieter ansprechen. Vielleicht kannst Du Freunde als Zeugen unterschreiben lassen. Ohne dieses Protokoll wird er sich wahrscheinlich querstellen, denn abwiegeln ist leichter als handeln.

LG

Fiammetta

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