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Geschrieben von Elisabeth mit Fumi & Temi am 24.05.2004, 10:51 Uhrzurück

Von mir nur halbe Zustimmung

Und zwar weil niemand Euch zwingt, so weit weg von der Arbeit zu wohnen.

Als wir nach einer größeren Wohnung suchten, hatten wir im Prinzip zwei Möglichkeiten:
1. Wir ziehen in die Pampa, brauchen zwei Autos, ich fahre jeden Tag über eine Stunde zur Arbeit, dafür zahlen wir nur einen Bruchteil der Miete.
2. Wir ziehen in die Stadt, in die Näher meiner Arbeit, zahlen einen ganzen Haufen mehr Miete, dafür reicht ein Auto - notfalls kommen wir sogar ohne aus.

Wir haben uns für Lösung 2 entschieden, obwohl sie im Endeffekt die teurere Variante ist. Der einzige Vorteil für uns: Wir finden leichter eine Kinderbetreuung für Kleinkinder und wir brauchen weniger Fremdbetreuung, weil ich kürzer "aus dem Haus" bin.

Aber sobald einer für die Kinder zu Hause bleibt, fällt auch der Faktor weg. Das zweit Auto wird aber mit der Pendelrpauschale subventioniert und die billige Miete landet netto in der Tasche des Subventionsempfängers. Nur: Warum soll ich als Steuerzahler die günstigen Mieten am Stadtrand subventionieren? Mir wird die teure Stadtmiete ja auch nicht subventioniert. Eigentlich sind das ja auch "arbeitsbedingte" Kosten, denn wenn ich einen Job in der Pampa hätte, könnte ich mir eine billige Wohnung in der Pampa mieten und wäre fein raus.

Maximal würde ich eine zeitlich begrenzte Pendlerpauschale gelten lassen, so ähnlich wie einen Zweitwohnsitz, wenn man einen neuen Job hat und nicht sofort umziehen kann/will.

Vielleicht wird auch umgekehrt ein Schuh draus: Wenn es sich für die Pendler nicht mehr rechnet, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, werden die Verkehrsbetriebe von Arbeitnehmern und Arbeitgebern praktisch gezwungen, bessere Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Oft war es früher ja besser mit den Verkehrsanbindungen, alleine die Bahn hat einen großen Teil ihres "Pendlernetzes" aus Kostengründen einstellen müssen. Seit immer mehr Leute aus Bequemlichkeit auf das Auto umgestiegen sind, hat es sich für viele Verkehrsbetriebe einfach nicht mehr grechnet, morgens um 6:00 halbleere Busse duch die Gegend fahren zu lassen.

Ich habe eine Kollegin, die fährt jeden Tag mit ihrem steuervergünstigten aber benzinvernichtenden Geändewagen zur Arbeit, obwohl sie ohne Umsteigen die U-Bahn nehmen könnte. Aber in der U-Bahn müffelt es ihr zu sehr. Offensichtlich ist Bezin immer noch nicht teuer genug, oder? Und das Ganze zahle ich dann auch noch über die Pendlerpauschale????

Schöne Grüße,
Elisabeth.

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