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Geschrieben von Joelina77 am 26.08.2004, 19:45 Uhrzurück

Re: Und noch ein Einspruch

Also hmmm... vielleicht habt ihr andere Erfahrungen gemacht als ich. Wie gesagt, mein Lebensgefährte würde jeden x-beliebigen Job annehmen und stellt auch nicht die Forderung in seinem erlernten Beruf zu arbeiten. Ich kenne nur solche Fälle, mir ist echt von keinem einzigen gegenteiligem bekannt.

Aber selbst wenn es so wäre hätte man dann dieses Gesetz nicht ändern müssen, ich hab den genauen Wortlaut nicht im Kopf, aber sinngemäss lautet es etwa so:
Der Arbeitslose darf nicht zu einer Arbeitsaufnahme gezwungen werden, die seine Lebenserhaltungskosten nicht deckt, die ihn körperlich oder geistig überfordert. Vor allem darf der Arbeitgeber nicht seine finanzielle oder soziale Lage ausnutzen, d.h. z.B. unzumutbare Arbeitsbedingungen oder Niedrigstlöhne für Langzeitarbeitslose...
Es ist nunmal so, dass Arbeitslose doch sowieso schon zur Aufnahme einer Arbeit gezwungen werden, Niemand kann ungestraft und ohne Konsequenzen, d.h. Kürzung des Arbeitslosengeldes, der Arbeitslosenhilfe sagen, dass er nicht arbeiten will, oder nur in seinem erlernten Beruf. Wenn man Sozialhilfe bekommt ist es sogar so, dass sie ganz gestrichen wird, wenn man eine zumutbare Arbeit ablehnt. Die Zumutbarkeitsklausel soll doch lediglich ein Schutz vor Ausbeutung sein.
Es hätte doch wirklich vollkommen ausgereicht das Arbeitslosengeld/-hilfe der Sozialhilfe anzupassen. Die Zumutbarkeit hat doch damit gar nichts zu tun...

Ich hab selbstverständlich gearbeitet, eigentlich immer nur in "minderwertigen" Jobs, weil ich gleichzeitig noch Höhere Handelsschule und später Abendgymnasium gemacht habe. Ich hab z.B. in einer Videothek gearbeitet (halbtags), als Bäckereiverkäuferin (ganztags), als Blumenverkäuferin (ganztags), als Kassiererin (halbtags), als Bürohilfe (ganztags). Wir euch denken könnt war ich selbstverständlich ungelernt, in der Bäckerei z.B. musste ich nur zwei Tage die Preise verinnerlichen, lernen die Cappucinomaschine zu bedienen und Brötchen zu belegen, ich hab ein Merkblatt mit Hygienevorschriften bekommen und das wars. Das selbe als Blumenverkäuferin, als Kassiererin wurde mir kurz erklärt wie die Kasse funktioniert, was ich sagen soll... Als Bürokraft musste man mir erklären wie die Ablage und die Telefonanlage funktioniert, ich hab ein Blatt bekommen wo die Kollegen und ihr Tätigkeitsfeld draufstanden, dann wurde mir noch kurz das Computersystem erklärt und das war´s.
Gut es mag Branchen geben wo firmenspezifisches Wissen gefragt ist, z.B. wenn es um bestimmte Maschinen geht oder man auf einen festen Kundenstamm angewiesen ist, aber Keiner ist unersetzbar und wenn es um die Firmenexistenz geht wird man darauf irgendwann keine Rücksicht mehr nehmen... leider...

Ich hoffe wirklich ganz fest, dass ihr Recht habt und es nicht soweit kommen wird!!!

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