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Geschrieben von JoVi66 am 05.02.2006, 22:27 Uhrzurück

Re: Und ich kann mir nicht vorstellen...

Ich hab euch schon verstanden, ich wollte nur darauf hinweisen ,das es nicht typ arab. ist, wenn der Sohn in Vaters Fußstapfen tritt.
Aber ohne Witz, ihr sprecht etwas an, dass zum Beispiel im Bayerischen Wald noch üblich ist: Der Sohn hat den Hof vom Vater zu übernehmen und das gibt in der heutigen Zeit auch in deutschen Familien oft Zoff. Genauso denke ich, wird es Froschs Bekannter auch gemeint haben. Ich kann mir keinen Menschen auf der Welt vorstellen, der in letzter Konsequenz nicht stolz darauf ist, wenn seine Kinder einen sagen wir: höheren Schulabschluss haben, eine andere Berufssparte wählen. Wenn es nä,löich so wäre, dann müssten alle Saudis immer noch vor ihren armseligen Fischerhütten hocken, so wie es war, bevor dwer immense Ölreichtum das Land beglückt hat.
In der Regel schicken gerade die Saudis ihre Söhne UND TÖCHTER in europäische/amerikanische Eliteschulen/Universitäten. Ich kenne einige davon. Eine gute Freundin und Komilitonin ist Iranerin und ihr Vater ist Teppichhändler in Teheran (hat alerdings auch in England studiert und ist eigentlich Betriebswirt, hat dann den Laden seines Vaters( der war nur ein einfacher Teppichhändler, doch der Onkel -kinderlos, hat dem Vater meiner Freundin das Studium finanziert) übernommen und ein florierendes Unternehmen daraus gemacht
Seine Kinder ( drei an der Zahl hat er: 1. Sohn nach England, Tocher nach Deutschland und 2. Sohn nach USA geschickt um dort zu studieren.
Das einzige was ihm nicht so behagte war, dass seine Tochter nicht wie Papa es wollte Germanistik und Europäisches Recht ( vorher Jura) studierte, sondern so etwas brotloses wie Medizin :-).
Dafür waren die Söhne brav und haben das gemacht was Daddy wollte.
Der älteste hat jetzt den Teppichhandel, meine Freundin hat einen deutschen Arzt geheiratet, und der jüngste Sohn hat die Uni geschmissen.

Aber zum Thema zurück. Ich denke jeder Moslem, jeder Araber ist stolz auf die Errungenschaften seiner Sprößlinge, wie wir halt auch. Das es so etwas wie ´Familientradition´ gibt, mag in den islamischen Ländern vielleicht ausgeprägter sein, ist bei uns aber nichts anderes nur in abgemilderter Form.
Gruß Johanna, die ihrer Tochter in den Arsch tritt, sollte sie in 18 Jahren so blöd sein Medizin studieren zu wollen :-).

Allerdings ware ich als Moslem oder Araber nicht stolz auf meinen Sohn, wenn er Fremde oder sonstige Botschaften oder Menschen, wo auch immer attackiert.

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