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Geschrieben von Cosmicos am 19.02.2006, 18:42 Uhrzurück

Todesstrafe, 2-stufiges Verfahren (Bitte um Mehrheit)

Ein Straftäter, der rechtskräftig wegen eines Kapitalverbrechens verurteilt wird, bekommt
zusammen mit seinem Urteil die Vorstrafe "Verlust des Grundrechts Aufhebung der
Todesstrafe nach Artikel 102 des Grundgesetzes"

Sollte der Täter wieder nach dem gleichen Verbrechenstyp (zu diskutieren, könnte auch noch
weiter gefaßt werden) wieder straffällig werden, so ist die Todesstrafe erlaubt.

Was soll mit der (Todes)strafe bezweckt werden?

Daß Strafe generell keine Abschreckungswirkung hat, brauchen wir hier nicht zu diskutieren.
Der Affekttäter denkt sowieso nicht darüber nach. Die anderen glauben bei der Tat ohnehin,
daß sie nicht erwischt werden. Also keine Abschreckung.

Die Strafe hat aber auch die Aufgabe der Sühne (Rache) - nicht des Staates, aber der
Angehörigen der Opfer - damit diese wieder ihren Seelenfrieden bekommen.

Die für mich wichtigsten Komponenten der Todesstrafe sind jedoch nicht die Sühne, sondern
die Vermeidung von unnötigen Kosten und der finale Schutz der Allgemeinheit.

Ein Straftäter, der im Wiederholungsfall sowieso lebenslänglich (15 Jahre) weggesperrt wird
und anschließend in eine lebenslängliche Sicherungsverwahrung kommt, kann gleich getötet
werden. Das spart Kosten. Es hat aber zudem den Vorteil, daß der Täter nicht durch ein
Versehen der Behörden oder z.B. durch Ausbruch doch wieder frei kommen kann, also auch
noch den finalen Schutz der Bevölkerung.

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