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Geschrieben von Andrealine am 13.04.2005, 13:49 Uhrzurück

Tja, so ist es eben....vorsichtig lang!

und ich kann Deine Geschichte unterschreiben als sei es meine. Ebenfalls Studium, gerackert und zwei Kinder. Und jetzt sitze ich hier wie meine Mutter Zuhause (und die hat ne abgebrochene Ausbildung) und werde wahrscheinlich nie einen entspr. Teilzeitjob bekommen. Mein AG hat mir wortwörtlich auf meine Bitte hin in der Elternzeit von Zuhause aus zu arbeiten mitgeteilt, man sei doch nicht das Sozialamt!!! Und das hat man seiner erfolgreichsten Vertriebsmanagerin gesagt!! Meine Kunden haben es übrigens mit Kopfschütteln quittiert, dass dieses Unternehmen nicht willig war mir eine Teilzeitbeschäftigung anzubieten. Meine Kunden haben mir einen Job angeboten, den ich aber aufgrund der Entfernung ausschlagen musste. Letztendlich scheitert es wenn nicht am Jobangebot, an der Kinderbetreuung. Das ist bei uns hier auf dem bayr. Dorf der nächste Knackpunkt. Ich muss meinen Grossen um 12 Uhr vom KiGa abholen. Wer wollte mich da beschäftigen? Ehrlich gesagt, solange wie das ganze drumherum nicht passt, bin ich auch nicht bereit womöglich auch noch für einen Hungerlohn zu arbeiten und dann noch eine Tagesmu zu finanzieren. Übrigens das Problem mit der Krankenkasse kenne ich. Ich war nämlich privat versichert. Ich hätte, wäre ich in Elternzeit gegangen, den vollen BEitrag selbst zahlen müssen. Nachdem mein AG so kulant zu mir war, habe ich gleich gekündigt und meinen Freund geheiratet. Das hat dann dazugeführt, dass ich familienversichert war, nach der Geburt Arbeitslosengeld bekam und somit der Allgemeinheit viel mehr Geld gekostet habe, als wenn der AG mir einen kleinen Job angeboten hätte. Es soll sich jedenfalls keiner wundern, wenn Frauen keinen Bock auf Kinder haben. In diesem gesellschaftlichen Klima Kinder gross zu ziehen, ist schon eine Leistung! Aber bei über 5 Mio. Arbeitslosen ist das Heer an Hausfrauen und Mütter womöglich auch nicht erwünscht auf dem Arbeitsmarkt. Es zeigt aber wie arm unsere Gesellschaft ist, wenn Mütter nicht mehr in die Arbeitswelt integriert werden können, weil der AG-Wille nicht da ist. Es gibt übrigens ein Unternehmen das einen Betriebskindergarten hat, sogar den einzigen Waldorfkindergarten bundesweit, mehrheitlich Mütter beschäftigt, es handelt sich um den Kosmetikhersteller WELEDA und der müsste irgendwo im Stuttgarter Raum (od. Schwäb.Gmünd) beheimatet sein!!!

Liebe Grüsse
Andrea, die mal eben ihren Hausfrauen-Frust runtergeschrieben hat, weil es langfristig keine Perspektive gibt, ausser Hausfrauen-Dasein.

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