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Geschrieben von famisa am 24.11.2004, 10:49 Uhrzurück

Re: Thema: Bildung unserer Kinder - Ist die Emanzipation der Frau in unserer Gesellschaft

Hallo!

Das Problem ist viel vielschichtiger - als nur zu sagen, die Emanzipation der FRau ist schuld am Ungleichgewicht (klingt wie eine katholische Propagandazeitschrift...)

1. die Emanzipation ist sowieso mickrig und zu einem Schlagwort verkommen. Hier in Ö regt sich keiner auf, dass den Müttern nach wie vor die Erziehungszeit der Kinder äußerst mickrig auf die Pension aufgerechnet wird. Frauen verdienen noch immer weniger als Männer, und für die Erziehung, Haushalt etc. sind landläufig auch noch immer nur die FRauen zuständig.

2. Aus diesem Grund versucht Frau - das Kind gut unterzubringen, und sich wieder so bald als möglich in den Job zu schmeißen.

3. Dadurch verpassen jedoch Frauen und die sowieso arbeitenden Männer jedoch wichtige Phasen der Entwicklung ihrer Sprösse. Erwiesenermaßen sollte die Zeit der Kindheit von 0-10Jahren von den Eltern und ihren WErten etc. geprägt sein. Den Eltern werden die Kinder jedoch immer fremder, da sie wg Arbeit etc. in Krippe und Hort abgegeben werden. Wenn ich schon die ersten 9 Jahre der Entwicklung meines Kindes nur mehr am Rande mitbekomme, wie soll ich dann in der Schule und später wieder die Erziehungsfunktion übernehmen.

4. Erziehung muss man als Eltern erst lernen. Wenn mir dieser Lernprozess abgenommen wird, ja woher soll ich dann wissen, wie ich mich verhalten soll? Vorallem, wo mir mein eigenes Kind auch immer fremder wird...(sage nur: Krippe von 8.00 - 17.00h - da bleibt nicht viel Zeit für ein MIteinander..)

Ich denke, dass uns hier in Ö und D die Eigenverantwortung in so vielen Dingen abgenommen wird/wurde.

Beispiel: wenn ich arbeite, habe ich für mein Kind einen Krippenplatz. Die Betreuerin dort heißt nicht Betreuerin sondern Pädagogin - also Erzieherin.
Vielleicht sollte man sie in "Notmutter" umtaufen - das würde einige wachrütteln...

Ich will damit nicht sagen, dass Mütter daheim bleiben müssen. Sondern das Kinder erkennen, dass Vater und Mutter gleichwertig sind als 1. BEzugspersonenin der Erziehung, sowie gleichwertig in der Geldbeschaffung etc., dass es daneben andere Bezugspersonen gibt (2. GRades - z.b. die Krippentante und/oder die Großmutter..). Wir müssen ihnen vermitteln, dass diese Reihung nicht umkehrbar ist.

Schwierig, aber wir arbeiten dran ;-)

LG Mirella

PS. die Pisastudie ist eine komische Sache - plötzlich steht Österreich gut da - bei der letzten haben wir angeblich noch total schlecht abgeschnitten...
so is es mit STatistiken - die Zahlen sind Fakt, der Rest Auslegungssache...

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